Hamburger Kunsthalle Die Poesie der venezianischen Malerei

Venedig war im 16. Jahrhundert das Zentrum großer künstlerischer Innovationen. Neuartige Farbpigmente ermöglichten Malern wie Tizian einen neuen Umgang mit Farbe. Der große Rivale Tizians, Paris Bordone, zählt in dieser Zeit zu den wichtigsten Vertretern der venezianischen Malerei. Präsentiert wird eine umfangreiche Werkschau Bordones im Kontext seiner Zeitgenossen.

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Hamburger Kunsthalle Bordone

Hamburger Kunsthalle

Adresse
Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg
Telefon
040 428 131 200
E-Mail
info@hamburger-kunsthalle.de
Termin/e
24. Februar bis 21. Mai 2017
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr
Montag: geschlossen
vor Feiertagen: 10 bis 18 Uhr
Eintritt
Wochenende und feiertags: 14 Euro
wochentags: 12 Euro
Donnerstag 18 bis 21 Uhr: 8 Euro
zahlreiche Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Gruppen usw.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre: frei

Neuartige Farben führen zu Innovationen in der Malerei

Im 16. Jahrhundert war Venedig das Zentrum großer künstlerischer Innovationen. Neuartige Farbpigmente ermöglichten es den Malern um Tizian neue Bildwelten zu erschaffen und sich ihren Motiven auf bis dahin ungekannte poetische und sinnliche Weise zu nähren. Es entstanden zahlreiche Bilder voller Poesie, Sinnlichkeit, Farbe und Licht - allegorische Darstellungen, mythologische Szenen, erotisch aufgeladene weibliche Bildnisse und Männerporträts. Der virtuose Umgang der alten Meister mit dem neuen Farbmaterial zieht den Betrachter bis heute in seinen Bann. 

Paris Bordone - Schüler und Rivale des großen Tizian

Paris Bordone (* um 1500 in Treviso; † 19. Januar 1570 oder 1571 in Venedig) gehört zu den bedeutendsten Vertretern der venezianischen Schule. Bordone war ein Schüler Tizians und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem großen Rivalen. Dennoch wurde sein meisterliches Können bisher nicht angemessen gewürdigt. Bordone wurde 1538 von Franz I. nach Frankreich berufen, wo er den König und den Adel porträtierte. Am Hofe von Franz I. gelangte er binnen kurzer Zeit zu Ruhm und Ehre, bevor er 1540 nach Venedig zurückkehrte. 

Bordones zahlreichen Porträts bezaubern durch einen reichen Kolorit, besonders die weiblichen stechen hervor. Der Künstler schuf aber auch zahlreiche bedeutende Allegorien und mythologische Gemälde.

Bordones Werk im Kontext seiner Zeitgenossen

In der groß angelegten Schau können die Besucher Bordones umfangreiches Werk im Kontext seiner Zeitgenossen bewundern. Mit rund 100 bedeutenden Gemälden und Graphiken von Paris Bordone, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto und Tizian bietet die Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Blütezeit der venezianischen Malerei.

In der Ausstellung versammelt sind Leihgaben aus den großen Museen der Welt, unter anderem: Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Alte Pinakothek, München; Städel Museum, Frankfurt a. M.; Kunsthistorisches Museum Wien; Rijksmuseum Amsterdam; National Gallery London; Scottish National Gallery, Edinburgh; Musée du Louvre, Paris; Staatliche Eremitage, St. Petersburg; Pushkin Museum, Moskau; Pinacoteca di Brera, Mailand; Galleria degli Uffizi, Florenz. .      

Weitere Informationen zur Ausstellung: Die Poesie der venezianischen Malerei in der Hamburger Kunsthalle