Museum für Hamburgische Geschichte Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

Als zentraler Bestandteil des Themenjahres „Hamburg 1918-1919 – Aufbruch in die Demokratie“ zeigt die Sonderausstellung in vier Kapiteln, wie sich die Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts auf die Hansestadt auswirkten. Von Akteuren, Machtstrukturen und Demokratisierungsprozessen über Mangelwirtschaft bis hin zu Veränderungen der Familienstruktur.

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Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

Museum für Hamburgische Geschichte

Adresse
Holstenwall 24, 20355 Hamburg
Telefon
+49 40 428132100
E-Mail
info@hamburgmuseum.de
Termin/e
25. April 2018 bis 25. Februar 2019
Öffnungszeiten
Montag: 10 bis 17 Uhr
Dienstag: geschlossen
Mittwoch bis Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Eintritt
Einzelbesucher: 9,50 Euro |
Gruppenbesucher ab 10 Personen: 7 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei
Weitere Ermäßigungen finden Sie auf der Homepage des Altonaer Museums
Weitere Infos
Museum für Hamburgische Geschichte

Aufbruch in die Demokratie

Die historischen Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts brachten nicht nur auf nationaler Ebene einige einschneidende Veränderungen in der deutschen Politik mit sich. Während mit der Oktoberreform erstmals eine parlamentarische Regierung in Deutschland gebildet wurde und im August 1919 die Weimarer Verfassung in Kraft trat, markiert die Revolution auch für Hamburg eines der wichtigsten Ereignisse seiner Geschichte. Welche Bedeutung diese komplexe Zeit insbesondere für die Entwicklung der Hansestadt hatte, zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte in seiner umfangreichen Sonderausstellung. Im Rahmen des Themenjahres "Hamburg 1918.19 - Aufbruch in die Demokratie" bildet die Ausstellung einen zentralen Bestandteil in der Darstellung dieser besonderen Umbruchszeit in der zweitgrößten Stadt Deutschlands.

Rekonstruktion einer Straße

Um die Besucher in die Lage der Stadt während der letzten Wochen des Ersten Weltkrieges einzustimmen, wurde im Eingangsbereich der Ausstellung ein Straßenausschnitt der damaligen Zeit rekonstruiert, der einen Einblick in die Zustände Hamburgs gibt. Fotografien, Flugblätter, Plakate, Dokumente, Zeitungen, aber auch Uniformen, Waffen und andere Gegenstände aus dem betreffenden Zeitraum zeigen eindrucksvoll, welchen Einfluss die gesellschaftlichen Veränderungen auf das alltägliche Leben in Hamburg hatten. 

Vier Kapitel

"Bruch", "Hunger", "Leben" und "Ordnung" - diese vier Themenbereiche werden im Hauptausstellungsraum veranschaulicht. Ersteres widmet sich insbesondere den Akteuren, den Machtstrukturen und der Topografie des Geschehens, aber auch die revolutionären Umstrukturierungen im Hamburger Umland und die wichtigsten Kommunikationsmittel der Zeit werden in diesem Kapitel behandelt. 

Wie die wirtschaftliche Situation in Hamburg aussah, welche Folgen die Elbblockade und die Mangelwirtschaft hatten und wie sich die Arbeit des Kriegsversorgungsamtes gestaltete, wird im zweiten Teil "Hunger" dargestellt. 

Der Kontrast zwischen den politischen Veränderungen und den Kontinuitäten etwa im kulturellen Bereich wird im Themenschwerpunkt "Leben" deutlich. Dieser nimmt Besucher mit in den damaligen Alltag der Familien: Wie wirkte sich der Krieg auf die familiäre Struktur und das Gesundheitswesen aus? Die Ausstellung setzt sich an diesem Punkt auch mit den Bildungsreformen auseinander, die in dieser Zeit beschlossen wurden. 

Im letzten Abschnitt "Ordnung" werden die Demokratisierungsprozesse, insbesondere das Frauenwahlrecht, die damaligen Parteien und deren Standpunkte in den Wahlen zur Nationalversammlung im Januar 1919 und zur Hamburgischen Bürgerschaft im März 1919 thematisiert. Dabei wird aber auch auf die anhaltende Gewalt, wie sie sich etwa in den Osterunruhen und den sogenannten "Sülzeunruhen" im Juni 1919 zeigten, aufmerksam gemacht.

Gesichter der Revolution

So wie Cafés zu Beginn des 20. Jahrhunderts als wichtige Orte des Austausches und der Kommunikation galten, soll ein Café in der Ausstellung ebenfalls Raum zur Diskussion bieten. Menschen aus allen Schichten werden den Besuchern hier anhand von Biografien und Selbstzeugnissen vorgestellt und geben der Revolutionszeit ein konkretes Gesicht. 

Mehr Informationen zur Ausstellung: Revolution! Revolution?

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919
Als zentraler Bestandteil des Themenjahres „Hamburg 1918-1919 – Aufbruch in die Demokratie“ zeigt die Sonderausstellung in vier Kapiteln, wie sich die Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts auf die Hansestadt auswirkten. Von Akteuren, Machtstrukturen und Demokratisierungsprozessen über Mangelwirtschaft bis hin zu Veränderungen der Familienstruktur.
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