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Wir sind Hamburger

von Nadine Lischick

Menschen aus 187 Nationen machen Hamburg zur Weltstadt. Ein paar ihrer Geschichten haben wir für Sie gesammelt – in einer Ausgabe, die vom Suchen und vom Ankommen handelt.

 

 

Verteilung

(Florian Gmach)

Das Tor zur Welt: Den Titel hat sich die Stadt wirklich verdient. Dank ihres Hafens, des achtgrößten der Welt. 5.617 Seeleute ohne festen Wohnsitz waren letztes Jahr hier registriert. Doch nicht nur sie machen die Stadt international und multikulturell: Mit 14,1 Prozent ist Hamburg das deutsche Bundesland mit dem höchsten Ausländeranteil.

Insgesamt 187 verschiedene Nationen sind in Hamburg vertreten. Dabei hat fast ein Viertel der Ausländer die türkische Staatsbürgerschaft. Nach Verträgen zur Anwerbung von Gastarbeitern aus Italien, Spanien und Griechenland schloss die Bundesrepublik 1961 nämlich ein entsprechendes Abkommen mit der Türkei. Viele der Gastarbeiter blieben in Hamburg, der Stadt, in der sie Arbeit und ein Zuhause gefunden hatten – mittlerweile lebt hier die dritte Generation Türken. Große Bevölkerungsgruppen bilden aber auch die Polen sowie Zuwanderer aus dem ehemaligen Serbien und Montenegro. Dass Deutschlands größte Afghanen-Gemeinde in Hamburg zu Hause ist, liegt vor allem am Teppichhandel; und weil der in der Speicherstadt Tradition hat, befindet sich das Afghanische Museum natürlich auch genau dort. Nur in Portugal und Paris leben mehr Portugiesen als in Hamburg. Sie haben die Stadt mit ihren Cafés und Fischrestaurants vom Hafen aus erobert – deshalb trinkt man in Hamburg heute Galão und nicht Latte macchiato.

 

Japan: Von Mangas und Menschen

Manga / Illustration: Dirk Schmidt / Illustration: Dirk Schmidt
Elf mal können Sie Japan in Hamburg entdecken »
Doch auch für andere Nationalitäten wird Hamburg immer spannender: Japan gehört zu den Ländern, aus denen vergangenes Jahr vermehrt Menschen in die Hansestadt kamen, sodass heute exakt drei Japaner mehr in Hamburg leben als Dänen, die es ja nicht ganz so weit haben. Für viele der mittlerweile hundert japanischen Firmen ist Hamburg der wichtigste Standort in Europa: Firmen wie Olympus und Casio haben ihre Europazentralen hierher verlegt.Weil der Hamburger Hafen die perfekte Drehscheibe auch in den asiatischen Raum darstellt, siedelten sich bereits Anfang der Achtzigerjahre die ersten chinesischen Firmen in Hamburg an. Mittlerweile sind es vierhundert, und viele von ihnen wollen weiter am Standort Hamburg investieren. Wichtig für die guten Handelsbeziehungen: In Hamburg gibt es mehr als hundert Konsulate – nur in New York und Hongkong sind mehr zu Hause.

Klicken Sie weiter und lesen sie die Hamburger Zahlen zur kulturellen Vielfalt... 

 
 
 
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