Golf Jordan gewann im Playoff in Winsen

Zehn Jahre nach den „Deutsche Bank Players Championship of Europe“ auf Gut Kaden, dem letzten großen Golfturnier in der Region, kamen die besten Spieler der European Tour wieder in die Metropolregion Hamburg. In Winsen an der Luhe wurden vom 26. bis zum 30. Juli 2017 die ersten „Porsche European Open“ gespielt. Es gewann der Brite Jordan Smith.

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Porsche European Open, Winsen

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Playoff musste entscheiden

Regen und Sturm sorgten immer wieder für Unterbrechungen der Porsche European Open in Winsen an der Luhe. Doch am letzten Tag schien die Sonne, nur der Wind machte etwas Probleme. Die beiden Besten des Turnier hießen Alexander Frey (Frankreich) und Jordan Smith (England). Beide benötigten für den geteilten Erfolg 275 Schläge. Nun musste also das Play off auf der Bahn 18 entscheiden. Es wurde dramatisch: Levy sah bereits wie der sichere Sieger aus, patzte aber beim Putt aus kurzer Distanz. Zum zweiten Mal ging es im Playoff zum Abschlag von Loch 18. Diesmal hatte Jordan die Nase vorn. Für ihn war es der erste Sieg auf der Tour.

Für Aufsehen sorgte der deutsche Marcel Siem. Während der dritten Runde schlug er ein Hole in One und gewann einen Porsche. Kurios: Der Ball fiel ins Loch, ohne vorher den Boden berührt zu haben.

Die Porsche European Open

Zehn Jahre mussten Hamburger und Norddeutsche warten, nun kommen die besten Golf-Profis der European Tour wieder und spielen um ein Gesamtpreisgeld von zwei Millionen Euro. Im Rahmen der Porsche European Open vom 26. bis zum 30. Juli 2017 spielen sie in Winsen an der Luhe auf der Golfanlage Green Eagle.

Möglich gemacht hat dies der Schweizer Turnierveranstalter Dominik Senn. 2015 wiederbelebte er die European Tour, schloss einen Vertrag mit dem Golf Resort Bad Griesbach im Rottal. Zweimal wurde dort gespielt, nun folgt der Umzug nach Winsen. Der noch ein Jahr gültige Vertrag mit den Bayern wurde einvernehmlich aufgelöst.  „Es ist der richtige Schritt, um das Turnier an einen moderneren Standort zu verlegen und in einer Stadt, die mehr Zuschauer verspricht, weiterzuentwickeln“, sagte der Schweizer Turnierchef dem Hamburger Abendblatt. 

Senn rechnet mit weit mehr als 35.000 Zuschauern, die bisher nach Bad Griesheim kamen. Damit sind die Porsche European Open neben den BMW Intenational Open (im Wechsel in München-Eichenried oder in Pulheim bei Köln) das einzige namhafte Profiturnier in Deutschland. Der neue Vertrag der European Tour läuft über fünf Jahre. Bis 2018 wird auf jeden Fall in Winsen gespielt.

Das Leaderboard

RangSpieler (Land)TotalRunde 1Runde 2Runde 3Runde 4Gesamt
1Jordan Smith (GB)*-137067677067697169275
2Alexander Levy (FRA)-1367706969275
3Johan Edfors (SWE)-1171676970277
3Siddikur Rahman (BAN)-1170667368277
5Jens Fahrbring (SWE)-1068687072278
5Adrian Otaegui (ESP)-1071667071278
5Zander Lombard (RSA)-1070726967278
8Mikko Ilonen (FIN)-972707265279
8Richie Ramsay (SCO)-970687170279
8Ashley Chesters (SCO)-968677272279
8Luca Cianchetti (ITA)-971677170279
12Stephen Gallacher (SCO)-868707270280
12Charl Schwartzl (RSA)-867717369280
12Alexander Knappe (D)-874697067280
12Nacho Elvira (ESP)-869707368280

*Sieger nach Playoff

Weitere Informationen: Leaderboard

Die Stars auf dem Kiez

Die Reeperbahn hat schon viel erlebt, aber so etwas wohl noch nicht: Am Dienstag, den 25. Juli spielten die Golf-Stars ab 21 Uhr auf dem Spielbudenplatz. Dort wurde eine Golfspielbahn aufgebaut - und die Topstars aus den USA, Südafrika, Dänemark und Deutschland traten in Zweierteams bei den European Open Team Challenge gegeneinander an.

Für die USA spielten Patrick Reed und Jimmy Walker, für Südafrika Charl Schwartzel und Dylan Frittelli, für Dänemark Thorbjørn Olesen und Thorbjørn Olesen und für Deutschland traten Alexander Knappe (Paderborn) und Niklas Adank (Lüneburg) an.

In mehreren Durchgängen mit verschiedenen Spielformen massen sich die vier Zweier-Teams. Die knapp 45 Meter lange Spielbahn war dem 17. Loch des Nord Course in Green Eagle nachempfunden. Das Gewinnerteam erhält für die Turnierwoche je einen Porsche zur freien Verfügung.

Die grüne Hölle

Der 7.165 Meter lange Nordkurs gilt als sehr anspruchsvoll und ist einer der längsten und schwersten in Europa. Gleich sechs Grüns wurden vollständig abgesodet und umgebaut.  Rocklegende und leidenschaftlicher Golfer Alice Cooper hatte den Kurs einmal als „Grüne Hölle" bezeichnet.
Die Green Eagle Golf Courses sind ein einzigartiger und moderner Austragungsort mit drei Golfplätzen. Das 186 Hektar große Areal beinhaltet riesige Seen, spektakuläre Bunker, wunderschöne Fairways und beeindruckende natürliche Tribünen.
Das Golferparadies ist in der Lüneburger Heide angesiedelt, einer wunderschönen und malerischen Umgebung und nur 25 Minuten vom Zentrum Hamburgs entfernt.

Wer ist dabei?

Patrick Reed (Official Golf World Ranking: 15 / FedEx Cup: 83)
Er war der Star der Ryder Cup Matches 2016 und trieb das Team USA durch seine Leistungen zum Sieg über Europa. In einem der hochklassigsten Einzel aller Zeiten brachte er Rory McIlroy allein mit seinen unglaublichen Putts zur Verzweiflung. Seit diesem Tag gehört er zu den absoluten Stars auf der PGA Tour in den USA. Patrick Reed wird in diesem Jahr erstmals nach Deutschland kommen und bei diesem prestigeträchtigen Turnier der European Tour abschlagen

Jimmy Walker (Official Golf World Ranking: 24 / FedEx Cup: 78)
Mit dem 38-jährigen US-Star Walker kommt der aktuelle Titelträger der PGA Championship, dem vierten und letzten Major-Turnier jeder Saison, nach Norddeutschland. Daneben nahm Walker auf der PGA Tour weitere fünf Mal einen Siegerpokal in Empfang. Bereits zweimal vertrat Walker die USA im Ryder Cup, zuletzt bei dem Erfolg über Europa im Jahr 2016. Seine Auftritte in Europa sind eher selten, auf der European Tour war er bislang erst zweimal zu beobachten.

Charl Schwartzel (Official Golf World Ranking: 17 / FedEx Cup: 59)
Das für viele Profis bedeutendste Major-Turnier gewann der Südafrikaner Charl Schwartzel im Jahr 2011: das Masters in Augusta. Nicht zuletzt dank einer herausragenden Schlussrunde von 66 Schlägen setzte sich Schwartzel damals gegen Jason Day und Adam Scott durch. Bei der diesjährigen Austragung belegte er den dritten Platz. Insgesamt war der 32-Jährige – er wagte bereits im Jahr 2002 mit 18 Jahren den Schritt auf die Profitour – zweimal auf der PGA Tour und elfmal auf der European Tour siegreich. In den Jahren 2011, 2013 und 2015 war Schwartzel Mitglied der Weltauswahl im Presidents Cup.

Pat Perez (Official Golf World Ranking: 42 / FedEx Cup: 5)
Neben Reed wird mit Pat Perez ein weiterer Top-Star aus den USA die Reise in den Norden Deutschlands antreten. Perez spielt in diesem Jahr eine überaus erfolgreiche Saison, in der er mit der OHL Classic at Mayakoba bereits ein Turnier gewann und außerdem einen zweiten und dritten Platz erreichte. Durch diese Spitzenergebnisse belegt er in der aktuellen FedExCup Rangliste Platz fünf. Der in Phoenix geborene Perez ist seit 20 Jahren Profi-Golfer. Seit 17 Jahren spielt der mittlerweile 41-Jährige ohne Unterbrechung auf der PGA Tour. Für Aufsehen sorgte er dabei auch durch ungewöhnliche Auftritte: So bezwang er Tiger Woods bei den Junior World Championships 1993 um acht Schläge – mit geliehenen Schlägern.

Thomas Bjørn (Official Golf World Ranking: 559 / Race to Dubai: 160)
Kapitän des europäischen Ryder Cup Teams für 2018. Der 46-Jährige hat auf der European Tour bisher 15 Turniere gewonnen, davon zwei in Deutschland. Als Spieler war der Däne dreimal Mitglied des siegreichen Teams Europa im Ryder Cup.

Weitere Akteure
Der Gewinner der Porsche European Open 2015, Thongchai Jaidee aus Thailand ist dabei. Aber auch der Ryder Cup-Spieler Chris Wood (England) hat seine Meldung abgegeben. Dazu die Gewinner von Turnieren der European Tour Fabrizio Zanotti (Paraguay), Scott Hend (Australien), Victor Dubuisson (Frankreich), Pablo Larrazábal (Spanien), James Morrison (England), Kiradech Aphibarnrat (Thailand) und Gary Stal (Frankreich).

Die Teilnehmer in der Übersicht:

  • Felipe Aguilar (Chile)
  • Kiradech Aphibarnrat (Thailand)
  • Lucas Bjerregaard (Dänemark)
  • Thomas Bjørn (Dänemark)
  • S.S.P. Chawrasia (Indien)
  • Nicolas Colsaerts (Belgien)
  • Victor Dubuisson (Frankreich)
  • Simon Dyson (England)Niclas Fasth (Schweden)
  • Darren Fichardt (Südafrika)
  • Dominik Foos (Deutschland/St. Leon-Rot) 
  • Florian Fritsch (Deutschland/Heidelberg)
  • David Howell (England)
  • Scott Hend (Australien)
  • Sebastian Heisele (Deutschland/Dillingen)
  • Raphael Jacquelin (Frankreich)
  • Maximilian Kieffer (Deutschland/Düsseldorf)
  • Alexander Knappe (Deutschland/Paderborn)
  • Pablo Larrazabal (Spanien)
  • Paul Lawrie (Schottland)
  • Alexander Levy (Frankreich)
  • Edoardo Molinari (Italien)
  • Thorbjørn Olesen (Dänemark)
  • Pat Perez (USA)
  • Paul Petersen (USA)
  • Richie Ramsay (Schottland)
  • Patrick Reed (USA)
  • Bernd Ritthammer (Deutschland/Nürnberg)
  • Max Rottluff (Deutschland/Düsseldorf)
  • Charl Schwartzel (Südafrika)
  • Marcel Siem (Deutschland/Ratingen)
  • Gary Stal (Frankreich)
  • Graeme Storm (England)
  • Jimmy Walker (USA) 
  • Jeunghun Wang (Südkorea)
  • Chris Wood (England)
  • Fabricio Zanotti (Paraguay)

Weitere Informationen: Porsche European Open

Jordan gewann im Playoff in Winsen
Zehn Jahre nach den „Deutsche Bank Players Championship of Europe“ auf Gut Kaden, dem letzten großen Golfturnier in der Region, kamen die besten Spieler der European Tour wieder in die Metropolregion Hamburg. In Winsen an der Luhe wurden vom 26. bis zum 30. Juli 2017 die ersten „Porsche European Open“ gespielt. Es gewann der Brite Jordan Smith.
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