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54: Für Tore kann man beten

Im vierten Stock des Millerntor-Stadions richtete die Hamburger Agentur Jung von Matt die Fußballloge ihrer Firma als spätbarocke Kapelle (mit Flachbildschirm) ein.

 

Wem ist das heilige Bündnis von Fußball und Kirche eher zuzutrauen? Katholischen Bayern oder Protestanten von der Elbe? Steckt nicht in der Schlagzeile „Sonntagsspiel beim FC Bayern München“ das Versprechen einer heiligen Messe? Jetzt hat die Kirchengeschichte des Sports ein neues Kapitel – in der Hansestadt, wo Gotteshäuser nicht „Herz Jesu“, sondern „Michel“ heißen.

Der FC St. Pauli, dessen Stadion immerhin schon am Heiligengeistfeld liegt, hat nun auch noch so etwas wie eine Kapelle in der Arena und kickt endlich mit Gottes Hilfe: Im vierten Stock der Südtribüne richtete die Hamburger Agentur Jung von Matt die Fußballloge ihrer Firma als spätbarocke Kapelle (mit Flachbildschirm) ein. Das ist nur folgerichtig, denn der unerschütterliche Glaube der Fans an den Aufstieg ihres Vereins in die Erste Liga trägt ja auch sehr religiöse Züge.

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