Landesbetrieb Erziehung und Beratung

Erste Hilfe in akuten sozialen Krisen Kinder- und Jugendnotdienst

Der Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) leistet erste Hilfe für Kinder und Jugendliche in akuten sozialen Krisen: Beratung und kurzfristige stationäre Aufnahme. Und dies rund um die Uhr - vornehmlich in Zeiten, in denen andere Hilfsdienste - wie bezirkliche Jugendämter / ASD, Beratungsstellen - nicht erreichbar sind, also: abends, nachts, an Wochenenden, Feiertagen.

Kinder- und Jugendnotdienst

vergrößern Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) (Bild: Bormann) Kurzfristige Hilfe in akuten Not- und Gefahrenlagen

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Unter der Rufnummer 428.490 bietet der Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) Tag und Nacht Beratung und Hilfe. Er ist auch in den Zeiten erreichbar, in denen andere Hilfsdienste - wie die bezirklichen Jugendämter / ASD, Beratungsstellen und andere - geschlossen sind, also: abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Seine Aufgabe ist es, erste Hilfe für Kinder und Jugendliche in akuten sozialen Krisen zu leisten: Beratung und kurzfristige stationäre Aufnahme.

Der Ambulante Notdienst des KJND

Beim Ambulanten Notdienst des KJND finden Kinder und Jugendliche in akuten Not- und dringenden Gefahrenlagen, in Fällen von Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller Gewalt, akuten Familienkonflikten, Hinauswurf aus dem Elternhaus, Selbstmordgefahr, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Strafdelikten Beratung und Hilfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten die Minderjährigen und deren Bezugspersonen, helfen bei der Entwicklung von Lösungsstrategien, koordinieren Gespräche mit beteiligten Dienststellen, Einrichtungen und Privatpersonen. Die Beratung findet sowohl telefonisch als auch im persönlichen Kontakt mit den Ratsuchenden in deren Wohnung oder an anderen Treffpunkten statt.

Die Unterbringungshilfe des KJND

Für kurzfristige stationäre Aufnahmen (Inobhutnahmen gem. § 42 SGB VIII) stehen in der Unterbringungshilfe des KJND 36 Plätze zur Verfügung. Die Inobhutnahme ist die vorläufige Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen für sein Wohl. Die im KJND tätigen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen leisten intensive Hilfestellung. Es gilt, die aufgenommenen Minderjährigen von ihrer Spannung zu entlasten, ihre Probleme zu klären und Kommunikation wieder aufzunehmen. Ferner werden Ansätze für neue Lebensperspektiven entwickelt.

Das Mädchenhaus des KJND

Im Mädchenhaus (10 Plätze) finden misshandelte sowie psychisch und sexuell bedrohte bzw. missbrauchte Mädchen ab 13 Jahren Aufnahme und Hilfe.

Erstaufnahme von unbegleiteten minderjährigen Ausländern

Unbegleitete minderjährige Ausländer, die in Deutschland Schutz suchen, mussten in ihrer Heimat viel Leid erdulden: Krieg- und Bürgerkrieg, politische Verfolgung, Folter an den Eltern, Religionskämpfe, Armut, Naturkatastrophen. Damit die Minderjährigen nach ihrer strapaziösen Flucht zur Ruhe kommen, werden sie zunächst in einer Erstaufnahme-/Erstversorgungseinrichtung in Obhut genommen, wo sozialpädagogische Fachkräfte sie betreuen. Aufgabe hier ist es, die Flüchtlinge zu beraten und ihnen Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen zu geben. Bis die weiteren Perspektiven für die Jugendlichen geklärt sind, bleiben sie in der Einrichtung. (Dokumentation "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Inobhutnahme und Erstversorgung im LEB")

Kontakt

Kinder- und Jugendnotdienst (KJND)

In akuten Krisen wählen Sie bitte Telefon 428.490

Sie erreichen uns auch per Mail unter KJND-Online@leb.hamburg.de

(Innerhalb von 24 Stunden nach Eingang Ihrer Mail erhalten Sie unsere Antwort. Bitte bedenken Sie: Wir können Ihnen nur antworten, wenn Sie uns Ihre E-Mail-Adresse nennen!)

Weitergehende Informationen:

Faltblatt Kinder- und Jugendnotdienst

Unsere Publikationen: Einrichtungsprofile