Ernst Barlach Haus Antonio Calderara - Lichträume

Die Werke des italienischen Malers Antonio Calderara zählen zu den Höhepunkten subtiler Malkunst des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt rund 60 Arbeiten, die zwischen 1927 und 1977 entstanden sind und den Weg des Künstlers zu einer graduellen Abstraktion veranschaulichen. 

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Antonio Calderara

Ernst Barlach Haus

Adresse
Baron-Voght-Straße 50a, 22609 Hamburg
Telefon
040 82 60 85
E-Mail
info@barlach-haus.de
Termin/e
11. Februar bis 3. Juni 2018
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
an Feiertagen auch Montag
Eintritt
Erwachsene: 7 Euro | ermäßigt: 5 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei | Weitere Ermäßigungen auf der Homepage des Ernst Barlach Haus

Licht und Raum 

Licht ("luce") und Raum ("spazio") sind die Schlüsselbegriffe im Werk Antonio Caldereras. Charakteristisch für sein Späterwerk sind Farbfelder in strahlenden Orange-, Rot- und Blautönen und in pastelligen Blau-, Grün-, Rosa- und Gelbtönen. Durchzogen werden diese Farbfelder lediglich von Horizontalen und Vertikalen, die den Raum gliedern. Was die Gemälde zeigen, wirkt dabei aber nicht wie eine Ansammlung geometrischer Formen, vielmehr meint der Betrachter bei vielen Gemälden noch mediterrane Landschaften zu erkennen. Diese Werke bilden den Höhepunkt einer künstlerischen Entwicklung vom Gegenständlichen zur Abstraktion. Eine Entwicklung, die sich über mehrere Jahrzehnte langsam vollzieht. 

Der Weg zur Abstraktion

Calderara, 1903 in Abbiategrasso bei Mailand geboren, bricht 1924/25 sein Ingenieurstudium ab und widmet sich fortan als Autodidakt der Malerei. Inspiriert von der norditalienischen Landschaft rund um den Orta-See malt Calderara bis Ende der 1950er Jahre ausschließlich figurative Bilder: Landschaften, Stillleben und Porträts. Im Frühwerk klingen neoimpressionistische Einflüsse in der Nachfolge Georges Seurats nach. Erst Ende der 1950er Jahre wandelt sich sein Stil und Calderara beginnt, die Farbvielfalt und die Gegenständlichkeit zu reduzieren. In seinen monochromen Bildern spielt er dabei mit subtilen Farbnuancen und löst das Objekt immer stärker auf. In der formalen Reduktion offenbart sich seine Vorliebe für die Kunst Giorgio Morandis und Piet Mondrians, mit denen sich der Künstler auseinandersetzte. 

Im Zentrum der Ausstellung stehen Werke der 1940er bis 1960er Jahre. Besucher können anhand der Auswahl den Weg von der Gegenständlichkeit zur Abstraktion nachvollziehen. 

Führungen

Kostenlose öffentliche Führungen finden sonntags um 11 Uhr statt. 
Anmeldungen zu privaten Führungen (auf Wunsch auch in Deutscher Gebärdensprache) unter 040 82 60 85 und info@barlach-haus.de

Kuratorenführungen
Dienstag, 20. Februar 2018, 18 Uhr: "Ich möchte das Nichts malen, das das Ganze ist." Calderaras absolute Malerei
Dienstag, 10. April 2018, 18 Uhr: Vom Seestück zum Seestück. Calderaras Weg in die Abstraktion
Die Kuratorenführungen finden im Anschluss an die regulären Öffnungszeiten statt. Die Führungen sind im Eintrittspreis inbegriffen. 

Weitere Informationen zur Ausstellung: Antonio Calderara - Lichträume. Malerei aus fünfzig Jahren​​​​​​​

Antonio Calderara - Lichträume
Die Werke des italienischen Malers Antonio Calderara zählen zu den Höhepunkten subtiler Malkunst des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt rund 60 Arbeiten, die zwischen 1927 und 1977 entstanden sind und den Weg des Künstlers zu einer graduellen Abstraktion veranschaulichen. 
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