Ernst Barlach Haus Silke Grossmann - Bewegungen an der Peripherie

Die Ausstellung zeigt Fotos der in diesem Jahr mit dem Edwin-Scharff-Preis ausgezeichneten Künstlerin und Professorin Silke Grossmann. Charakteristisch für ihr Schaffen sind Schwarzweißfotografien, in denen Bildausschnitte auf Naturräume zu sehen sind, die die Formen und Strukturen des Sujets deutlich zum Ausdruck bringen. 

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Silke Grossmann im Ernst Barlach Haus

Ernst Barlach Haus

Adresse
Baron-Voght-Straße 50a, 22609 Hamburg
Telefon
040 82 60 85
E-Mail
info@barlach-haus.de
Termin/e
19. November bis 28. Januar 2018
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
an Feiertagen auch Montag
Eintritt
Erwachsene: 7 Euro | ermäßigt: 5 Euro |
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: frei | Weitere Ermäßigungen auf der Homepage des Ernst Barlach Haus

Bildausschnitte auf Naturräume

Silke Grossmann erkundet Landschaftsräume und übersetzt sie in subtile, fein komponierte Schwarzweißfotografien. Nicht der weite Blick auf offene idyllische Landschaften sind das Sujet der Künstlerin, sondern insbesondere nahsichtig-rätselhafte Bildausschnitte auf Natur. Dabei sind die Schauplätze unspektakulär und wenig spezifisch. Es sind karge Wälder, Bachläufe, Brachland, struppiges Unterholz, verschneite Abhänge oder Dünenstreifen, die Grossmann in den Fokus nimmt. Diese Orte könnten nahezu an jedem beliebigen Fleck auf der Welt sein. Indem sie die Landschaft so nah an die Linse rückt, erschließt sich dem Betrachter das Strukturelle des Motivs. In ihren Bildern kommen die Formen und Strukturen zum Tragen, bilden Licht und Schatten ein spannungsreiches Wechselspiel. 

Ungewöhnliche Perspektiven und Strukturen

Durch das Unspezifische ihrer Bilder und ungewöhnliche Perspektiven spielt sie gleichzeitig mit der Wahrnehmung des Betrachters. Ist das, was der Betrachter auf dem Bild wahrnimmt, tatsächlich das, was abgebildet ist? Oft wird das Rätsel nur über die Bildunterschrift aufgelöst. In der Ausstellung, die rund siebzig Werke aus drei Jahrzehnten zeigt, wird deutlich, wie die Künstlerin den Naturraum in ihren Bildern auffasst. Grossmann schreibt dazu: "Landschaft oder vielmehr abgelegene Naturstücke in meinen Fotografien sind als ein mich umgebender, nicht gerichteter Raum aufgefasst, der den Blick bewegt, in dem ich verweile, den ich langsam im Gehen erlebe. Nicht als statisches Gegenüber einer repräsentativen, überblickshaften Ansicht, eher als einen sich ständig wandelnden Erfahrungsprozess. Position und Bewegung des betrachtenden Subjekts sind Teil des Bildgeschehens – der Bildrand ist als durchlässige Membran gedacht. (...)"

Auszeichnung mit dem Edwin-Scharff-Preis

Silke Grossmann wird am 19. November 2017 im Ernst Barlach Haus mit dem Edwin-Scharff-Preis des Hamburger Senats für 2016 ausgezeichnet. Neben ihrer künstlerischen Leistung wird auch ihr großer Einsatz als Professorin an der HFBK Hamburg gewürdigt. Der Preis wird auf Empfehlung einer Fachjury seit 1955 jährlich an bildende Künstler vergeben. Zu den Preisträgern zählten zum Beispiel Hanne Darboven, Andreas Slominski und Daniel Richter. Silke Grossmann wurde mit der Begründung ausgewählt, dass die Fotografie in ihrem Werk ein genuin zeitgenössischen Medium sei, in dem sich in seiner eigentümlichen Flüchtigkeit die Beziehungsenergie zwischen optischer Wahrnehmung und Begehren erleben lasse. Grossmann lebt und arbeitet in Stintenburger Hütte am Schalsee und in Hamburg. Von 1995 bis 2016  war sie Professorin für Fotografie an der HFBK. 

Weitere Informationen zur Ausstellung: Silke Grossmann - Bewegungen an der Peripherie


Silke Grossmann - Bewegungen an der Peripherie
Die Ausstellung zeigt Fotos der in diesem Jahr mit dem Edwin-Scharff-Preis ausgezeichneten Künstlerin und Professorin Silke Grossmann. Charakteristisch für ihr Schaffen sind Schwarzweißfotografien, in denen Bildausschnitte auf Naturräume zu sehen sind, die die Formen und Strukturen des Sujets deutlich zum Ausdruck bringen. 
http://www.hamburg.de/image/9882982/1x1/150/150/e668443b2999516604d7070309ab75b3/Ic/ebh-grossmann-04.jpg
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