Spiel ohne Grenzen
von York Pijahn
Hamburg, ein Klassenzimmer im Frühjahr 2007: Beats wummern aus einem CD-Player, die Kinder, die hier sonst Erdkunde und Französisch lernen, rappen: „Wir ham Hoffnung hier, wir ham Träume hier. Wir ham alles von Bockwurst bis Döner hier.“ Stunden haben die Schüler über Textblättern und Reimbüchern gesessen, haben Reimspiele und Brainstorm-Übungen gemacht – und dann war auf einmal eine Textzeile da und noch eine und noch eine. „Das war der Moment, als wir wussten, dass unser Projekt funktioniert“, sagt Julia von Dohnanyi.
Deutschen Einheit in der Hamburger Speicherstadt mehr von den Schülern zu hören sein. Deutschland wird am 3. Oktober nach Hamburg schauen. Das „Crossover“- Trio plant, zu diesem Anlass einen bundesweiten Rap-Wettbewerb auszuschreiben. Vielleicht wird dann eine der Textpassagen zu hören sein, die in Hamburgs Klassenzimmern entstanden sind: „An der Elbe ist ein Hafen und den hörn wir auch beim Schlafen. HSV ist der Verein und die Spieler sind astrein. Müssten wir aus Hamburg weg, dann müssten wir durchgehend weinen.“
(Hamburg: Das Magazin)
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