•  
  •  
  •  
  •  
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Altlastensanierung in Hamburg

Hamburg als einer der großen Industriestandorte Deutschlands hat 30 Jahre Erfahrung im Umgang mit Altlasten. 

Mit dem Fall "Stoltzenberg" Ende 1979 wurde aus dem bis dahin reaktiven Handeln ein aktives Handeln des Senats: 1980 wurden im "Umweltpolitischen Konzept" ein erstes "Flächensanierungsprogramm" verankert und Personal- und Sachmittel bereitgestellt. In der Folge der Sanierung der Deponie Georgswerder wurde 1985 die Bearbeitung der Altlastensanierung systematisiert und als neue, mittelfristig angelegte Verwaltungsaufgabe eingeführt. Seit 1986 ist die damalige Umweltbehörde (heute Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) zuständig für die Erfassung und Bewertung der Altlastverdachtsflächen. Sie ordnet notwendige Sanierungen an und führt in den Fällen, in denen die Freie und Hansestadt Hamburg pflichtig ist, die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen selbst durch.

Aufnahme von Deponiematerial

Sortieranlage

Aufnahme von Deponiematerial

Sortieranlage

Bis heute sind ca. 94 städtische Maßnahmen abgeschlossen worden. Im Haushalt wurden dafür über 300 Mio EURO bereitgestellt. Die Aufgabe soll bis 2010 im wesentlichen beendet werden. Der mittelfristige Mittelbedarf liegt derzeit bei 16 Mio EURO pro Jahr.

Das umweltpolitische Ziel der Altlastensanierung war zunächst die Gefahrenabwehr; seit 1990 wurde das Flächenrecycling zusätzlich eingeführt.

Ziel ist es, in Übereinstimmung mit dem Bundesbodenschutzgesetz Verunreinigungen vorrangig zu beseitigen (Dekontamination). Das Sichern von Altlasten (ingenieurtechnisch, hydraulisch) soll die Ausnahme sein, weil hierdurch "unendliche Geschichten" geschaffen werden, die die Stadt Hamburg durch Sanierungsbetriebs und Überwachungsaufgaben für lange Zeit finanziell belasten.

Technologisch hat es seit Mitte der 80er Jahre einen Entwicklungssprung gegeben - weg vom bloßen Auskoffern und Deponieren hin zu Boden- und Wasserbehandlungstechniken. Ziel ist die Wiederverwertung der dekontaminierten Materialien. Hamburg hat zur Entwicklung neuer Technologien beispielsweise durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Pilotanlagen maßgeblich beigetragen. Maßstäbe wurden auch bei der Sanierung bewohnter Altlasten und der damit verbundenen Bürgerbeteiligung gesetzt.

Wiederverfüllung

Saniertes Gelände

Wiederverfüllung

Saniertes Gelände

Kontaktmöglichkeit
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (U) Thomas Haupt Raum Raum 3.089 Billstraße 84 20539 Hamburg
Tel.: E-Mail: