MKG Pure Gold. Upcycled! Upgraded!

Sperrmüll, Abfall und Billigmaterialien werden nach wie vor als minderwertig angesehen, obwohl sie überall verfügbar und manchmal die einzig vorhandenen „Rohstoffe“ sind. In etwa 75 Exponaten aus wiederverwerteten Materialien möchten Designschaffende zu einem völlig neuen Wertekanon beitragen.

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Pure Gold. Upcycled! Upgraded!

Museum für Kunst und Gewerbe

Adresse
Steintorplatz 1, Museum für Kunst und Gewerbe, 20099 Hamburg
Telefon
040 428134-880
E-Mail
service@mkg-hamburg.de
Termin/e
15. September 2017 bis 21. Januar 2018
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr
Donnerstag an oder vor Feiertagen: 10 bis 18 Uhr
Montag: geschlossen
Eintritt
Erwachsene: 12 Euro | ermäßigt: 8 Euro |
Donnerstag ab 17 Uhr: 8 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei |
Weitere Ermäßigungen finden Sie auf der Homepage des MKG

Aus Alt mach Neu

Alte oder scheinbar nutzlose Materialien aufwerten und neue Gebrauchsgegenstände daraus schaffen? Als Gegenbewegung zur Überfluss- und Konsumgesellschaft hat der neue Trend des Upcyclings und Upgradens längst in der Kreativbranche und bei Hobbykünstlern Einzug gehalten. Dabei geht man noch einen Schritt weiter und wertet Dinge auf, anstatt sie, wie beispielsweise beim Recycling, einfach nur wieder zu verwenden und wirkt so dem überflüssigen Rohstoffverbrauch entgegen. Gleichzeitig werden beim Upcycling nicht nur knappe Ressourcen geschont und die Nachhaltigkeit gefördert, sondern auch der kreative und erfindungsreiche Umgang mit Gegenständen und Materialien angeregt.

Wertstoffschätzung durch Upcycling

Die international angelegte Ausstellungstour Pure Gold. Upcycled! Upgraded! hat sich zum Ziel gesetzt, eine völlig neue Vorstellung von Rohstoffen und ihrer Wertschätzung zu erreichen, die integrierend und nicht distanzierend, sondern überall und faktisch gelten soll. Dabei werden mit dem europäischen Teil, der von rund 40 Arbeiten repräsentiert wird und rund 35 Arbeiten außereuropäischer Stationen, die Brasilien, Ägypten, China, Zimbabwe und Thailand umfassen, zwei Perspektiven zusammengeführt. Die eingesetzten Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie überall verfügbar sind und oft als wertloser Müll gelten. Das Upgrading der Produkte erreichen die Designer, indem sie bestimmte, oft übersehene Material- und Produkteigenschaften in einem neuen Kontext darstellen, für sich nutzen und zur Grundlage ihres Entwurfs machen. Mit handwerklichem Know-how und kreativen Techniken soll der Materialität und Machart der Objekte ihr Makel der Wiederverwertung genommen werden, sodass auf das versteckte Potential solcher Rohstoffe aufmerksam gemacht wird.

Initiatoren

Die Schau setzt sich aus den zwei Teilen der physisch erlebbaren Ausstellung und dem virtuellen Dialograum einer Plattform zusammen, die sich beide ergänzen. Der europäische Teil der Ausstellung wird vom Designer und Professor an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, Volker Albus, kuratiert. Die Plattform und Workshops werden von Axel Kufus, Designer und Professor an der Universität der Künste in Berlin, entwickelt und verantwortet. Pure Gold wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) initiiert, das als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft vernetzt und den Kunst- und Kulturaustausch fördert.

Weitere Informationen zur Ausstellung: Pure Gold. Upcycled! Upgraded!

Pure Gold. Upcycled! Upgraded!
Sperrmüll, Abfall und Billigmaterialien werden nach wie vor als minderwertig angesehen, obwohl sie überall verfügbar und manchmal die einzig vorhandenen „Rohstoffe“ sind. In etwa 75 Exponaten aus wiederverwerteten Materialien möchten Designschaffende zu einem völlig neuen Wertekanon beitragen.
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