Hockey in Hamburg: Vom Schlenzen und Freischlagen im Feld und in der Halle
„Rules of Harrow“
Was heute als Hockey bekannt ist, wurde erst 1852 in den „Rules of Harrow“ in England definiert. In die Hansestadt kam das Spiel um 1900. Heute ist Hamburg die Hockey-Hochburg Deutschlands.
Nur die Berlinerinnen konnten die Sensation verhindern: So holten Hamburgs Hockey-Clubs in der Saison 2011 "nur" drei der vier möglichen Titel. Doch die vielen Hamburger Spieler mit Chance auf die Hockeyauswahl für die Olympischen Spiele in London belegen: Hockey ist in Hamburg Zuhause.
Beim Feldhockey ist das Spielfeld 91,40 Meter lang und 55 Meter breit. Die Tore sind 3,66 Meter breit und 2,14 Meter hoch, um sie herum ist jeweils ein „Schusskreis“ aus dem die Tore erzielt werden müssen. Es wird hauptsächlich auf Kunstrasen (früher: Naturrasen und Asche) gespielt mit elf Spielern pro Mannschaft in zwei Halbzeiten zu je 35 Minuten. Außerhalb des regulären Punktspielbetriebes und in niedrigeren Alterklassen wird oft auf kleineren Feldern gespielt.
Die Spielregeln
Ziel ist es, den Ball aus Kunstoff oder Leder in das gegnerische Tor zu befördern. Dafür darf er nur mit der flachen Seite des Schlägers aus Holz oder Kunststoff unterhalb der Schulterhöhe gespielt werden. Nur der Torwart bzw. der letzte Spieler hinter dem Torwart bei einem direkten Torschuss - darf den Ball über Schulterhöhe mit dem Schläger berühren. Im Allgemeinem darf beim Feldhockey der Ball geschlagen oder hoch gespielt werden, solange dadurch kein Gegner gefährdet wird. Der Gegenspieler darf nicht berührt werden.
Diese Spielgrundlage gilt auch für das Hallenhockey mit einigen Ausnahmen. So sind die Abmessungen von Spielfeld, Tor und Schusskreis kleiner, es wird mit Bande gespielt und die Halbzeit dauert nur 30 Minuten. Außer bei Torschüssen darf der Ball nur geschoben werden. Die Spielregeln ähneln denen beim Fußball bei Seiten-Aus, Eck- und Freistößen (hier: Eck- und Freischlag) o. Ä. Seit 1966 ist allerdings die Abseitsregel aufgehoben. Bei Regelverstößen kann zusätzlich eine grüne Karte gegeben werden, für leichtere Spielvergehen unterhalb der gelben.
Feldhockey ist seit 1908 olympische Disziplin für Männer. Nach 1980 kämpfen auch die Damen für Olympische Medaillen.
Bei den Europameisterschaften im Hallenhockey dominierten bisher deutsche Mannschaften. Die Frauen konnten elf von zwölf Titeln gewinnen, die Männer standen insgesamt zehnmal auf dem höchsten Treppchen. Die Weltmeisterschaften gewannen beide Teams bisher jeweils dreimal.
Zu den Hamburger Bundesliga-Clubs
Eishockey
Das wohl bekannteste (Eis-)Hockey-Team der Hansestadt sind die Hamburg Freezers.

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