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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Gemeinsam gestalten - verantwortlich sein

Auftaktveranstaltung des Projekts "Lernen vor Ort"

Erfolgreicher Spatenstich für Hamburgs neue Bildungslandschaft

 

Auftaktveranstaltung Lernen vor Ort Eindrücke (Bild: Körber-Stiftung)

Es war das „Who is Who“ des Hamburger Bildungswesens, das sich am 19. April im Hamburger Veranstaltungszentrum „Kulturhof Dulsberg“ zu einem zukunftsweisenden Anlass zusammengefunden hatte. Gefeiert wurde der offizielle Auftakt des Hamburger Bildungsprojektes „Lernen vor Ort“. Erklärtes Ziel der durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative: die Gestaltung eines gerechten, überschaubaren und aufeinander abgestimmten Bildungssystems, das allen Hamburger Bürgerinnen und Bürgern lebenslangen Zugang zu Bildungsangeboten ermöglichen soll.

Den ersten Spatenstich für dieses Vorhaben führte Schulsenatorin Christa Goetsch. Angesichts der über 200 geladenen Gäste, die das Hamburger Bildungswesen in all seinen Facetten repräsentierten, sprach sie in ihrer Eröffnungsrede von einem „großen Familientreffen“.

Senatorin mit Gäste Senatorin für Schule und Berufsbildung (mitte) und Gäste

(Körber-Stiftung)

Goetsch betonte, dass alle, die in Hamburg an Bildung beteiligt sind, lange auf diesen Tag gewartet hätten. Es sei der Tag, an dem endlich strukturell in die Fläche getragen werden könne, was durch die Zusammenarbeit in einzelnen Bildungsbereichen bereits vorbereitet worden sei: die Entwicklung eines vernetzten, gesamtstädtischen Bildungskonzeptes.

„Wir erleben einen Paradigmenwechsel. Mit Blick auf lebenslanges Lernen ist es nicht mehr Aufgabe des Einzelnen, Brücken von sich aus in Richtung der vorhandenen Bildungsstationen zu schlagen. Es ist vielmehr unsere Aufgabe, die Bildungsmöglichkeiten in der Stadt so miteinander zu verknüpfen, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern lebensbegleitend passende Angebote machen können“, so die Senatorin.

Damit das gelingt, müssen alle Bildungspartner der Hansestadt mit an Bord sein. Das weiß vor allem Eva Pertzborn, Projektleiterin von „Lernen vor Ort“. Die Auftaktveranstaltung des zunächst auf drei Jahre angelegten Projekts war für sie deshalb ein wichtiger Indikator für die Bereitschaft und das Interesse, sich in Hamburg ressort-, behörden- und institutionsübergreifend für Bildung zu engagieren. „Und ich bin überwältigt“, sagte die 52-jährige Bildungsexpertin am Rande der Veranstaltung. „Hier sitzt heute ein Großteil derjenigen, die Bildung in Hamburg zukünftig gestalten. Ich sehe nur offene und neugierige Gesichter. Jeder ist interessiert daran, wie „Lernen vor Ort“ funktioniert und welchen Beitrag er dazu leisten kann.“

Diskussionsrunde, Methode World-Café Diskussionsrunde, Methode World-Café

(Körber-Stiftung)

Fragen, die – zumindest im Ansatz – auch gleich im Rahmen eines Diskussionsforums geklärt werden konnten. In gleichermaßen entspannter wie kreativer Atmosphäre saßen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Verbands- und Stiftungswesen sowie vonseiten der Bezirke und der unterschiedlichen Bildungsträger zusammen. Diskutiert wurden ebenso die Veränderungen, die durch das Projekt „Lernen vor Ort“ erreicht werden sollten wie auch mögliche Stolpersteine und Lösungsmöglichkeiten für die zukünftige Arbeit des Projektes. „Die Vielfalt der ersten Ideen, Anregungen und Kritikpunkte zeigt, wie wichtig es war, endlich einen gemeinsamen Diskussions- und Entwicklungsprozess im Hamburger Bildungsbereich zu starten“, meint Eva Pertzborn.

Und mit Blick auf das ganz große Ziel von „Lernen vor Ort“, aus erfolgreichen Bildungsinseln eine noch erfolgreichere Bildungslandschaft zu machen, zieht die Projektleiterin gleich am Tag der Auftaktveranstaltung ein positives Resümee: „Am Anfang waren wir uns nicht sicher, wie ein Projekt, das in wirklich alle Bildungsbereiche hineinreicht, in der Stadt aufgenommen werden würde. Aber nach dem ersten Spatenstich heute bin ich überzeugt, dass wir ganz schnell von den ersten wirklichen Brückenschlägen berichten können.“