Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Netzwerk Baltic Science Network – Netzwerkstruktur für Wissenschaftspolitik im Ostseeraum

Baltic Science Network – Netzwerkstruktur für Wissenschaftspolitik im Ostseeraum

Titel

Hintergrund

Der Ostseeraum ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsraum, sondern auch eine der wettbewerbsfähigsten und innovativsten Wissenschaftsregionen der Welt mit einer erstklassigen Hochschul- und Forschungsinfrastruktur.  Daher ist der Ostseeraum für den Wissenschaftsstandort Hamburg von hoher Bedeutung.

Die nationalen Hochschul- und Forschungssysteme im Ostseeraum stehen vor ähnlichen Problemen und Herausforderungen wie z.B. demographischer Wandel und technologischer Fortschritt. Gleichzeitig erwartet die Gesellschaft von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, dass diese auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. Klimawandel und Gesundheitsversorgung reagieren. Dabei sind wegen des grenzüberschreitenden Charakters der Herausforderungen nationale oder regionale Antworten oftmals nicht mehr ausreichend. Notwendig ist vielmehr eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Während im Ostseeraum auf vielen anderen Politikfeldern derartige Netzwerke bereits etabliert wurden, fehlte eine solche Struktur im Bereich der Wissenschaftspolitik noch. Bisher wurde die Wissenschaftspolitik im Ostseeraum separat auf lokaler, nationaler oder europäischer Ebene verfolgt. Es fehlte eine makro-regionale Dimension, um diese Lücke zu schließen.

Auftakt Baltic Science Network Political Kick-Off Event

Über das Netzwerk

Für die Etablierung einer wissenschaftspolitischen Netzwerkstruktur im Ostseeraum wurde unter Federführung der BWFG das Baltic Science Network (BSN) initiiert. Das Baltic Science Network bietet den Wissenschafts- und Forschungsministerien im Ostseeraum eine Netzwerkstruktur, um Wissenschaftspolitik in einer makro-regionalen Dimension zu entwickeln und umzusetzen sowie eine bessere Vertretung der makro-regionalen Interessen auf EU-Ebene zu erreichen.

Im ersten Schritt soll durch eine bessere Abstimmung der Forschungs- und Innovationsstrategie Hamburgs mit den Partnern im Ostseeraum die transnationale Zusammenarbeit im Wissenschaftsbereich intensiviert werden. Im nächsten Schritt sollen gemeinsame Forschungsstrategien in ausgesuchten Themenfeldern entwickelt werden. Außerdem sollen durch die Entwicklung von innovativen Konzepten für neue Forschungs- und Mobilitätsprogrammen, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen dabei unterstützt werden, sich besser transnational zu vernetzen sowie Forschungsexzellenz zu entwickeln. Das Netzwerk zielt auch auf den Austausch von Best-Practice-Beispielen ab und hilft Informationen zu zentralen wissenschaftspolitischen Fragen (z.B. Internationalisierung, Forschungsförderung, Technologietransfer) zu sammeln. Darüber hinaus soll dieses Netzwerk genutzt werden, um gemeinsam politische Ziele innerhalb der Europäischen Union zu formulieren und für eine intensivere Einwerbung von EU-Forschungsmitteln günstigere Rahmenbedingungen zu setzen. Hierzu werden u.a. Konzepte zur Ausweitung der Beteiligung an EU-Forschungsprogrammen seitens weniger forschungs- und innovationsstarken Regionen im Ostseeraum entwickelt. 

Das Partnerkonsortium besteht aus den wissenschaftspolitisch relevanten Organisationen aus neun Ostseeanrainerstaaten:

Deutschland:         

  • Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hamburg
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
  • Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Senatskanzlei Hamburg

Estland:

  • Ministry of Education and Research of the Republic of Estonia

Lettland:                                       

  • Ministry of Education and Science of the Republic of Latvia

Litauen:                             

  • Ministry of Education and Science of the Republic of Lithuania
  • Research and Higher Education Monitoring and Analysis Centre (MOSTA)

Polen:       

  • Ministry of Science and Higher Education of the Republic of Poland

Dänemark: 

  • Ministry of Higher Education and Research / Danish Agency for Science and Innovation

Schweden:                        

  • Swedish Research Council
  • Swedish Ministry of Education and Research

Finnland:   

  • University of Turku (nominated by the Finnish Ministry of Education and Culture)
  • Abo Akademi University (as representative of the Baltic University Programme)
  • Finnish Ministry of Education and Culture

Russland:

  • St. Petersburg State University of Economics (UNECON – nominated by the Russian Ministry of Education and Science)

International:                                 

  • Council of Baltic Sea States (Ostseerat)
  • Baltic University Programme (BUP)
  • BSRUN – Baltic Sea Region University Network
  • BONUS - Baltic Organisations' Network for Funding Science EEIG
  • STRING- political crossborder partnership between Hamburg and Schleswig-Holstein in Germany, the Capital Region of Denmark, Region Zealand, and the City of Copenhagen in Denmark, and the Region Skåne in Sweden

Die Koordination des Netzwerks soll durch einen Lenkungsausschuss, bestehend aus leitenden Beamten aus den Wissenschaftsministerien, erfolgen. Außerdem wird der Lenkungsausschuss Themen für die engere transnationale Zusammenarbeit identifizieren und zielgruppenspezifische Projekte und Veranstaltungen initiieren.

Anschubfinanzierung

Um eine Anschubfinanzierung für die Etablierung des Baltic Science Network zu sichern wurde unter Federführung der BWFG als Koordinatorin im Juli 2015 ein Antrag für das Baltic Science Network bei dem EU-Förderprogramm Interreg Vb Baltic Sea Region eingereicht, der am 19. November 2015 bewilligt wurde.

Das Projektvolumen beträgt insgesamt 2.994.500 Euro, bei einer Projektdauer von 36 Monaten. Projektstart war März 2016.

Anbindung an die EU Ostseestrategie

Das Baltic Science Network ist sog. "flagship project” für den Schwerpunktbereich Bildung innerhalb der EU Ostseestrategie. Der Koordinator des Schwerpunktbereiches wird im Lenkungsausschuss des BSN teil nehmen. Ebenso trägt der „flagship“-Status für das Marketing des Netzwerkes auf Europäischer Ebene bei.

 

Mehr Informationen finden Sie unter: www.baltic-science.org

Kontakt:

Katariina Röbbelen-Voigt
Projekt Managerin
Tel.: 040-42863-2004
E-Mail: katariina.roebbelen-voigt@bwfg.hamburg.de

Julia Gottwald
Projekt Koordinatorin
Tel.: 040-42863-4293
Julia.gottwald@bwfg.hamburg.de

Klaus von Lepel
Projektleiter
Tel.: 040-42863-4158
Klaus.vonlepel@bwfg.hamburg.de

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Hamburger Straße 37, D - 22083 Hamburg

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