Volleyball in Hamburg Vom Baggern und Pritschen übers Netz

Im Jahre 1895 erfand der Sportdirektor des YMCA (Young Men's Christian Association), William G. Morgan (USA, 1870 bis 1942), einen Vorläufer des Volleyballs. Das Spiel war als Zeitvertreib für ältere Mitarbeiter und als Alternative zum härteren Basketball gedacht.

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Volleyball in Hamburg

Volleyball in Hamburg

Das schöne am Volleyball ist ja, dass es fast überall gespielt werden kann. Alles was man benötigt, ist eine ausreichend große Rasen- oder Sandfläche, ein Netz, einen Ball und ein paar Mitspieler. Das wissen auch die Hamburger. Im Frühling und im Sommer sieht man in jedem Park zahlreiche aufgespannte Netze und fröhliche Menschen, die pritschen, baggern und schmettern, dass es eine wahre Freude ist. Da es in Hamburg viele Parks und Grünflächen gibt, ist die Stadt sozusagen ein Paradies für alle Freunde des Volleyballs. Auch wer den Sport professionell betreiben will, ist in Hamburg gut aufgehoben: Rund 130 Vereine bieten die Sportart an. Weitere Informationen:  Hamburger Volleyball Verband.

Beste Mannschaft Hamburgs sind zurzeit die Damen des Volleyball Team Hamburg. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Verein VT Aurubis, der die Hansestadt bis zum Jahr 2016 in der Bundesliga vertrat. Nun fehlte ein Sponsor und das Team begann den Neustart jüngst unter neuem Namen in der 2. Liga.

Weiterere Höhpunkte sind die nun jährlich in Hamburg stattfindenden Beachvolleball-Turniere:  Die  smart beach Tour und die World Beach Tour.

Historie

Das von Morgan erfundene Spiel – er nannte es Mintonette - sollte  eine Alternative zum Basketball sein, welches gerade erst vier Jahre zuvor im benachbarten Springfield College erfunden worden war. Die Grundidee war einfach: Ein Ball sollte ohne Bodenberührung durch Schlagen mit den Händen über ein Netz gespielt werden. Anders als heute war die Zahl der Spieler ebenso unbegrenzt wie die Zahl der erlaubten Ballkontakte. Jahre später schrieb Morgan über seine Erfindung in der Zeitschrift Spalding's Athletic Library: „Basketball schien für jüngere Männer geeignet, aber es gab das Bedürfnis nach etwas für die älteren, das nicht so rau und anstrengend war. Deshalb dachte ich an Tennis, aber da brauchte man neben dem Netz noch Schläger, Bälle,und weitere Ausrüstung.“

Acht Monate später wurde das Spiel den Studenten des Springfield College vorgestellt. Die Studenten waren begeistert, doch Alfred T. Halstead, Professor in Springfield, gefiel der Name nicht. Er schlug vor, das Spiel  Volley-Ball  zu nennen, schließlich „hagle“ es Bälle (engl. volley: Hagel oder Gewehrsalve).

In den folgenden Jahren verbreitete sich Volleyball über die ganze Welt und wurde besonders in Osteuropa äußerst populär. Viele technische und taktische Rafinessen, die heute den Volleyball prägen, wurden von europäischen Mannschaften entwickelt.

Volleyball heute

Heute heißen die führenden Nationen bei den Herren laut Weltrangliste Brasilien, Russland, Italien, USA und Polen. Deutschland liegt auf Platz zehn. Die besten fünf bei den Damen: Brasilien, USA, Japan, Italien, China. Deutschland auf Platz neun. Seit 1949 werden Weltmeisterschaften ausgetragen, seit 1964 ist Volleyball olympische Disziplin. Der deutsche Volleyball-Verband (DVV) existiert seit 1955, die Bundesliga seit 1957.

Deutschland verpasste bei der Volleyball-EM 2011 in Italien und Serbien eine Sensation: Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti verlor in einem umkämpften Finale gegen Serbien in fünf Sätzen knapp mit 2:3. Bei der EM 2013 in der Schweiz und Deutschland standen Deutschlands Damen ebenfalls im Finale, unterlagen Russland mit 1:3.

Die wichtigsten Regeln

Ziel des Spiels ist es, den Volleyball ohne Hilfsmittel so über das Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte zu spielen, dass der Gegner eine Berührung des Balles mit dem Boden nicht verhindern kann. Eine Mannschaft darf den Ball dreimal in Folge berühren, bevor sie ihn zurückspielt.
Begeht die aufschlagende Mannschaft einen Fehler, erhält die andere Mannschaft einen Punkt und das Aufschlagsrecht. Es wird in einem Satz so lange gespielt, bis eine Mannschaft 25 Punkte (aber ein Satz muss mit zwei Punkten Unterschied gewonnen werden) erreicht hat. Das Spiel geht über drei Gewinnsätze.

Die Technik

Aufschlag: Mit dem Aufschlag beginnt der Ballwechsel. Der aufschlagende Spieler steht hinter der Grundlinie. Beim Aufschlag von unten wird der Ball nur wenig hochgeworfen und mit der flachen Hand gespielt. Beim Aufschlag von oben wird der Ball höher geworfen und der Spieler schlägt ihn stehend oder im Sprung. Wenn der Aufschlag sofort zum Punkt führt, spricht man von einem Ass. 

Unteres Zuspiel (Baggern): Der Ball wird mit durchgestreckten Unterarmen von unten gespielt. Der Bagger wird überwiegend bei der Annahme eines gegnerischen Aufschlags oder zur Abwehr eines Angriffsschlags eingesetzt.

Oberes Zuspiel (Pritschen): Die Handflächen zeigen in Richtung des Balles, Daumen und Zeigefinger beider Hände bilden ein offenes Dreieck. Der Ball wird nach einer Bewegung aus den Knien gespielt, die Finger geben die Richtung vor. Gepritscht wird insbesondere beim Zuspiel an einen Mitspieler zur Vorbereitung eines Angriffsschlags.

Hohe spezifische Anforderungen

Volleyball stellt hohe, spezifische Anforderungen an die Fertigkeiten der Spieler. Auch die Körpergröße spielt eine Rolle. Kleinere Spieler sind eher für Annahme, Verteidigung und Zuspiel geeignet, größere für Angriff und Block.

Beachvolleyball

Eine Variante, die in der Regel unter freiem Himmel leichter bekleidet (Damen) und auf Sand gespielt wird, ist Beachvolleyball. Die Regeln entsprechen weitgehend denen des klassischen Hallenvolleyballs. Die wichtigsten Unterschiede sind: Eine Mannschaft besteht nur aus zwei Spielern. Beachvolleyball gehört seit 1996 zum olympischen Programm. Jährlich findet in Hamburg der „smart super cup“ statt. Im Jahr 2015 wurde auf der Moorweide gespielt.

Hier können Sie selber spielen

Inselpark Wilhelmsburg
Multifunktionelle Beachsportanlage auf 4500 qm. Hier kann man außerdem Beachsoccer, beachhandball oder Footvolley spielen
hansebeach.de
Beach Center Hamburg
Hier gibt es acht Indoor Courts und sieben Outdoor Courts. Indoor sorgt ein Fußbodenheizung auch im Winter für angenehme Temperaturen im Sand.
www.beachhamburg.de

ETV Hamburg
Mitten in Eimsbüttel in der Bundestraße kann auf zwei Feldern an sieben Tagen in der Woche gespielt werden.
www.etv-hamburg.de

Stadtpark
Zwei Orte gibt es im Stadtpark. Der erste befindet sich südlich der Jahnkampfbahn, der südlich vom Planschbecken. Netzte müssen jeweils mitgebracht werden.
www.hamburger-stadtpark.de

Niendorfer TSV
Spielzeiten in der Regelvon Mai bis September. Auf der Anlage gibt es drei Plätze
ntsv-beachvolleyball.de

Grün-Weiss Eimsbüttel
Die Anlage befindet sich direkt am vereinsheim in der Julius-Vossler Straße-195. Gespielt werden kann auf drei Plätzen
www.gwe-volleyball.de

Kiwittsmoorbad
Saisonbeginn: Donnerstag 4. Juni. Freibad in Kangenhorn mit Beachvolleyball oder Minigolf.
www.naturbad-kiwittsmoor.de

alpincenter 
Das alpincenter Hamburg-Wittenburg liegt an der A 24. Vom Hamburger Hauptbahnhof etwa 80 Kilometer Richtung Osten.
www.alpincenter.com

Lufthansa Sportverein
Auf der Lufthansa-Sportanlage in der Borsteler Chausse befinden sich zwei Felder, die auch von Nichtmitgliedern gemietet werden können
www.lsv-ham.de

Altonaer TSV
Direkt am Rissener Elbstrand liegen zwei Felder.
www.altonaertsv.de

Harburger Turnerbund
www.harburger-turnerbund.de

Union 93
www.union03.de

Sitzvolleyball

Auch Interessierte, die aufgrund von Knie- oder Sprunggelenk-Problemen nicht mehr in der Lage sind, Volleyball auf normaler“ Netzhöhe zu spielen, müssen auf ihren Sport nicht verzichten. Der SVB Hamburg bietet Sitzvolleyball an.

Vom Baggern und Pritschen übers Netz
Im Jahre 1895 erfand der Sportdirektor des YMCA (Young Men's Christian Association), William G. Morgan (USA, 1870 bis 1942), einen Vorläufer des Volleyballs. Das Spiel war als Zeitvertreib für ältere Mitarbeiter und als Alternative zum härteren Basketball gedacht.
http://www.hamburg.de/image/4503026/1x1/150/150/9db603f22a0097cf053ac43daf9d8e38/WR/denise-imoudu.jpg
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