Jenisch Haus und Haspa-Galerie Ernst Eitner. Monet des Nordens

Der Hamburger Künstler und Mitbegründer des Hamburgischen Künstlerclubs von 1887 wird auch als "Monet des Nordens" bezeichnet. Zum 150. Geburtstag ehrt ihn das Jenisch Haus mit einer Ausstellung, die vor allem die private Seite des Künstler in den Fokus nimmt. Zu sehen sind neben privaten Stücken aus dem Atelier auch zahlreiche nie veröffentlichte Arbeiten.

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Ernst Eitner. Monet des Nordens

Jenisch Haus

Adresse
Baron-Voght-Straße 50, 22609 Hamburg
Telefon
040 82 87 90
E-Mail
info@altonaermuseum.de
Termin/e
16. Mai bis 12. November 2017
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
Eintritt
Erwachsene: 6,50 Euro | ermäßigt: 4 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei | Weitere Ermäßigungen auf der Homepage des Jenisch Haus
Führungen
Ab 21. Mai 2017 jeden Sonntag, 15 Uhr
Parallele Ausstellung
"Ernst Eitner - Nacht und Nebel" in der Haspa-Galerie
Großer Burstah
11. September bis 4. November 2017
Montag bis Mittwoch und Freitag: 8:30 bis 16 Uhr, Donnerstag: 8:30 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Jubiläumsausstellung zu Ehren E. Eitners

Zum 150. Geburtstag von Ernst Eitner ehrt ihn das Jenisch Haus mit einer Ausstellung, die sich besonders auf die private Seite des Hamburger Künstlers konzentriert. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Familie des Künstlers werden noch nie veröffentlichte Arbeiten präsentiert. Persönliche Gegenstände aus dem Haus und Atelier des Künstlers sowie aus zahlreichen Archivalien ermöglichen einen Einblick in das umfassende Schaffen des Künstlers. Die vielen niedergeschriebenen Erinnerungen sind zudem wertvolle Dokumente, die den Besuchern ein Verständnis vom Kunst- und Kulturgeschehen um die Jahrhundertwende vermitteln.

Auch die HASPA ehr den Künstler 2017 mit einer Ausstellung und der Herausgabe eines Werkverzeichnisses. Die Schau im Jenisch Haus versteht sich als eine Ergänzung dazu. 

Landschaften und technischer Fortschritt

Als Impressionist widmete sich Ernst Eitner einerseits der Landschaft zwischen Alster und Elbe und dem Hamburger Umland. Andererseits interessierte er sich für den Alltag der ihn umgebenden Menschen und für den technischen Fortschritt seiner Zeit. So malte er neben farberfüllten Landschaften auch den "kleinen Mann" bei der Arbeit und dampfbetriebene Maschinen und Brücken, die seinerzeit in Hamburg gebaut wurden. Eitners Bilder sind deshalb auch wichtige Zeitzeugen, der Künstler ein Chronoist seiner Zeit. 

Von Hamburg in die Welt

Dass Ernst Eitner (1867 bis 1955) einmal zu einer bedeutenden Figur im Hamburger Kunstkreis werden würden, war ihm nicht in die Wiege gelegt. Sein Vater war Tischler und stammte aus Schlesien, seine Mutter war Mecklenburgerin. Nach dem Abschluss der Volkshochschule in Barmbek-Uhlenhorst, absolvierte er zunächst eine Litographenlehre bei Familie Schöpel am Wandsbeker Stieg. Ein Stipendium der Stadt Hamburg ermöglichte ihm den Besuch der Akademie in Karlsruhe bei Gustav Schönleber. Es folgten Studienreisen nach Norwegen, Italien und Frankreich sowie der Besuch der Akademien in Düsseldorf und Antwerpen. 

Ernst-Eitner in der Haspa-Galerie

Parallel zur Ausstellung im Jenisch Haus zeigt die Haspa-Galerie am Großen Burstah die Ausstellung "Ernst Eitner - Nacht und Nebel". Sie konzentriert sich auf seine Meisterschaft als Maler des Lichtes, insbesondere des schwer zu malenden Lichtes bei Nacht und Nebel sowie reflektiert von Luft, Wasser und Eis. Der Eintritt in die Haspa-Galerie ist frei. Die Ausstellung in der Haspa-Galerie endet bereits am 4. November. 

Der "Monet des Nordens"

Fasziniert vom französischen Impressionismus, setzte er sich intensiv mit der Pleinairmalerei auseinander. Größtes Vorbild für Ernst Eitner wurde Claude Monet. In Hamburg fand der Künstler mit Alfred Lichtwark, dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, einen großen Unterstützer, denn er war ein Verfechter der Freilichtmalerei. Zusammen mit anderen Künstlerkollegen wie Arthur Illies, Friedrich Schaper, Arthur Siebelist, Paul Kayser und Thomas Herbst gründete er schließlich den Hamburgischen Künstlerclub von 1897. Zunächst wurden die Werke Ernst Eitners vom Hamburger Publikum und der Presse als "Schmieralien" oder gar "Spinat mit Ei" geschmäht. Der Künstler blieb sich selbst aber treu und fand später weit mehr Akzeptanz. So wurde er sogar mit dem Namen "Monet des Nordens" vom Publikum geehrt. 
Ernst Eitner war auch einer der ersten Lehrer an der Damenmalschule von Valeska Röver am Glockengießerwall. Frauen war Ende des 19. Jahrhunderts der Zugang zur Hamburger Gewerbeschule noch verwehrt. 

Mehr zur Ausstellung: Ernst Eitner. Monet des Nordens

Ernst Eitner. Monet des Nordens
Der Hamburger Künstler und Mitbegründer des Hamburgischen Künstlerclubs von 1887 wird auch als "Monet des Nordens" bezeichnet. Zum 150. Geburtstag ehrt ihn das Jenisch Haus mit einer Ausstellung, die vor allem die private Seite des Künstler in den Fokus nimmt. Zu sehen sind neben privaten Stücken aus dem Atelier auch zahlreiche nie veröffentlichte Arbeiten.
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