Beatles-Platz Hamburg
von Andres Lehmann
Öffentliche Verkehrsmittel:
S1 und S3 Haltestelle Reeperbahn, U3 Haltestelle St. Pauli
Buslinie 112, Schnellbusse 36 und 37 HVV-Fahrplanauskunft
Parkplätze: Reeperbahn-Garagen, Spielbudenplatz 5
Das Jahr 2008 verbindet der Beatles-Fan nicht unbedingt mit Hamburg und fünf Musikern aus Liverpool – andere Jahreszahlen kommen einem da schon eher in den Sinn.
Etwa 1960, als die Beatles, allen voran John, Paul und George, das erste Mal in kleinen Clubs wie dem Indra oder Star-Club entlang der Großen Freiheit in St. Pauli auftraten.
Doch so unscheinbar die Jahreszahl 2008 auch sein mag, für Hamburg hat sie eine nicht unerhebliche Bewandtnis: Nach einem Spendenmarathon wurde endlich der ersehnte Beatles-Platz eingeweiht – und somit ein Stück Liverpool in die Hansestadt geholt.
Der Beatles-Platz soll an die Anfänge der Beatles in den 60er-Jahren in Hamburg erinnern. Initiator des Projekts war der Radiosender Oldie 95.
Der Platz befindet sich an der Einmündung der Reeperbahn in die Große Freiheit. Hier spielten die Beatles Anfang der 60er-Jahre in verschiedenen Musikclubs.
Am 11. September 2008 wurde der Platz durch den damaligen Bürgermeister Ole von Beust eröffnet.
Im Boden sind Gravuren von Titeln erfolgreicher Lieder der Beatles eingelassen.
Der Platz erinnert optisch an eine überdimensionale Schallplatte, darauf stehen Edelstahl-Skulpturen der fünf Beatles - inklusive Stuart Sutcliffe.
Der Platz wird so beleuchtet, dass der Eindruck eines rotierenden Plattentellers enstehen soll.
Die Bauarbeiten dauerten im Jahre 2008 über drei Monate.
Platz da
Eine kreisrunde Fläche von knapp 30 Metern Durchmesser wurde – natürlich ausgangs der Großen Freiheit – zu einer überdimensionalen Schallplatte umfunktioniert.
Ein Touristenmagnet stellen besonders die "lebensgroßen" metallenen Umrisse der damals noch fünf Beatles am Rande des Platzes dar.
Dass sich manch einer in der Silhouette als vermeintlicher Ringo Starr ablichten lässt, obwohl doch vielmehr Pete Best, Drummer der Anfangszeit, gemeint ist, spielt da keine große Rolle – Hauptsache ein Beatle!
In den goldenen "Rillen" des Platzes wurden die Lieder der "Fab Four" eingraviert. Die Hits ab dem Jahre 1962 spielte die Combo folgerichtig bereits ohne den "fünften" Beatle ein. Stuart Sutcliffe widmete sich da schon seiner Kunst.
Runde Sache
Sehenswert ist das Museum Beatlemania in unmittelbarer Nachbarschaft des Platzes. Auch hier dreht sich alles um die Pilzköpfe. Die Ausstellung zieht sich durch ein Jahrzehnt Beat-Geschichte.Auf verschiedenen Etagen unternimmt der Musikfreund dabei eine Reise durch die sechziger Jahre. Unter anderem kann das fiktive "Yellow Submarine" besichtigt werden. Ein anderer Raum zeigt einen Nachbau der legendären Londoner Abbey Road Studios, in denen die Engländer viele ihrer Platten aufnahmen.
Der Platz und das Umfeld lassen die Beat-Historie zwar in Hamburg aufleben, ein Traum aber wird wohl nie in Erfüllung gehen: Ein Beatles-Lied über die Große Freiheit – denn die "Penny Lane" befindet sich nun mal in… Liverpool.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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