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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Eine Chance für die Umwelt der Jarrestadt

Altlastensanierung auf dem Grundstück Jarrestraße 52-58

Über Jahrzehnte gelangten Schadstoffe in den Boden. Die Schadstoffe sickern aus dem Boden in das Grundwasser. Das verunreinigte Grundwasser muss aufwändig gereinigt werden. Durch den jetzt geplanten Abriss des Gebäudes der "Wäscherei" besteht die Möglichkeit, den Boden gründlich zu sanieren.

Foto vom Osterbekkanal auf das Gebäude der Wäscherei und Foto vom Eingang der Wäscherei

(konsalt)

Auf dem Gelände der ehemaligen Wäscherei Wulff an der Jarrestraße 52-58 steht eine Altlastensanierung bevor. Auf dem Grundstück befindet sich heute das Möbel-Kaufhaus „Die Wäscherei“. Das Kaufhaus zieht ab April 2012 in die City Nord in größere Räume um.

Während des jahrzehntelangen Betriebes der Wäscherei Wulff (1937-1988) ist der Boden auf dem Gelände durch den unsachgemäßen Umgang mit chemischen Reinigungsmitteln (Leichtflüchtigen Chlorierten Kohlenwasserstoffen, LCKW) stark verunreinigt worden.

Diese Schadstoffe sind tief in den Boden eingedrungen. Sie sind in das Grundwasser gelangt und haben eine ca. 500 m lange Schadstofffahne gebildet, die in südlicher Richtung bis zur Weidestraße reicht. Es handelt sich um eine der größten Grundwasserverunreinigungen in Hamburg. Das Grundwasser ist so stark belastet, dass eine Sanierung erforderlich ist, um die Schadstoffe zu beseitigen. Da in der Umgebung keine Trinkwasserbrunnen bestehen, ist Trinkwasser nicht gefährdet.

Grafik der Schadstoffbelastungen Jarrestraße

(van Ommen / Visuelle Kommunikation)

 

Schon seit 2004 werden im Umfeld des Wäschereigeländes an der Jarrestraße Förderbrunnen betrieben, um eine weitere Verteilung der Schadstoffe im Grundwasser zu verhindern. Das geförderte Wasser wird in der Anlage am Kaemmerufer aufwändig von den Schadstoffen gereinigt. Die Anlage muss noch über Jahrzehnte betrieben werden, bis das Grundwasser wieder sauber ist, denn aus dem Boden unterhalb der Wäscherei gelangen derzeit ständig neue Schadstoffmengen hinein. Könnte man den Boden unter der „Wäscherei“ sanieren, ließe sich dieser Schadstoff-Nachschub stoppen oder stark verringern. Das hieße weiter: Der Grundwasserschaden könnte dann schneller saniert, die Brunnen und die Grundwasseraufbereitungsanlage früher abgestellt werden. Das alles würde erhebliche Kosten und Steuergelder sparen.

Die Gelegenheit zu all dem bietet sich nach vielen Jahren jetzt! 

Mit der Änderung des Bebauungsplanes Winterhude 10 im Jahr 2011 wird das bisher gewerblich genutzte Areal für den Wohnungsbau freigegeben. Das Gebäude der „Wäscherei“ wird abgerissen und damit besteht nun erstmals die Möglichkeit, den Boden auf dem Grundstück Jarrestraße 52-58 gründlich zu sanieren und das weitere Einsickern von Schadstoffen in das Grundwasser dauerhaft zu verhindern. 

Informationen zum Ablauf der Bodensanierung und den Baustellenbetrieb finden Sie im Informationsflyer zur Altlastensanierung Jarrestraße, siehe Downloads auf dieser Seite.

Kontaktmöglichkeit
Amt für Umweltschutz Bodenschutz / Altlasten Billstraße 84 20539 Hamburg