Hochwasser in Dar es Salaam
Spendenaufruf für Ausbildungskurse zum Rettungsschwimmer
Das Hochwasser war so stark, dass LKWs von der Straße gespült wurden und ganze Straßenzüge weggebrochen sind. Das größte Ausmaß richteten die Wassermengen in den Lowlands an, der Region, in der ein Großteil der armen Bevölkerung lebt. Hier wurden sämtliche Häuser komplett zerstört. Tausende Menschen haben ihre Wohnungen verloren. Das Armenviertel um die städtische Mülldeponie stand komplett unter Wasser. So befanden sich viele Menschen außerdem in hochkontaminiertem Wasser.
Die Studentin Janne Börold aus Hamburg hat die Überschwemmung in Dar es Salaam miterlebt und war zudem an den Rettungsaktionen beteiligt. Sie studiert an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg „Rescue Enginering“ und ist seit August 2011 für ein Praxissemester bei der Feuerwehr Dar es Salaam in Tansania. Sie arbeitet hier als Ausbilderin und Supervisorin. Bei der aktuellen Hochwasserkatastrophe konnte sie ihre Erfahrungen mit den tansanischen Kollegen teilen und wird inzwischen bei schwierigen Lagen als Expertin angefordert. In ihrem Bericht beschreibt sie, dass Dar es Salaam auf eine Ausnahmesituation wie diese nicht vorbereitet ist und es an elementaren Mitteln fehlt.
Der Verein Kawaida Sozialer Dienst in Afrika e.V. ruft deshalb zu einer Spendenaktion für das Projekt "Feuerwehrleute werden Rettungsschwimmer" auf.
Bitte unterstützen Sie dieses Projekt, damit das Feuerwehrpersonal für zukunftige Katastrophen besser vorbereitet ist, um Menschenleben zu retten.
>> Spendenkonto Kawaida e.V.
Auszüge aus dem Bericht von Janne Börold:
Die Berufsfeuerwehr, die aus einer einzigen Wache besteht, rückte zur Rettung der vielen hundert Menschen aus, die durch meterhohes Wasser und starke Strömungen in ihren Häusern, auf Wellblechdächern und auf Bäumen gefangen waren. Allerdings ist die technische Ausrüstung der Feuerwehr mehr als dürftig. Es fehlt Equipment wie Rettungsboote, Schwimmwesten, Rettungsringen und Rettungsleinen. Erfahrungen im Bereich der Wasserrettung oder einen Krisenplan für solche Katastropheneinsätze existieren nicht, obwohl Dar es Salaam direkt am Indischen Ozean liegt. Vor allem die Tatsache, dass nicht nur der Großteil der Bevölkerung, sondern auch die Einsatzkräfte nicht schwimmen können, macht die Rettungsarbeit bei Hochwasser nahezu unmöglich.
Dank eines ausgesonderten Fahrzeug der Hamburger Feuerwehr und Feuerwehrleinen konnte die Studentin Janne Börold zusammen mit ihren einheimischen Kollegen einige Hilfesuchende an Land ziehen und Verletze ins Krankenhaus bringen. Nach dem Einsatz im Hochwasser, stand sogleich die nächste Rettung in einer Stoffverarbeitungsfabrik an. Hier kam es aufgrund des Eindringen von Wasser in einen Chemikalienbereich zu Explosionen. Die Brandbekämpfung fand unter sehr schwierigen Bedingungen statt, da auch hier notwendiges Rettungsmaterial wie Atemschutz, Handschuhe und spezielle Schutzkleidung vor Chemikalien fehlte.
Für die Flutopfer wurden mehrere Camps eingerichtet, allerdings besteht für die Zurückgekehrten in den Lowlands Infektionsgefahr durch verseuchtes Wasser. Vor allem diese Gebiete stehen noch stark unter Wasser oder sind mit Schlammassen bedeckt, so dass die Bergung von Leichen mit Hilfe des Miltärs nur langsam voran geht. Für die Einsatzkräfte fehlen Schutzkleidung und Handschuhe.
Janne Börold, die bei den vielen Einsätzen in den letzten Tagen vor Ort war, bittet um Unterstützung. Vor allem die Feuerwehrleute brauchen dringend zusätzliche Ausbildung in Rettungstechniken und im Umgang mit Menschen in Paniksituationen. An erster Stelle steht jedoch das Erlernen von Schwimmen und ein anschließender Lehrgang zum Rettungsschwimmer.
(Janne Börold)
Der Verein Kawaida Sozialer Dienst in Afrika e.V. ruft deshalb zu einer Spendenaktion für das Projekt "Feuerwehrleute werden Rettungsschwimmer" auf.
Bitte unterstützen Sie dieses Projekt, um viele Mitarbeiter der Feuerwehr für ähnliche Situationen zu Helden werden zu lassen und der Bevölkerung tatkräftig helfen zu können.
40 Euro - kostet ein Kurs Rettungstechniken am Dar-es-Salaam Maritime Institute
30 Euro - kostet eine Schwimmweste
Der erste Lehrgang könnte bereits im Januar stattfinden, so dass Einsatzkräfte für die große Regenzeit im März vorbereitet sind.
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Spendenkonto
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Kawaida e.V.
GLS Gemeinschaftsbank eG
Bankleitzahl : 430 609 67
Kontonummer: 2007860600

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