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Hilfe in der Wohnung Ambulant betreute Wohn-Gemeinschaft oder Haus-Gemeinschaft

Ambulant betreute Wohngemeinschaft (AWG) Hamburg

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Viele Menschen mit Behinderungen wollen so selbständig wie möglich leben. Und selbst bestimmen, wie sie leben wollen.

Auch wenn sie viel Unterstützung brauchen.

Unterstützung ist ein anderes Wort für Hilfe.

Die Stadt Hamburg hat für diese Personen ein besonderes Angebot: Die Ambulant betreute Wohn-Gemeinschaft oder Haus-Gemeinschaft. Die Abkürzung ist AWG.

Bei einer ambulant betreuten Wohn-Gemeinschaft wohnen mehrere Menschen mit Behinderung zusammen in einer Wohnung.

Oder in einem Haus. Als Mieter.

Die Wohnung oder das Haus haben sie selbst gemietet.

Die Betreuer und die Unterstützer kommen zu den behinderten Menschen nach Hause. So oft wie sie es brauchen.

Und wie sie es vorher verabredet haben.

Das nennt man ambulante Betreuung.

Wer kann das Angebot 'Ambulante Wohn-Gemeinschaft' der Stadt Hamburg bekommen?

  • Das Angebot ist für Personen über 18 Jahre mit einer geistigen Behinderung oder einer Mehrfach-Behinderung.
    Mehrfach-Behinderung bedeutet: Die Person hat mehrere Behinderungen. Zum Beispiel eine geistige und eine körperliche Behinderung.
  • Für die Person wird Eingliederungs-Hilfe bezahlt.
    Das ist Geld vom Staat. Mit dem Geld werden Hilfen für behinderte Menschen bezahlt.
  • Die Person braucht mehrere Stunden am Tag Unterstützung.

Was ist noch wichtig?

  • Der behinderte Mensch will mit anderen behinderten Menschen in einer Wohn-Gemeinschaft zusammen leben.
    Er verträgt sich gut mit anderen Menschen.
    Und er möchte gerne in seiner Frei-Zeit mit den anderen Bewohnern etwas unter-nehmen.
  • Der behinderte Mensch geht regel-mäßig zur Arbeit.
    Zum Beispiel in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.
    Oder für mehrere Stunden zur Tages-Beschäftigung.
    Zum Beispiel in eine Tages-Förder-Stätte.
  • Der behinderte Mensch versteht, dass er Unterstützung braucht. Er weiß, dass das Hilfe-Angebot wichtig für ihn ist.
    Und arbeitet mit den Unterstützern zusammen.

Was will die Stadt Hamburg mit dem Angebot erreichen?

Menschen mit Behinderungen sollen so selbst-bestimmt wie möglich wohnen können. So lange sie möchten. Und so lange es geht.

Dafür bekommen die behinderten Menschen so viel Hilfe wie sie brauchen.

Die Menschen in einer Wohn-Gemeinschaft sollen auch lernen, so selbständig wie möglich zu leben. Und so viel wie möglich ohne fremde Hilfe zu machen.

Sie lernen zum Beispiel ihren Wohn-Ort kennen.

Und wie sie dort hin-kommen, wo sie hin-wollen.

Sie haben Kontakt zu anderen Menschen im Wohn-Ort.

Zum Beispiel zu ihren Nachbarn.

Oder zu Personen im Sport-Verein, beim Arzt oder in der Pizzeria.

Sie lernen, wie sie ihre Frei-Zeit selbst gestalten können.

Und wie sie mit anderen Menschen klar kommen.

Beim Wohnen. Beim Arbeiten. Und in der Frei-Zeit.

Wie bekommt man das Angebot 'Ambulant betreute Wohn-Gemeinschaft (AWG)'?

Antrag und Bewilligung

Das Angebot 'Ambulant betreute Wohn-Gemeinschaft / Haus-Gemeinschaft' ist eine ambulante Leistung der Eingliederungs-Hilfe von der Stadt Hamburg.

Leistungen der Eingliederungs-Hilfe sind Hilfen von der Stadt Hamburg für Menschen mit Behinderungen.

Das kann Geld sein. Zum Beispiel das Persönliche Budget.

Das spricht man so aus: Büdscheh.

Man sagt auch: Das Persönliche Geld.

Mit dem Persönlichen Geld kann der behinderte Mensch seine Hilfen selbst einkaufen.

Andere Eingliederungs-Hilfen sind zum Beispiel Hilfen beim Wohnen. Oder Hilfen am Arbeits-Platz.

Ambulant bedeutet: Die Betreuer und Unterstützer kommen zu den behinderten Menschen nach Hause.

Für die Leistungen der Eingliederungs-Hilfe müssen Sie einen Antrag stellen.

Das bedeutet: Sie müssen einen Frage-Bogen aus-füllen.

Den Frage-Bogen schicken Sie an das Bezirks-Amt.

So heißt das Sozial-Amt in Hamburg.

Das Bezirks-Amt muss den Antrag bewilligen.

Das bedeutet: Das Bezirks-Amt muss ja sagen zu dem Antrag.

Dafür muss das Bezirks-Amt wissen, welche Hilfen Sie brauchen.

Man sagt auch: Das Bezirks-Amt muss Ihren Hilfe-Bedarf kennen.

Ihr Hilfe-Bedarf steht in Ihrem persönlichen Hilfe-Plan.

Den persönlichen Hilfe-Plan macht das Bezirks-Amt mit Ihnen zusammen. Bei der Besprechung ist auch Ihr Betreuer dabei.

Ihr Arzt oder ein Mitarbeiter vom Gesundheits-Amt können auch dabei sein.

Der persönliche Hilfe-Plan heißt: Gesamt-Plan

Die Besprechung für den Gesamt-Plan heißt: Gesamt-Plan-Konferenz

Wenn Ihr Antrag bewilligt wird, bekommen Sie einen Bescheid vom Bezirks-Amt. Das ist ein Brief vom Bezirks-Amt. In dem Brief steht, welche Hilfen Sie bekommen können.

Wer bezahlt die Kosten?

Die Hilfen für Menschen mit Behinderungen kosten Geld.

Wenn der behinderte Mensch selbst nicht genug Geld hat oder verdient, bezahlt das Bezirks-Amt für die Hilfen.

Manchmal bezahlen auch Angehörige des behinderten Menschen einen Teil der Kosten. Zum Beispiel die Eltern.

Die Bewohner einer Wohn-Gemeinschaft oder Haus-Gemeinschaft haben einen eigenen Miet-Vertrag. Die Kosten für den Miet-Vertrag bezahlt das Bezirks-Amt.

Die Kosten für den Lebens-Unterhalt bezahlt auch das Bezirks-Amt.

Zum Lebens-Unterhalt gehört alles, was ein Mensch zum Leben braucht. Zum Beispiel: Essen und Trinken, Kleidung, Fahr-Geld, Taschen-Geld, Freizeit-Gestaltung.

Für die ambulanten Hilfen schließt jeder Bewohner einen eigenen Betreuungs-Vertrag ab. Von den Kosten für die ambulanten Hilfen bezahlt das Bezirks-Amt so viel, wie es vorher bewilligt hat.

Wie viel das Bezirks-Amt bewilligt hat, steht im Bescheid.

Wenn der Bewohner das persönliche Geld bekommt, muss er die Hilfen vom persönlichen Geld bezahlen.

Beratung und Information

Beratung und Informationen zu ambulanten Hilfen bekommen Sie hier:

Fach-Dienst Eingliederungs-Hilfen
Maurienstraße 3
22305 Hamburg
Telefon: 040 / 4 28 81 - 92 24

Wo bekommt man ambulante Hilfen für Menschen mit Behinderungen?

Ambulante Hilfen für behinderte Menschen bekommt man bei den Diensten der Behinderten-Hilfe. Das sind Personen oder Firmen, die sich um behinderte Menschen kümmern. Und die ambulante Hilfen für behinderte Menschen anbieten.

Die Stadt Hamburg hat mit vielen Diensten der Behinderten-Hilfe Verträge gemacht. In den Verträgen steht drin, welche Hilfen ein Dienst anbieten muss. Das nennt sich Leistungs-Vereinbarung.

In den Verträgen steht auch drin, was die Hilfen kosten dürfen.

Das Bezirks-Amt bezahlt nur die Hilfen von den Anbietern, die Verträge mit der Stadt Hamburg gemacht haben.

Die Hilfen von anderen Anbietern kann der behinderte Mensch vom persönlichen Geld bezahlen.

Anbieter-Liste

In der Anbieter-Liste finden Sie viele Einrichtungen der Behinderten-Hilfe in Hamburg. In der Liste stehen auch die Anbieter von ambulanten Hilfen für Menschen mit Behinderungen.

Damit die Liste angezeigt wird, müssen Sie zuerst ein kleines Such-Formular aus-füllen. So füllen Sie das Such-Formular aus: Such-Hilfe.

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    Eine Presse-Mitteilung ist ein Text für die Zeitung.
    Darum geht es in der Presse-Mitteilung:
    Was tut die Stadt Hamburg dafür, dass mehr Menschen mit geistigen Behinderungen in einer eigenen Wohnung leben können. Und zuhause die Betreuung bekommen, die sie brauchen.

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