Hamburger Kunsthalle Claude Lorrain und Horst Janssen

Claude Lorrain war einer der bedeutendsten Landschaftsmaler des 16. Jahrhunderts, der als Pionier des Zeichnens in der freien Landschaft und dank seiner malerischen Techniken Vorbild für viele Künstler bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war. Die Ausstellung zeigt 90 Feder- und Pinselzeichnungen Lorrains. Parallel dazu sind in der Kunsthalle Landschaftsbilder von Horst Janssen zu sehen, die er inspiriert durch das Werk Lorrains schuf. 

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Lorrain und Janssen in der Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle

Adresse
Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg
Telefon
040 428 131 200
E-Mail
info@hamburger-kunsthalle.de
Termin/e
13. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr
Montag: geschlossen
vor Feiertagen: 10 bis 18 Uhr
Eintritt
Wochenende und feiertags: 14 Euro
wochentags: 12 Euro
Donnerstag 18 bis 21 Uhr: 8 Euro
zahlreiche Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Gruppen usw.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre: frei

Das Licht der Campagna

Mit der Ausstellung "Das Licht der Campagna" widmet sich die Kunsthalle erstmalig in umfassender Form dem zeichnerischen Oeuvre des Landschaftsmalers Claude Lorrain (1604(05-1682). In Frankreich geboren, verbrachte der Künstler fast sein ganzes Leben in Rom und schuf in der freien Natur in der Campagna und rund um Tivoli unzählige Landschaftsstudien. Noch heute sind ca. 1200 Blätter nachweisbar. Sein Werk sollte noch lange Einfluss auf die europäische Landschaftsmalerei haben. Zwar entwarf er ein ideales Bild der italienischen Landschaft und des südlichen Lichts und nutzte mythologische und historische Figuren der römischen Antike als Staffage, doch gerade das atmosphärische Licht und die spontan wirkende frische Zeichnung ist für viele Künstler wie Claude-Josep Vernet, William Turner und Künstler des 19. Jahrhunderts wegweisend und eine starkes Vorbild. Der Künstler war mit seiner Art und Weise Lichtphänomene in Feder- und Pinselzeichnungen festzuhalten seiner Zeit weit voraus. 

Erinnerungsblätter von Lorrain

Neben den Entwurfsstudien zeigt die Ausstellung auch sogenannte Erinnerungsblätter aus der Sammlung Liber Veritatis.
Hierbei handelt es sich um Nachzeichnungen Lorrains von seinen eigenen gemalten Ideallandschaften. Besucher können nebeneinander das Gemälde Dido und Aeneas in Karthago von 1675/76 und die Nachzeichnung (Bild 4 der Bildergalerie oben) von Lorrain betrachten und vergleichen. 

Horst Janssen vs. Claude Lorrain

Auch der Hamburger Künstler Horst Janssen (1929-1995) war tief beeindruckt vom Werk des französischen Barockkünstlers. Im Jahre 1971 wurde er auf das sogenannte Album Wildenstein in der Norton Simon Collection in Pasadena (Kalifornien) aufmerksam. Der Kunsthistoriker Marcel Roethlisberger hatte darin 71 Landschaftszeichnungen Lorrains veröffentlicht, die Janssen zu eigenen Interpretationen stimulierte.

Horst Janssen: Hommage à Claude

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Mit dem Pinsel lavierte Zeichnungen

Die Zeichnungen Lorrains lösten eine geradezu frenetische Schaffensphase bei Horst Janssen aus. In nur drei Wochen im Sommer 1975 schuf er circa 250 Landschaftszeichnungen in der von Claude angeregten Technik: der mit dem Pinsel lavierten Federzeichnung. Mit der neuen Technik öffnete sich Horst Janssen auch zunehmend der Landschaftsmalerei, war der Künstler doch vornehmlich auf Porträts, Stillleben und ihm eigene figürliche Kompositionen fokussiert. 
Der Hamburger ehrt Lorrain teilweise sogar in den Titeln seiner Zeichnungen wie z.B. mit "Landschaft in Holstein: Hommage à Claude Lorrain". 
Mit der Ausstellung wird auch der Sammler und Janssen-Freund Gerhard Schack gewürdigt. Die präsentierten Zeichnungen und Graphiken stammen aus dessen Vermächtnis an die Kunsthalle. 

Weitere Informationen zu den Ausstellungen: Lorrain: Das Licht der Campagna | Janssen: Hommage à Claude




Claude Lorrain und Horst Janssen
Claude Lorrain war einer der bedeutendsten Landschaftsmaler des 16. Jahrhunderts, der als Pionier des Zeichnens in der freien Landschaft und dank seiner malerischen Techniken Vorbild für viele Künstler bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war. Die Ausstellung zeigt 90 Feder- und Pinselzeichnungen Lorrains. Parallel dazu sind in der Kunsthalle Landschaftsbilder von Horst Janssen zu sehen, die er inspiriert durch das Werk Lorrains schuf. 
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20171016 16:00:55