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Bahnverteilung Flughafen

Hier werden die Bahnbenutzungsregeln erläutert und die daraus resultierende Bahnverteilung dargestellt

Erläuterung der Bahnbenutzungsregeln

Der Flughafen Hamburg hat ein gekreuztes Start-/Landebahnsystem (siehe Bild), so dass der Flugverkehr grundsätzlich über vier Richtungen abgewickelt werden kann. Tatsächlich werden die Bahnen infolge bestehender Bahnbenutzungsregeln (die als Verordnung im Luftfahrthandbuch veröffentlicht sind) unterschiedlich genutzt.

Luftbild des Hamburger Flughafens

(bsu)

Im wesentlich gibt es drei Regeln:

  • Starts sollen Richtung Norden (Ohmoor/Quickborn) erfolgen.
  • Die Richtung Süden (Alsterdorf/Innenstadt/Hamm) soll nicht benutzt werden.
  • Zwischen 22 und 7 Uhr sollen auch Landungen aus Richtung Norden erfolgen.

Alle Regeln stehen unter dem Vorbehalt, dass dies unter Aspekten der Flugsicherheit möglich ist. Die Entscheidung trifft der jeweils diensthabende Lotse der Deutschen Flugsicherung (DFS) nach pflichtgemäßen Ermessen.

Grund für die Bahnbenutzungsregeln ist ebenso wie für die Festlegung von Abflugrouten der Versuch, möglichst wenig Menschen mit dem Fluglärm zu belasten.
Richtung Norden ist vor allem der Nahbereich des Flughafens, in dem die Schallpegel besonders hoch sind, kaum besiedelt. Deshalb sollen die besonders lärmintensiven Starts in diese Richtung erfolgen. Bei der Vorschrift, nachts aus Richtung Norden zu landen, steht im Hintergrund, dass die von Landungen betroffene nächstgelegene dichte Besiedlung sich dort in ca. 10 km Entfernung befindet (Quickborn), während die anderen Bahnrichtungen praktisch bis an den Flughafenzaun dicht besiedelt sind.
Zwangsläufige Folge dieser Lärmkonzentration ist, dass die betroffenen Menschen einer überdurchschnittlichen Lärmbelastung ausgesetzt sind und sich entsprechend ungerecht behandelt fühlen.

Tatsächlich finden im langfristigen Durchschnitt (letzte 25 Jahre) 60% der Starts Richtung Norden statt. Die in Hamburg vorherrschenden Westwinde führen dazu, dass im Schnitt 31% der Starts über die Richtung Niendorf/Blankenese fliegen. Die Richtung Langenhorn/Lemsahl wird mit 6% und die Richtung Alsterdorf/Hamm mit 3% für Starts nur selten benutzt.

Die Landungen erfolgen überwiegend (51% im langfristigen Durchschnitt) aus Richtung Lemsahl/Langenhorn. Gut ein Viertel (26%) kommt aus Richtung Quickborn/Ohmoor und 18% aus Blankenese/ Niendorf. Über die Richtung Hamm/Alsterdorf erfolgen 4% der Landungen.
Flüge über diese An-/Abflugschneise sind nur zulässig, wenn die Witterungs- oder Bahnbedingungen es erfordern.

Abhängig von den Windverhältnissen und Bauarbeiten am Flughafen (die zur eingeschränkten Nutzung einzelner Bahnen führen können) hat die Verteilung der Flugbewegungen eine Schwankungsbreite, die im letzten Jahrzehnt bis zu 10 Prozentpunkten betrug (siehe Grafik)

Grafik Flugbewegung Rückblick

(BSU - IB2)

Übersichten zum Download

Abflugrouten

Startende Flugzeuge müssen bis zu einer Höhe von 5.000 Fuß (ca. 1.500 m) festgelegten Abflugrouten folgen. (Dies gilt für Düsenflugzeuge, die nach Instrumentenflugregeln fliegen. Turboprop-Flugzeuge müssen den Abflugrouten bis 3.000 Fuß - ca. 1.000 m - folgen. Für Kleinflieger nach Sichtflugregeln gelten die Abflugrouten nicht.)
Mit den Abflugrouten wird versucht startende Flugzeuge so zu führen, dass möglichst wenige Menschen vom Fluglärm betroffen werden.

Die Abflugrouten werden von der Deutschen Flugsicherung vorgeschlagen und nach Anhörung der Fluglärmschutzkommission durch das Luftfahrtbundesamt als Verordnung festgelegt und im Luftfahrthandbuch Deutschland veröffentlicht. Eine Downloadversion der Karte als pdf finden Sie hier.

Stanly Tracks der DFS

Die Deutsche Flugsicherung bietet auf Ihrer Homepage als Information und für Jedermann zugänglich die sog. Stanly Tracks an. Dort sind Darstellungen von Flugverläufen im Nahverkehrsbereich des Flughafens einsehbar. Die Flugspuren für den Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel können Sie hier aufrufen.