Harry Callahan Retrospektive
Einblick in sechzig Jahre des Fotografen
Vom 22. März bis zum 9. Juni 2013 kann man in den Hamburger Deichtorhallen über 280 Arbeiten des einflussreichen Fotografen Harry Callahan betrachten.
- Adresse
- Deichtorstraße 1, 20095 Hamburg
- Ausstellungsdauer:
- 22. März bis 9. Juni 2013
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr - Eintritt:
- 9 Euro / 6 Euro ermäßigt
Kinder und Jugedliche bis 18 Jahre frei - Öffentliche Führungen:
- Jeden Samstag und Sonntag um 15 Uhr
Die Ausstellung im Haus der Photographie
Im Jahre 2012 jährte sich der Geburtstag des Fotografen Harry Callahan zum hundertsten Mal: ein Anlass für die Hamburger Deichtorhallen, seinem umfangreichen Werk nun eine umfassende Ausstellung zu widmen. Der bislang in Europa als Rarität gehandelte Künstler soll nun im Mittelpunkt stehen.
Die Ausstellung umfasst knapp sechzig Jahre seines fotografischen Schaffens und präsentiert unter anderem die in Schwarz-Weiß produzierten Silbergelatineabzüge sowie auch die farbigen „Dye-Transfer“-Werke. Mehr als 280 Fotografien können die Besucher im Haus der Photographie betrachten.
Das Werk von Callahan
Callahans drei Hauptthemen – Natur, Stadt und seine Frau Eleanor – ziehen sich durch sein gesamtes kreatives Werk seit 1938. In Städten wie Detroit, Chicago, Providence, Atlanta oder New York fand er Motive in Gebäuden, Schaufenstern oder Passanten und verwandelte sie mit seiner Fotografie in innovative Kunst. Denn genau das stand für ihn von Anfang an an erster Stelle: die Kunst in der Fotografie.
Neben seiner Frau Eleanor und Tochter Barbara gab es später für Callahan andere Themen, die er in seiner Kunst vorrangig behandelte. Auf seinen Reisen nach Irland, Frankreich, Italien oder Marokko entstanden so vielseitige Aufnahmen fremder Kulturen.
Einfluss auf die Fotografiegeschichte
Harry Callahan gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Akteure der amerikanischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. Indem er die Strömung des Realismus in der Fotografie bewusst nicht für sich beanspruchte, ergaben sich neue Wege, auf denen der Künstler seine Kreativität besonders einflussreich auslebte. Die „New Vision“, etabliert von László Moholy-Nagy und die „Straight Photography“ von Ansel Adams, entwickelte Callahan auf seine Weise weiter. Gleichzeitig war der soziale und kulturelle Wandel der USA in seinen Arbeiten stets abstrakt erkennbar.
Die Anzahl der Ausstellungen sprechen für sich: Das New Yorker Museum of Modern Art widmete dem Fotografen zwischen 1946 und 1997 insgesamt 38 Ausstellungen. Auch auf der Biennale in Venedig war Harry Callahan 1978 als erster Fotograf neben dem Maler Richard Diebenkorn Repräsentant der USA.
Die von Sabine Schnakenberg konzipierte Ausstellung basiert auf Leihgaben des Estate of Harry Callahan sowie der fotografischen Sammlung F.C. Gundlachs. Mehr Informationen gibt es auf: www.deichtorhallen.de.









