Behörde für Inneres und Sport

Polizei Hamburg Die Schutzpolizei

Sie sind als Funkstreife fast immer als erstes am Einsatzort.

Die Schutzpolizei

Sie erhalten als Besatzung eines Funkstreifenwagens am Polizeikommissariat oder über Funk die Informationen für einen Einsatz:
„ Peter 23/1, Eppendorfer Weg 5,liegt verletzte Person auf der Fahrbahn!“
Sie fahren zum Einsatzort ohne genau zu wissen, was Sie dort erwartet:
Ist eine Person aufgrund einer Erkrankung hingefallen? Wurde ein Kind durch einen Verkehrsunfall verletzt?
Wartet das Opfer einer Straftat auf Sie? Ist der Täter noch am Einsatzort?
 
Sie müssen die Situation sofort erfassen, flexibel reagieren und im kleinen Team koordiniert handeln: Sie erlassen eine Fahndungsmeldung, sichern Beweise, befragen Zeugen und schreiben die Eingangsberichte und Anzeigen. Für die Arbeit bei der Schutzpolizei brauchen Sie daher Offenheit, Fingerspitzengefühl und Ausgeglichenheit.

Erfahrungsberichte 

Ihre Aufgaben 


Als Schutzpolizist arbeiten Sie zunächst bei der Bereitschaftspolizei oder an einer Polizeirevierwache und haben eine bedeutende Anzahl von Aufgaben; zu denen gehören unter anderem die

-  Gefahrenabwehr,
-  die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten,
-  die Verkehrsunfallaufnahme (oder Verkehrsunfallsachbearbeitung),
-  Hilfeleistung und Opferschutz.

Sobald Sie genügend Erfahrungen gesammelt haben, sind Spezialisierungen möglich: Zivilfahnder, Taucher, Funksprecher in der Einsatzzentrale, Verkehrsermittler, Diensthundeführer oder Lehrer in der
Jugendverkehrserziehung sind nur einige Beispiele für die Vielfalt des Berufes. Für welche Richtung Sie sich auch entscheiden, Ihr Dienst wird immer abwechslungsreich und spannend bleiben.
Dafür sorgen schon die unterschiedlichen Aufgabenbereiche:

  • Streitende trennen: Wo andere sich nicht einmischen, wird oft die Polizei gerufen. Nicht immer ist es einfach, als unbeteiligter Dritter einen Streit zu schlichten. Von beiden Seiten akzeptiert zu werden,sich einzumischen ohne Partei zu ergreifen, ist keine leichte, aber eine spannende, verantwortungsvolle Aufgabe.
  • Anordnungen treffen und durchsetzen: Unklare Rechtsverhältnisse und unvorhergesehene Situationen erfordern häufig vorläufige Regelungen. Bevor zuständige Behörden erreichbar sind, müssen Polizeibeamte dafür sorgen, dass Gefahren beseitigt werden.
  • Opfer von Straftaten befragen und beraten: Polizeibeamte erleben, was es heißt, beraubt, zusammengeschlagen oder vergewaltigt worden zu sein. Menschliches Einfühlungsvermögen ist dabei gleichermaßen gefordert wie zielgerichtete Informationsgewinnung.
  • Täter verfolgen: Ob Ladendieb oder Geiselnehmer, Strafverfolgung kann auf der Straße, am Tatort, aber auch am Schreibtisch, am Computer oder am Telefon stattfinden.
  • Zeugen befragen: Nicht alle Zeugen haben automatisch ein großes Interesse, bei der Polizei auszusagen (keine Zeit, Angst etc.). Für die Aufklärung von Straftaten bzw. die Belastung oder Entlastung von Beschuldigten sind Zeugenaussagen jedoch unverzichtbar. Polizeibeamte müssen sich auf die Befindlichkeiten dieser Menschen einstellen können, um schließlich die Wahrheit zu erfahren.
  • Beschuldigte vernehmen: Nur Gerichte entscheiden in einem Rechtsstaat, ob jemand schuldig oder unschuldig ist. Polizeibeamte müssen sich mit Beschuldigten auseinander setzen. Dabei ist persönliche Betroffenheit in Form von Wut, Trauer oder Abscheu nur menschlich. Jedoch hat jeder Beschuldigte Anspruch darauf, fair und neutral behandelt zu werden.
  • Berichte schreiben: Polizeibeamte müssen ihr Handeln in Berichten dokumentieren und deshalb in der Lage sein, sich schriftlich korrekt und treffsicher auszudrücken. 

 

Voraussetzungen

 

Die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht unbedingt erforderlich, d.h. es können sich Menschen aller Nationalitäten bewerben. Die ursprüngliche Staatsangehörigkeit kann auch nach der Ausbildung beibehalten werden.

Laufbahnabschnitt I (ehemals mittlerer Dienst) 

  •  Schulbildung:
  •  Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung
  •  Realschulabschluss
  •  Studierfähige Fachhochschulreife
  •  Abitur

Laufbahnabschnitt II (ehemals gehobener Dienst)

  • Schulbildung:
  • Abitur
  • Studierfähige Fachhochschulreife

Zusätzliche allgemeine Voraussetzungen für Laufbahnabschnitt I und II 

  • Alter: 16-34 Jahre zur Einstellung
  • Größe: mindestens 160 cm
  • Weitere Anforderungen:
  • Vorhandene Tätowierungen und andere Körpermodifikationen dürfen beim Tragen der  Uniform (langärmeliges Diensthemd; Rundhalsausschnitt beim T-Shirt) nicht sichtbar sein.
  • Schwimmnachweis (Abzeichen „Freischwimmer“ oder Bronze)
  • Polizeidiensttauglichkeit
  • Erfolgreiche Teilnahme am Einstellungsverfahren
  • Verfassungstreue
  • Fahrerlaubnis der Klasse B muss spätestens bis zum Ende der Ausbildung vorliegen

Gesundheitliche Anforderungen:
An einen Polizeivollzugsbeamten werden besondere gesundheitliche Anforderungen gestellt.
Hierzu lesen Sie bitte das „Informationsblatt zur gesundheitlichen Eignung“.
Download: Information zur gesundheitlichen Eignung
 
Sonstige Anforderungen:
Sollte gegen Sie ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren anhängig gewesen sein, kann dies zum vorzeitigen Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren führen. Noch nicht abgeschlossene Ermittlungsverfahren können je nach Sachverhalt die Teilnahme am aktuellen Einstellungsverfahren ausschließen oder beenden.

Selbst-Check/Fragebogen

 

Wichtig! Bitte überprüfen Sie mit unserem  Selbst-Check, ob Sie sich ausreichend mit dem Berufsbild eines Polizeivollzugsbeamten auseinandergesetzt haben und die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen.
Download: Fragebogen

Ausbildung/Studium

 

Laufbahnabschnitt I

Die Ausbildung umfasst sowohl die berufliche Bildung als auch die Entwicklung und Förderung der eigenen Persönlichkeit. Nach abgeschlossener Ausbildung soll der Beamte u.a.- die Wertentscheidungen des Grundgesetzes verinnerlicht haben

  • vorurteilsfrei und selbstständig entscheiden sowie
  • und angemessen ergreifen können.

Bildungsweg
Die Ausbildung dauert 2½ Jahre und wird an der Akademie der Polizei durchgeführt.

Im ersten Jahr erhalten Sie im Rahmen des beamtenrechtlichen Vorbereitungsdienstes eine in Fächern organisierte allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Grundausbildung, die mit einer Zwischenprüfung endet. Anschließend erfolgt ein Berufspraktikum von einem halben Jahr an einem Polizeikommissariat, ehe die Ausbildung an der Akademie der Polizei fortgesetzt wird. In der weiteren Ausbildung werden Themen zunehmend fächerübergreifend behandelt, mit praktischen Anteilen verknüpft und der erreichte Wissens- und Leistungsstand in Rollenspielen, Fallstudien, Übungen, Projekten und Gruppenarbeit vertieft. Je nach Ausbildungsstand werden die Auszubildenden zusätzlich an Polizeieinsätzen beteiligt.
Am Ende der 2½-jährigen Ausbildung ist als Abschluss die Laufbahnprüfung I abzulegen.

Inhalte der Ausbildung
Nähere Information zur Ausbildung "Polizei" entnehmen Sie bitte dem Internetangebot
http://akademie-der-polizei.hamburg.de/akademie-polizei-ausbildung/

Studium

Studium Laufbahnabschnitt II
Der Studiengang Schutzpolizei ist ein dualer Studiengang, der in Vollzeit studiert wird. Der Studiengang dauert drei Jahre, und beinhaltet vier fachtheoretische Semester sowie zwei praktische Semester. Der Studiengang schließt mit dem Grad Bachelor of Arts ab.

Nähere Information zum Studiengang "Polizei" entnehmen Sie bitte dem Internetangebot
http://akademie-der-polizei.hamburg.de/studium/
 

Perspektiven

 

Verdienst 

 

Krankenversicherung

 


 

 

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