Ernst Barlach Haus KRAFTFELDER

"Kraftfelder" vereint rund 50 Hauptwerke des Hamburger Künstlers Carl Lohse. Es ist seit Jahrzehnten die erste Einzelschau des Ausnahmetalents, der zwar eine kurze aber dafür überaus reichhaltige Schaffensphase von 1919 bis 1921 erlebte. 

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KRAFTFELDER

Ernst Barlach Haus

Adresse
Baron-Voght-Straße 50a, 22609 Hamburg
Telefon
040 82 60 85
E-Mail
info@barlach-haus.de
Termin/e
2. Juli bis 12. November 2017
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
an Feiertagen auch Montag
Eintritt
Erwachsene: 7 Euro | ermäßigt: 5 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei | Weitere Ermäßigungen auf der Homepage des Ernst Barlach Haus

Ausnahmetalent mit kurzer Schaffensphase

Carl Lohse gilt bis heute als Geheimtipp. Obwohl er bereits als 14-jähriger Junge den damaligen Hamburger Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark mit seiner Malerei beeindrucken konnte und allein zwischen 1919 und 1921 über 130 Gemälde, weitere Zeichnungen und Gipsplastiken schuf, blieben Verkaufserfolge trotz begeisterter Kritiken zu Lebzeiten aus. Noch dazu tauschte der Hoffnungsträger seine Künstlerexistenz gegen ein Leben als Bankbote und Straßenbahnschaffner bei der Hamburger Hochbahn ein. Sein wechselhafter Lebenslauf, geprägt von den Erfahrungen im Ersten Weltkrieg und der anschließenden Kriegsgefangenschaft, und seine Experimentierfreude mit sämtlichen zeitgenössischen Stilrichtungen und Kunstströmungen machen ihn zu einem der Querköpfe in der Kunst der Zwischenkriegszeit. 

Sein Stil

Lohses Oeuvre lässt sich keinesfalls auf einen einheitlichen Stil reduzieren. Deutlich erkennbar sind seine Begeisterung für die Malerei von Vincent van Gogh und seine Offenheit für den Expressionismus der Brücke und des Blauen Reiter. Doch auch die neuesten Spielarten von Kubismus, Futurismus und Konstruktivismus sind ihm vertraut und spiegeln sich in seinen Werken wieder. Starke Farben aber auch dynamische monochrome Arbeiten sind prägend für sein Werk. Züge von Pop Art und Comic deuten sich in seiner Kunst an. Dabei beschäftigt er sich nicht nur mit Menschen und Landschaften, sondern auch mit Industriedarstellungen und Stadtansichten. 

50 Werke aus der Zeit zwischen 1919 und 1921

Eine überaus produktive Schaffensphase erlebte Lohse nach der Kriegsgefangenschaft, als er im Oktober 1919 nach Bischofswerda bei Dresden zog und dort innerhalb kürzester Zeit über 130 Gemälde, Zeichnungen und Plastiken erschuf. Nach ausbleibenden Erfolgen zog er sich aus der Kunstszene zurück und widmete sich erst ab 1929 sporadisch der Malerei. Sein wesentlicher Beitrag zur Kunst des 20. Jahrhunderts ist somit die Werkgruppe zwischen 1919 und 1921. 
Die Ausstellung im Ernst Barlach Haus zeigt rund 50 Hauptwerke aus genau diesem Zeitraum. Sie stammen aus dem Albertinum in Dresden, dem Museum Bautzen, der Kunsthalle Rostock, dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst Cottbus & Frankfurt (Oder) und aus privaten Sammlungen. 

Führungen jeweils dienstags, 18 Uhr

11. Juli 2017: Querköpfe in Serie. Lohse als Porträtist
5. September 2017: "Schreien in Farben". Lohse als Kolorist
7. November 2017: Brücke & Co. Lohse als Expressionist

Weitere Informationen: Ernst Barlach Haus

KRAFTFELDER
"Kraftfelder" vereint rund 50 Hauptwerke des Hamburger Künstlers Carl Lohse. Es ist seit Jahrzehnten die erste Einzelschau des Ausnahmetalents, der zwar eine kurze aber dafür überaus reichhaltige Schaffensphase von 1919 bis 1921 erlebte. 
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