Bezirk Altona

Wohnraum Standort Rissen/ Suurheid

Der Bezirk informiert:

Standort Rissen/ Suurheid

Was ist für den Bereich Rissen/ Suurheid geplant

Für den ersten Bauabschnitt wurde im  Dezember 2016 eine Baugenehmigung für 139 Wohnungen erteilt, davon etwa 77 öffentlich gefördert und 62 freifinanziert. Hier ist der Einzug von etwa 300 geflüchteten Menschen geplant. Die Verhandlungen zwischen den verschiedenen Beteiligten sind für den zweiten Bauabschnitt noch nicht abgeschlossen. In diesen Verhandlungen wird der Bau von drei- bis vierhundert Wohnungen diskutiert, in denen etwa 100 geflüchtete Personen eine Wohnung finden sollen. Gegenwärtig wird eine europaweite Ausschreibung vorbereitet, mit der ein Betreiber für die Wohnungen gefunden werden soll, in denen die geflüchteten Menschen leben werden.

Wie kommt der Stadtteilbeirat Rissen zustande und wie ist er organisiert

Der Stadtteilbeirat Rissen hat sich aus der Rissener Runde konstituiert. Die Rissener Runde setzt sich überparteilich aus Menschen unterschiedlicher Rissener Interessengruppen zusammen. An den Sitzungen der Rissener Runde darf jede/ jeder interessierte Rissenerin/ Rissener teilnehmen. Jede Person, die an der vorhergehenden Sitzung teilnahm ist berechtigt, bei Anwesenheit, auf der aktuellen Sitzung mit abzustimmen. Die Entscheidungen der Rissener Runde werden als Empfehlungen der Bezirksversammlung Altona (und ihren Ausschüssen), dem verfassungsmäßig repräsentativen bezirklichen Entscheidungsorgan, zugeleitet.

An den Verhandlungen und Gesprächen zur Realisierung der Bebauung Rissen/ Suurheid nehmen Vertreter einer Arbeitsgruppe Monitoring Bürgervertrag teil. Dieser Arbeitsgruppe obliegt es, die Rechte und Pflichten aus dem Bürgervertrag Rissen wahrzunehmen. Diese Arbeitsgruppe besteht aus vier Personen. Sollte in dieser Arbeitsgruppe kein Entschluss gefasst werden können, so wird die Entscheidungsfindung von dort in die Rissener Runde abgegeben.

Wie werden die Rissenerinnen und Rissener über die Planungen informiert und beteiligt?

Rissener Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit sich durch Teilnahme an der Rissener Runde, an der auch immer wieder Vertreter der politischen Parteien und der Altonaer Verwaltung teilnehmen, über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren.

Zum anderen steht das kooperative Stadtteilmanagement Rissen an seinem Standort Grete-Nevermann-Weg 24 gern für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

An jedem zweiten Dienstag im Monat tagt, in öffentlicher Sitzung, der Sonderausschuss Flüchtlinge, der Bezirksversammlung Altona. Der Sonderausschuss Flüchtlinge befasst sich mit unter anderem mit Themen wie der gesundheitlichen Versorgung, der Unterbringung und der Integration sowie der ehrenamtlichen Unterstützungsarbeit.

Sobald sich die Umrisse der Planungen für den Bereich Suurheid, zweiter Bauabschnitt, zu konkretisieren beginnen, plant das Bezirksamt Altona unter Einbeziehung verschiedenster Akteure einen Workshop, zu dem öffentlich eingeladen werden wird, der informiert und Möglichkeiten der weitergehenden Gestaltung eröffnet.

Wer ist bis wann ein Flüchtling

Umgangssprachlich werden alle Menschen, die in ihrer Not nach Deutschland gekommen sind, als Flüchtlinge bezeichnet. Genauer betrachtet handelt es sich jedoch um eine hochkomplexe Angelegenheit, die unterschiedliche Formen rechtlicher Ansprüche  kennt und nach denen geregelt ist, ob und unter welchen Bedingungen ein Mensch bei uns bleiben darf.

Alle Menschen, die acht Jahre und länger bei uns leben, haben, wenn sie darüber hinaus bestimmte Anforderungen erfüllen, die Möglichkeit die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Bezirkliche Aktivitäten in Rissen


Jugendliche

  • In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder und Jugendstiftung (DKJS) wird seit Ende 2016 ein “Jugenddialog“ in Rissen durchgeführt. In diesem werden Jugendliche aus Rissen, unter Beteiligung der Jugendlichen aus Sieversstücken, in der Entwicklung von freizeitorientierten Projekten unterstützt. Zur Umsetzung der gemeinsam entwickelten Freizeitprojekte stehen ihnen 10.000 € zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Jugendlichen in mehreren Wochenendseminaren dazu qualifiziert, im Sommer 2017 einen Jugendkongress durchführen zu können. Weitere Kooperationspartner des “Jugenddialoges“ sind: Die Stadtteilschule Rissen und das Gymnasium Rissen, das Jugendzentrum Rissen, die Kirchengemeinde, die Jugendwohnung Kleeblatt; Fördern und Wohnen beteiligt sich mit der Unterkunft Sieversstücken ebenso wie das Stadtteilmanagement Rissen.

 

Kinder (-tagesstätten)

  • Im Rahmen des Prozesses zur Planung des Angebotes an Kindertagesstätten für Rissen/Sülldorf, wurden Kitaträger durch das Bezirksamt Altona bei der fachlichen Weiterentwicklung im Umgang mit Familien mit Fluchterfahrungen unterstützt. Dies geschah im Rahmen des Programms “Willkommen bei Freunden“ in Kooperation mit der DKJS. Ebenfalls wurde seitens des Bezirksamtes Altona die Bildung eines Kitanetzwerkes unterstützt. In der Folge hat sich dann am 23. Juni 2016 das “Netzwerk für junge Geflüchtete in Rissen und Sülldorf“ gegründet. Seine gemeinsame Leitlinie ist: „Bei uns zählt Herz, nicht Herkunft – Gelebte Inklusion in der Kindertagesbetreuung“. In diesem Kitanetzwerk sind Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Grundschulen, Fördern und Wohnen, das Stadtteilmanagement und ein Rissener Sportverein vertreten.
  • Über die Treffen des Netzwerkes hinaus wurde ein konkretes Fortbildungsprogramm entwickelt. Die von den Netzwerkteilnehmern angestrebten Ziele sind, neben einer gelungenen Integration der geflüchteten Kinder, ein Austausch untereinander und die Weitergabe von Informationen, die mit dem weiteren Werdegang von Kindern zusammenhängen, in den Stadtteil sowie die Sicherung der hohen Qualität der eigenen Arbeit.
  • Nach den Sommerferien 2017 wird es, ausgehend vom Kitanetzwerk ein spezielles Sprachlernangebot für geflohene Frauen mit Kindern im Kita-Alter geben. Neben einer Sprachvermittlung werden Müttern beispielweise Informationen zum Kitabereich, zum Schulsystem und zur Gesundheitsvorsorge vermittelt.
  • Mit Fertigstellung wird in einem Gebäude, im ersten Bauabschnitt Suurheid, ein Kinder und Familienhilfezentrum, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund, seine Arbeit aufnehmen.

 

Sprachpaten

  • Der Rissener Arbeitskreis Integration hat 1.500 € erhalten, um damit die Schulung von bis zu fünfzig Sprachpaten im Herbst 2017 ermöglichen.

 

Stadtteilmanagement

  • Das Bezirksamt setzt für das Stadtteilmanagement Rissen 88.000 € ein. Es wird dabei personell durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband unterstützt. Das Stadtteilmanagement ist seit dem 1. April 2017 im Grete-Nevermann-Weg 24 erreichbar.

 

Kultur

  • In Rissen hat sich eine Kulturgruppe gebildet, die für 2018 eine interkulturelle Kulturveranstaltung vorbereitet.

Weitere Maßnahmen im Bereich der Jugend- und Familienhilfe

  • Das Jugendzentrum Rissen wird im Juni 2017 mit einer Vollzeitstelle verstärkt werden.

Die Angebote der Frühen Hilfen, der Schwangerenberatung und der Familienbegleitung wurde ausgebaut und werden mit 90.000 € gefördert. Diese Unterstützungen für Familien werden zur Zeit sowohl in der Unterkunft Sieversstücken und auch, durch das Familienhilfenetzwerk Iserbrook, in den Räumen “Waschhaus“ Iserbrook für Rissen durchgeführt. Beteiligte Träger sind hierbei der Deutsche Kinderschutzbund und der Sozialdienst katholischer Frauen.