Behörde für Umwelt und Energie

Artenschutz Der Biber ist zurück in Hamburg

Die Biber sind wieder da. Nachdem sie lange Zeit als ausgestorben galten, siedeln seit 2010 wieder Biber in mehreren Biberburgen in Hamburg.

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Biber zurück in Hamburg

Ein effektiver Schutz hat zur Erholung der Restbestände an der Elbe geführt so dass seit den 90er Jahren zunächst die niedersächsische Elbtalaue von Brandenburg und Sachsen-Anhalt aus wiederbesiedelt werden konnte. 2002 war das Geesthachter Wehr erreicht. Es sollte noch ein paar Jahre dauern, bis dieses Hindernis überwunden war. Der erste Hamburger Biberbau wurde 2010 entdeckt. Eine systematische Bestandserfassung brachte weitere Biberburgen und viele Fraßplätze entlang der Dove- und Gose-Elbe bis hinein nach Wilhelmsburg zutage. Selbst in der Alten Süderelbe wurden vereinzelte Fraßspuren gefunden. Die Hamburger Stromelbe dagegen bietet aufgrund des täglichen Tidenhubs keinen geeigneten Lebensraum. Biber bauen sogenannte „Burgen“, deren Eingangsröhre sie tauchend erreichen können. Bei kleineren Wasserstandsschwankungen wird das Gewässer durch Dämme angestaut, sodass der Eingang zur Burg dauerhaft unter Wasser liegt und so vor Feinden sicher ist.

Biber werden bis zu 35 Kilogramm schwer und können bis zu zehn Jahre alt werden. Sie haben einen gedrungenen Körper mit einem breiten schuppigen Schwanz, der sogenannten „Kelle“. Die Hinterfüße haben Schwimmhäute, während die Finger an den Vorderpfoten zum Greifen benutzt werden. Charakteristisch sind auch die großen orangefarbenen Nagezähne, die zeitlebens nachwachsen. Biber ernähren sich ausschließlich vegetarisch von krautigen Ufer- und Wasserpflanzen sowie von Knospen und Baumrinde. Um an diese zu gelangen, werden vor allem im Winter in Ufernähe Bäume gefällt. Biber leben in Familienverbänden und sind zumeist dämmerungs- und nachtaktiv.

Das Projekt Biber ist eine Kooperation der BSU und der Loki Schmidt Stiftung und soll eine Infrastruktur für ein Bibermanagement schaffen. Hier werden ehrenamtliche Biberrevier-Betreuer ausgebildet, die die Biberbestände erfassen und dokumentieren sowie bei auftretenden Problemen den Anwohnern beratend zur Seite stehen sollen.

Einen schönen Flyer können Sie sich als Download herunterladen.

Ansprechpartner

Dr. Nina Klar (Telefon 040 / 428 40 2339   Email: Nina.Klar@bsu.hamburg.de )

Sven Baumung (Telefon 040 / 428 40 3542   Email: svenmarkus.baumung@bsu.hamburg.de)

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Naturschutz -Artenschutz-
Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg

oder

LOKI SCHMIDT STIFTUNG
Frederik Landwehr
Naturschutz-Infohaus Boberger Niederung
Boberger Furt 50
21033 Hamburg
Tel.: 040 / 739 312 66
biber@loki-schmidt-stiftung.de

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