Deichtorhallen Elbphilharmonie Revisited

Anlässlich der Eröffnung der Elbphilharmonie haben sich international renommierte Künstler, die eine enge Beziehung zur Architektur verbindet, von dem neuen Konzerthaus künstlerisch inspirieren lassen. Eine Ausstellung präsentiert ihre Fotografien, Installationen, Skulpturen und filmischen Arbeiten. 

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Elbphilharmonie Revisited

Deichtorhallen

Adresse
Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg
Telefon
040 32103-0
E-Mail
mail@deichtorhallen.de
Termin/e
10. Februar bis 1. Mai 2017
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat: 11 bis 21 Uhr
Eintritt
10 Euro, erm. 6 Euro
freier Eintritt bis 17 Jahre, diverse Gruppenpreise und Rabatte

Elbphilharmonie Revisited

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der HamburgMusik gGmbh und steht in der Tradition künstlerischer Reflexion und Adaption von Architektur. Künstler haben schon immer auf architektonische Zusammenhänge reagiert und sind häufig genug selbst Grenzgänger zwischen bildnerischer Kunst, Architektur und Design. Für die Ausstellung wurden zwölf international renommierte Künstler ausgewählt, die alle eine enge Beziehung zur Architektur pflegen. Sie haben sich von der mehrmonatigen Testphase des Gebäudes vor der Eröffnung künstlerisch inspirieren lassen.

Die ausgestellten Arbeiten setzen sich einerseits mit Architektur im Allgemeinen auseinander, andererseits speziell mit dem Elbphilharmonie-Gebäude des Architekturbüros Herzog & de Meuron. Herausgekommen sind Arbeiten aus unterschiedlichen Genres - Fotografien, Installationen, Skulpturen und Film, die alle völlig unabhängig voneinander entstanden. 

Eine Ausstellung mit Beiträgen von
Baltic Raw Org feat. Jacques Palminger, Monica Bonvicini, Peter Buggenhout, Jean-Marc Bustamante, Janet Cardiff und George Bures Miller, Tacita Dean, Liam Gillick, Herzog & de Meuron, Candida Höfer, Sarah Morris, Tomás Saraceno u.a.

Ausstellungs- und Plazabesuch im Doppelpack

Während der Ausstellungsdauer profitieren Besucher der Elbphilharmonie-Plaza und Gäste der Deichtorhallen-Ausstellung »Elbphilharmonie Revisited« von einer attraktiven Kooperation der beiden Häuser: Gegen Vorlage eines Plaza-Tickets sparen Besucher der Ausstellung 20 Prozent des Eintrittspreises.  Umgekehrt erhalten Ausstellungsgäste an einem beliebigen Tag während der Laufzeit garantierten Zugang zur Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, für die wegen der großen Nachfrage an Wochenenden und Feiertagen nicht immer ein Spontanbesuch möglich ist.  

Teilnehmende Künstler

Peter Buggenhout:  Das raumgreifende, eigens für »Elbphilharmonie Revisited« konzipierte
Werk, nimmt den Bruch der Logik und Rationalität der Konstruktion eines architektonischen Gebäudes als Ausgangspunkt. Die Skulptur überragt mit rund 15 Metern Höhe die Ausstellungsarchitektur der Deichtorhallen und stellt eine dekonstruierte Interpretation der Architektur der Elbphilharmonie dar.

Candida Höfer: Für die Ausstellung »Elbphilharmonie Revisited« in den Deichtorhallen
erstellte Candida Höfer über zwanzig neue, in ihrer ausdrucksstarken stilistischen Bildsprache gehaltene, Fotografien der Architektur der Elbphilharmonie. Zudem dokumentierte sie fotografisch die sich im Kabinett von Herzog & de Meuron in Basel befindenden Modelle der Architekten – ergänzt werden diese Aufnahmen durch Hamburger Stadtimpressionen, welche Candida Höfer in zwei Projektion verarbeitet und darbietet.

Monica Bonvicini: Für die Deichtorhallen-Ausstellung geht sie auf für die Elbphilharmonie charakteristischen Materialien ein. Zum Zwecke der Recherche bereiste sie die Fabrikationsstätten, aus denen die wesentlichen Baumaterialien für das Gebäude geliefert wurden und setzt diese in ihrer installativen Arbeit ein.

Sarah Morris: Sarah Morris Konzept stellt in den Deichtorhallen einen rund 20-minütigen Kurzfilm vor, der im Oktober 2016 in der Elbphilharmonie gedreht wurde. Begleitend liest Alexander Kluge den philosophischen Text »Finite and Infinite Games« von James Carse vor und kommentiert ihn im Anschluss im Gespräch mit der Künstlerin. Das Werk konfrontiert zwei grundlegende Möglichkeiten der Strukturierung von Aktivität, Bewegung, Denken und Strategie.

Janet Cardiff und George Bures Miller: Für die Ausstellung in den Deichtorhallen entwickeln die Künstler eine multimediale und mittels Licht, Klang und kleinen Motoren belebte Skulptur. Aktuell richtet das Paar auch eine interaktive und intermediale Installation im Künstlerraum der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ein, zuvor bestritten sie Ausstellungen zu der Istanbul Biennale oder auch in der Tate Modern, London. Ihre heutigen Lebensmittelpunkte hat das Paar nach Berlin und Grindod, Kanada verlegt.

Tomás Saraceno: Die begehbare Installation »Tuning Gravitys Strings« (2015-16) konnte von den Besuchern über die Netzstrukturen der gespannten und verknüpften Seile erklommen werden. Sein nachhaltiges Interesse gilt auch weiterhin den hochkomplexen Netzstrukturen von Spinnen. Diese und die Fähigkeit der Spinnen auf Sounds und kleinste Vibrationen zu reagieren, spielen auch in seinem Projekt für die Ausstellung »Elbphilharmonie Revisited« eine wichtige Rolle. 

Weitere Informationen zur Ausstellung: Elbphilharmonie Revisited