Behörde für Inneres und Sport

Polizei Hamburg Die Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei nimmt Sachverhalte ,,genau unter die Lupe".

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Sie werden von der Schutzpolizei telefonisch zu einem Einsatzort gerufen oder bekommen über eine Anzeige von einer Straftat Kenntnis. Die ersten Informationen sind häufig nur die „Eingangstür“ zu weiteren spannenden Ermittlungen: Was ist jetzt zu veranlassen? Ist es notwendig, den Einsatzort aufzusuchen? Müssen sofort weitere Spuren gesichert werden? Gibt es Zeugen? Wie geht es dem Opfer? Erfolgt die Vernehmung eines Tatverdächtigen?

Bei der Kriminalpolizei ermitteln Sie bei Straftaten. Sie suchen Tatorte auf. Sie vernehmen Zeugen, Opfer, Angehörige von Opfern und potenzielle Täter, Menschen unter Schock und unter Verdacht.
Die häufig aufwendige Kleinarbeit beginnt: Beweismittel sichten und bewerten; Ermittlungen durchführen; Berichte schreiben; mit anderen Behörden zusammenarbeiten. Diese Tätigkeit erfordert Einfühlungsvermögen, Umsicht, analytisches Denken und Ausdauer.

Erfahrungsberichte 

Aufgaben 

 

Sie werden zunächst im Bereich der allgemeinen Kriminalitätsbekämpfung (z. B. Jugendkriminalität, Raub) beim Landeskriminalamt in enger Zusammenarbeit mit den Polizeikommissariaten eingesetzt. Hier erlernen Sie die unterschiedlichen Ermittlungstätigkeiten bis zur Abgabe der Ermittlungsakte an die Staatsanwaltschaft.

Nachdem Sie genügend Erfahrungen in unterschiedlichen Kriminalitätsbereichen gesammelt haben, werden Sie beim Kriminaldauerdienst arbeiten. Dieser ist rund um die Uhr für kriminalpolizeiliche Sofortmaßnahmen (z.B. vermisste Personen,  Wohnungseinbruchsdiebstahl) zuständig. Anschließend sind Verwendungen an anderen Dienststellen der Kriminalpolizei sowie Spezialisierungen zu Fachdienststellen wie z. B. Dienststellen zur Bekämpfung von Sexualdelikten, Terrorismusbekämpfung, Internetkriminalität, Mord, Betrugs-, Umwelt-, Gewerbe- und Arbeitsdelikten,  Personenschutz etc., möglich.

Ein weiterer Tätigkeitsbereich der Kriminalpolizei ist die Kriminalprävention, die die Aufklärungsarbeit zur Verhinderung von Straftaten übernimmt.
Ganz gleich, für welche Richtung Sie sich entscheiden, Ihr Dienst wird immer abwechslungsreich und spannend bleiben:

  • Täter verfolgen: Ob Ladendieb oder Geiselnehmer, Strafverfolgung kann auf der Straße, am Tatort, aber auch am Schreibtisch, am Computer oder am Telefon stattfinden.
  • Zeugen befragen und vernehmen: Nicht alle Zeugen haben automatisch ein großes Interesse, bei der Polizei auszusagen (keine Zeit, Angst etc.). Für die Aufklärung von Straftaten bzw. die Belastung oder Entlastung von Beschuldigten sind Zeugenaussagen jedoch unverzichtbar. Polizeibeamte müssen sich auf die Befindlichkeiten dieser Menschen einstellen können, um schließlich die Wahrheit zu erfahren.
  • Beschuldigte vernehmen: Nur Gerichte entscheiden in einem Rechtsstaat, ob jemand schuldig oder unschuldig ist. Polizeibeamte müssen sich mit Beschuldigten auseinander setzen. Dabei ist persönliche Betroffenheit in Form von Wut, Trauer oder Abscheu nur menschlich. Jedoch hat jeder Beschuldigte Anspruch fair und neutral behandelt zu werden.
  • Opfer von Straftaten befragen und beraten: Polizeibeamte erleben, was es heißt, beraubt, zusammengeschlagen oder vergewaltigt worden zu sein. Menschliches Einfühlungsvermögen ist dabei gleichermaßen gefordert wie zielgerichtete Informationsgewinnung.
  • Weitere Maßnahmen umsetzen: Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse vollstrecken.
  • Berichte schreiben: Polizeibeamte müssen ihr Handeln in Berichten dokumentieren und deshalb in der Lage sein, sich schriftlich korrekt und treffsicher auszudrücken.
  • Ermittlungsakten führen: Insbesondere die Arbeit bei der Kriminalpolizei kommt nicht ohne Büroarbeit aus. Ermittlungsarbeit ist eben auch zum Teil Verwaltungsarbeit, die natürlich durch moderne Mittel der Bürokommunikation unterstützt wird, ergänzt durch besondere Datensysteme zur Personen- und Sachfahndung.

Voraussetzungen

  

Die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht unbedingt erforderlich, d.h. es können sich Menschen aller Nationalitäten bewerben. Die ursprüngliche Staatsangehörigkeit kann auch nach dem Berufsabschluss beibehalten werden.

Laufbahnabschnitt II (ehemals gehobener Dienst)

•  Schulbildung:

  • Abitur
  • Studierfähige Fachhochschulreife

•  Alter: 16-34 Jahre zur Einstellung
•  Größe: mindestens 160 cm

•  Weitere Anforderungen:

  • Vorhandene Tätowierungen und andere Körpermodifikationen müssen durch Kleidung verdeckt (langärmeliges Hemd; Rundhalsausschnitt beim T-Shirt) und nicht sichtbar sein.
  • Schwimmnachweis (Abzeichen „Freischwimmer“ oder Bronze)
  • Polizeidiensttauglichkeit
  • Erfolgreiche Teilnahme am Einstellungsverfahren
  • Verfassungstreue
  • Fahrerlaubnis der Klasse B muss spätestens bis zum Ende der Ausbildung vorliegen

Gesundheitliche Anforderungen:
An einen Polizeivollzugsbeamten werden besondere gesundheitliche Anforderungen gestellt.  Hierzu lesen Sie bitte das „Informationsblatt zur gesundheitlichen Eignung“.

Download: Information zur gesundheitlichen Eignung


Sonstiges:
Sollte gegen Sie ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren anhängig gewesen sein, kann dies zum vorzeitigen Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren führen. Noch nicht abgeschlossene Ermittlungsverfahren können je nach Sachverhalt die Teilnahme am aktuellen Einstellungsverfahren ausschließen oder beenden.

Selbst-Check/Fragebogen

 

Wichtig! Bitte überprüfen Sie mit unserem  Selbst-Check, ob Sie sich ausreichend mit dem Berufsbild eines Polizeivollzugsbeamten auseinandergesetzt haben und die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen.

Download: Fragebogen

Studium

 

Studium Laufbahnabschnitt II

Der Studiengang Kriminalpolizei ist ein dualer Studiengang, der in Vollzeit studiert wird. Der Studiengang dauert drei Jahre, und beinhaltet vier fachtheoretische Semester sowie zwei praktische Semester. Der Studiengang schließt mit dem Grad Bachelor of Arts ab.

Nähere Information zum Studiengang "Kriminalpolizei" entnehmen Sie bitte dem Internetangebot
http://akademie-der-polizei.hamburg.de/studium/

 

Perspektiven 

 

Verdienst 

 

Krankenversicherung 

 

 

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