Active City – Für mehr Bewegung in Hamburg Hamburg plant den Sport neu

Der Hamburger Senat hat den Masterplan „Active City“ ins Leben gerufen. Dieser Plan soll die Anregungen und Impulse der Olympiabewerbung Hamburgs für die Sommerspiele 2024 aufgreifen. Mit dem klaren Ziel: Der Sport in Hamburg soll sich immer weiter entwickeln.

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Active City Hamburg

Hamburgs Sportplanungen bis 2024

„No Sports“ sagte einst Englands Premier-Minister Winston Churchill auf die Frage, was ihn so alt gemacht habe. Da ist Hamburg aber völlig anderer Meinung. Gerade Sport ist gut für die Gesundheit. Und auch deswegen blickt die Hansestadt überaus sportlich in die Zukunft. Hierfür wurde der Masterplan „Active City“ (MPAC) entwickelt. Er enthält die sportlichen Planungen bis zum Jahr 2024. Zahlreiche Projekte, die für die Olympischen Spiele angedacht waren, werden dabei langfristig weiterverfolgt, damit die Möglichkeiten zum Sport treiben in Hamburg noch besser und vielfältiger werden.

Der Masterplan verfolgt dabei drei Grundgedanken: Erstens bildet Sport die Basis für Gesundheit und soziales Leben, zweitens müssen Sport und Bewegung überall in der Stadt für alle möglich sein und drittens sollen Menschen zum Sport und zur Mitgliedschaft in Sportvereinen motiviert und aktiviert werden. Insgesamt leistet der Sport entscheidende Beiträge zur Entwicklung der modernen und dynamischen Stadt und gewinnt an immer größerer gesellschaftlicher Bedeutung.

Neuerungen bei der SALVO

Einen wichtigen Schritt, der das Vorankommen des Masterplans „Active City" sichert, beschloss der Bundesrat am 31. März 2017. Der Bundesrat bestätigte die Entscheidung de Bundestages, die Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) anzupassen und diese im Sinne der Vereine zu regeln. Seit Frühjahr 2011 hatte der Hamburger Sportbund (HSB) in Gesprächen mit Senatsvertretern sowie Briefen an Hamburger Bundestagsabgeordnete immer wieder eine Änderung der SALVO angeregt. „Wir sind nun endlich am Ziel, unseren Vereinen einen vernünftigen Umgang mit Sportgeräuschen zu liefern“, sagte HSB-Vorstandsvorsitzender Ralph Lehnert nach dem Beschluss. „In einer sich immer mehr verdichtenden Stadt darf es für den Sport nicht eng werden."

So behalten Sportanlagen mit den neuen Regelungen auch nach Umbau oder Erneuerung die alten Emissionsgrenzen für den Lärmschutz. Zuvor entfiel der so genannte Altanlagenbonus und es musste ein neues Gutachten erstellt werden. Dadurch drohten den Vereinen Nutzungseinschränkungen. Zudem wurden die Richtwerte in den bisherigen Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr angepasst. Die Ruhezeiten entfallen, so dass auch in den genannten Zeiträumen die Emissionswerte des übrigen Tages gelten. 

Die zweite Dekadenstrategie Sport

Mit dem MPAC soll die zweite Dekade der Strategie Sport umgesetzt werden. Vorrangige Ziele dieser Philosophie sind:

  • die Entwicklung moderner, aktivierender Veranstaltungsformate
  • der niedrigschwellige Zugang zu Sportangeboten in der gesamten Stadt
  • die Unterstützung eines aktiven Lebensstils und damit verbunden der Anspruch, die Idee der aktiven Stadt in die gesamtstädtische Entwicklungskonzeption zu integrieren

Die Handlungsfelder

Die Stadt Hamburg will im Rahmen der „Active City" 26 Vorhaben und sechs Empfehlungen in die Tat umsetzen. Fünf Handlungsfelder sind dabei besonders wichtig:

  • Schul-und Vereinssport
  • Sport im Öffentlichen Raum
  • Sport für Alle
  • Nachwuchs-Leistungssport
  • Spitzensport

Was bedeutet das?

Der barrierefreie Ausbau von Schulsporthallen beziehungsweise der Bau von „Bewegungsinseln“ soll vorangetrieben werden. Und zwar in allen sieben Bezirken der Stadt.

Weitere Maßnahme: Bestehende Sportanlagen sollen erhalten bleiben, aber zeitgemäß umgebaut werden. Beispiel: Das Tennisstadion am Rothenbaum. Dort ist der Abriss des alten, inzwischen zu groß gewordenen Stadions, geplant. Ein Neubau soll das Bestehen des ATP-Turniers sichern. Vorteil: Mehr Platz für Vereinsport, in diesem Fall Tennis und Hockey. Die Feldhockey-Plätze des Clubs an der Alster befinden sich bisher in Wellingsbüttel. In Zukunft sollen sie an der Hallerstraße zu finden sein. Kurze Wege sind dann garantiert.

Auch das Laufen und Radfahren steht hoch im Kurs. So sollen in Hamm und Horn neue Laufstrecken geschaffen werden. Und die Schlickdeponie Francop kann in eine Mountainbike-Anlage verwandelt werden.

Besonders wichtig: Sport im Alter. Dem will die Stadt Hamburg mit dem Projekt „Mach mit, bleib fit“ Rechnung tragen. Ein Projekt, mit dem Sportvereine Menschen in Seniorenheimen zielgruppengerechte Bewegungsangebote machen.

Wie geht es weiter?

Die 26 geplanten Projekte und sechs Empfehlungen befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien. Mit einigen Projekten soll zeitnah begonnen werden. Dies sind: 

  • Erweiterung der Drei-Feld-Halle Julius-Leber-Schule (Beginn 2016)
  • Tribüneneinbau in der Sporthalle der Geschwister-Scholl Stadtteilschule (Beginn 2016)
  • eine Hockeyausstattung für die Drei-Feld-Hallen der Gymnasien Ohlstedt und Hummelsbüttel (Beginn 2016)
  • Bewegungsinseln zum Sporttreiben im Freien in allen Bezirken (Beginn 2017)
  • Wiederaufbau der Ein-Feld-Halle Mittlerer Landweg (Beginn 2017)
  • Sanierung und Modernisierung der Regattastrecke Dove-Elbe (Beginn 2017)

Wer sich mehr über den Masterplan „Active City" informieren möchte, bekommt weitere Informationen in den folgenden Dokumenten:

Masterplan „Active City": Download
Der detaillierte Masterplan als PDF-Datei
178 Seiten, 5,8 MB

Präsentation Masterplan „Active City": Download
Präsentations-Folien der Landespressekonferenz (22.11.2016) als PDF-Datei
11 Seiten, 830 KB

Mitteillung des Senats zur „Active City": Download
Masterplan „Active City": Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft (22.11.2016) als PDF-Datei
5 Seiten, 141,24 KB

Weitere Informataionen: Behörde für Inneres und Sport

Hamburg plant den Sport neu
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