MKG Tiere. Respekt/ Harmonie/ Unterwerfung

Haben wir Menschen die moralische Legitimation über Tiere zu verfügen? Dürfen wir ihre Existenz unserem persönlichen Wohl unterordnen, sie verzehren, uns mit ihrer Haut kleiden und sie der Freiheit berauben? Die Ausstellung betrachtet das Zusammenleben und –wirken von Mensch und Tier und zeigt die Chance einer respektvollen Koexistenz auf.

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Tiere. Respekt / Harmonie / Unterwerfung im MKG

Museum für Kunst und Gewerbe

Adresse
Steintorplatz 1, Museum für Kunst und Gewerbe, 20099 Hamburg
Telefon
040 428134-880
E-Mail
service@mkg-hamburg.de
Termin/e
3. November 2017 bis 4. März 2018
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr
Donnerstag an oder vor Feiertagen: 10 bis 18 Uhr
Montag: geschlossen
Eintritt
Erwachsene: 12 Euro | ermäßigt: 8 Euro |
Donnerstag ab 17 Uhr: 8 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei |
Weitere Ermäßigungen finden Sie auf der Homepage des MKG

Tiere in Alltag und Wissenschaft

Zurzeit wird über Tiere und ihr Verhältnis zum Menschen viel diskutiert. Diese Debatte beginnt bei den Fragen, ob Tiere eine Seele haben, wie viel Leid sie spüren und ob ihre Individualität durch Rechte geschützt werden muss. Dass wir Menschen in diesem Kontext eine große Verantwortung haben, zeigen die Werke der bildenden Künste, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Denn obwohl das Verhältnis zwischen Tier und Mensch in der wissenschaftlichen Diskussion sehr ernst genommen wird, wird dieser Respekt im Alltag der konsumorientierten Gesellschaft bei weitem nicht immer gelebt. Diese Kontraste wurden als Anlass genommen, um das Zusammenleben und –wirken von Tier und Mensch ohne enzyklopädischen Anspruch aus unterschiedlichen Perspektiven in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen näher zu betrachten. Somit wird der Versuch der epochen-, kultur- und medienübergreifenden Neubewertung der gemeinsamen Geschichte von Mensch und Tier unternommen.

Themeninseln mit etwa 200 Exponaten

Die vielfältige Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe wird für die Ausstellung durch internationale Leihgaben aus Museen und naturhistorisch und ethnologisch ausgerichteten Institutionen ergänzt. Etwa 200 ausgesuchte Leihgaben werden auf rund 1.300 Quadratmetern versammelt. Arbeiten der Hochkultur, Exponate aus populärem Kontext, Werke indigener Kulturen und naturkundliche Objekte von der Antike bis in die Gegenwart treffen in Themeninseln aufeinander. Auch wenn die Ausstellung vor allem vom Selbstentwurf des Menschen in seiner Schöpfung handelt, durchzieht das Tier als Folie der Selbstvergewisserung und roter Faden den Rundgang. Malerei und Skulpturen sind hier ebenso vertreten wie Grafiken, Fotografie, Videokunst, Installationen und Filme. Im Zentrum steht dabei immer die Frage: Wie nah oder wie fremd sind Mensch und Tier einander?  

Unter anderen die Werke von Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla, Max Beckmann, Joseph Beuys, Jean Carriès, Albrecht Dürer und Max Ernst werden dem Besucher in insgesamt zwölf Themenkategorien nähergebracht: Verehrte Tiere, Gemeinsamer Ursprung, Urbilder des Lebens, Künstler und Tiere, Von Tieren lernen, Tiere verstehen, Affe und Mensch, Das Animalische, Chimären des Unterbewussten, Mischwesen, Spiritueller Mittler und Der Elefant im Raum.

Nähere Informationen unter: Tiere

Tiere. Respekt/ Harmonie/ Unterwerfung
Haben wir Menschen die moralische Legitimation über Tiere zu verfügen? Dürfen wir ihre Existenz unserem persönlichen Wohl unterordnen, sie verzehren, uns mit ihrer Haut kleiden und sie der Freiheit berauben? Die Ausstellung betrachtet das Zusammenleben und –wirken von Mensch und Tier und zeigt die Chance einer respektvollen Koexistenz auf.
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