Typisch Japan - Reisefotografie des 19. Jahrhunderts
Kirschblüten, Geishas und Tempelstätten
Vom 24. April bis zum 4. August 2013 zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „Typisch Japan“ – eine Sammlung von inszenierten Fotografien des Fotostudios Yokohama im späten 19. Jahrhundert.
- Adresse
- Steintorplatz 1, Museum für Kunst und Gewerbe, 20099 Hamburg
- Telefon
- 040 428134-880
- service@mkg-hamburg.de
- Homepage
- Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
- Ausstellung
- 24. April bis 4. August 2013
- Führungen
- Donnerstag, 25. April um 15 Uhr
Sonntag, 5. Mai um 15 Uhr
Sonntag, 26. Mai um 12 Uhr
Mittwoch, 5., 19., 26. Juni um 12.30 Uhr
Inszenierte Typenportraits und Souvenirs
Geishas in Kimonos und wuchtige Ringer – Die Sammlung von handkolorierten Fotografien, Lack-Alben und Fotopostkarten der 1880er Jahre zeigt genau die exotischen Klischees, die das noch fremde Japan des 19. Jahrhunderts so faszinierend erscheinen ließen. Das Museum für Kunst und Gewerbe zeigt rund 100 Werke von verschiedenen japanischen Künstlern, wie auch eine Auswahl an Exportartikeln, die für den europäischen Markt produziert und in Japan sowie auf den Weltausstellungen in Europa verkauft wurden.
Das weitgehend unbekannte Land wurde im späten 19. Jahrhundert durch gestellte Typenportaits von Tänzerinnen, Bauern, Samurai und Straßenverkäufern für Reisende in Szene gesetzt. Auch idyllische, nachkolorierte Landschafts- und Architekturaufnahmen bestimmten die inszenierte Fotografie der Zeit. Die stereotypen Bilder, die zu der Zeit bewusst angefertigt wurden, prägen nach wie vor das europäische Bild von Japan.
Fernweh nach „japanischer Exotik“
Diese „Traumbilder japanischer Exotik“ wurden den Japanreisenden als Souvenir und Andenken verkauft. Erste Globetrotter kauften die Aufnahmen in Yokohama, welche in der Heimat das Fernweh nach dem fremden, mysteriösen Land der aufgehenden Sonne weckten. Die betont realitätsfernen Bilder faszinieren bis heute durch ihre auffällige Künstlichkeit sowie die Kolorierung in vorwiegend zarten Pastelltönen, die vom japanischen Farbholzschnitt inspiriert sind.
Als Begleitprogramm zu der Ausstellung präsentiert das Museum für Kunst und Gewerbe eine Reihe von Veranstaltungen. So können Besucher an Teezeremonien und Expertenführungen teilnehmen:
Teezeremonie am Tag der Eröffnung
23. April 2013, 19 Uhr
Teemeisterin Mineko Sasaki führt im Teehaus des MKG um 17 und 18 Uhr eine japanische Teezeremonie durch. Die Teilnahme ist kostenlos.
Expertenführungen
Donnerstag, 25. April, 19 Uhr
Yokohama – Tokyo – Kyoto in 14 Tagen
Dr. des. Esther Ruelfs, Kuratorin der Ausstellung
Sonntag, 12. Mai, 15 Uhr
Der Lonely Planet-Reiseführer des Japanreisenden
Dr. Carmen Pérez González, Forscherin zur iranischen Fotografie des 19. Jahrhunderts
Donnerstag, 16. Mai, 16 Uhr
Die alte Tradition des japanischen Holzschnitts und die neue Fotografie
Dr. Nora von Achenbach, Leiterin der Sammlung Ostasien und Islam
Donnerstag, 20. Juni, 19 Uhr
Der europäische Blick: Das Fremde sehen
Prof. Dr. Bettina Lockemann, Fotografin und Wissenschaftlerin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Sonntag, 14. Juli, 15 Uhr
Japan-Impressionen: Europäische Reiseberichte und Reisefotografien
Dr. Eike Großmann, Juniorprofessorin an der Japanologie der Universität Hamburg
Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es unter: Museum für Kunst und Gewerbe








