Paul Klee
Engel
Paul Klees Engel gehören zu den beliebtesten Werken des Künstlers. Sie sprechen nicht nur Kunstliebhaber an, sondern haben auch als poetische Lebenshelfer eine hohe Popularität gewonnen.
- Adresse
- Glockengießerwall 1, 20095 Hamburg
- Telefon
- 040 428131200
- info@hamburger-kunsthalle.de
- Homepage
- Hamburger Kunsthalle
- Ausstellungsdauer:
- Fr, 26.04.2013 bis So, 07.07.2013
- Öffnungszeiten:
- Di bis So 10-18 Uhr
Do 10-21 Uhr, vor Feiertagen 10-18 Uhr
Vielseitig
Als geflügelte Mischwesen – halb Mensch, halb Himmelsbote – bilden die Engel von Paul Klee eine Übergangsform zwischen irdischer und überirdischer Existenz, die dem aktuellen Bedürfnis nach Spiritualität entgegen kommt. Zugleich spiegeln Klees Engel die moderne Skepsis gegenüber Religion und Glaubensfragen. Sie sind keine perfekten Wesen, sondern können vergesslich, hässlich oder sorgenvoll sein.
Die meisten der rund 80 Engeldarstellungen schuf Klees zwischen 1938 und 1940, in seinen letzten Lebensjahren, und sie sind Ausdruck seiner damaligen Situation mit schwerer Krankheit und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. Klees Engel sind mehrdeutig, sie zeigen Bedrohung, Angst und Zweifel, intellektuelle Distanz, Witz und Heiterkeit.
Nicht selten geraten sie in die Nähe des Teufels: Luzifer, Mephisto oder „Chindlifrässer“ sind diabolische Figuren, die Klee aber unmittelbar bei seinen Engeln ansiedelt. Die Einheit von Engeln und Teufeln entspricht seiner Philosophie eines Ausgleichs der Kräfte, die den Gegensatz von Gut und Böse nicht kennt, sondern die Relativität moralischer Wertvorstellungen vertritt.
Paul Klee
Geboren am 18. Dezember 1879 als Ernst Paul Klee, vereinigte er Expressionismus, Konstruktivismus, Kubismus, Primitivismus und Surrealismus zu einem einzigartigen Stil.
Sein Buch "Schriften zur Form und Gestaltungslehre" gilt als ein Meilenstein der Modernen Malerei.
Die Ausstellung versammelt erstmals annähernd alle Engelbilder Paul Klees. Sie umfasst rund 80 Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen und Gemälde und zeigt bedeutende Leihgaben aus dem Zentrum Paul Klee, Bern, sowie aus Museen und Privatsammlungen in der Schweiz und Deutschland.









