Unterhaltsvorschuss, Neuanträge

Kinder, die bei einem Elternteil leben, der ledig, verwitwet, geschieden oder getrennt lebend (alleinerziehend) ist und keinen Unterhalt vom anderen Elternteil erhält, haben Anspruch auf Unterhaltsvorschuss.

Anspruch auf Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz hat ein Kind, welches

  • in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat,
  • das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
  • bei einem Elternteil lebt, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder dauernd getrennt lebt und nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt oder Waisenbezüge erhält.

Ausländischen Kindern werden Unterhaltsvorschussleistungen gezahlt, wenn sie eine gültige Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis zu bestimmten Zwecken besitzen.

Staatsangehörige der Europäischen Union sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes sind davon ausgeschlossen.

Diese Leistung wird längstens für 72 Monate gewährt. Das Fachamt Jugend- und Familienhilfe bemüht sich, die im Rahmen des Unterhaltsvorschussgesetzes ausgezahlten Unterhaltsbeträge von dem zum Unterhalt verpflichteten anderen Elternteil zurückzufordern. In Hamburg sind die Fachämter Jugend- und Familienhilfe zuständige Dienststellen.

Weitere Informationen finden Sie beim Familienwegweiser der BASFI.

Unterhaltsvorschuss muss schriftlich beantragt werden. Eine Übersendung per Mail ist nicht ausreichend.

Es empfiehlt sich, den Antrag auf Unterhaltsvorschussleistungen persönlich bei Ihrer zuständigen Unterhaltsvorschusskasse zu stellen. Hier können Sie dann nicht nur das Beratungsangebot in Anspruch nehmen; gerne sind Ihnen die zuständigen Mitarbeiter/innen auch beim Ausfüllen des Antragsformulars behilflich. Lange Postlaufzeiten wegen evtl. erforderlicher Rückfragen entfallen durch eine persönliche Antragsstellung und führen so auch zu einer zügigeren abschließenden Bearbeitung.

Wir bitten um Verständnis, dass nur vollständig und richtig ausgefüllte Anträge, die mit den entsprechenden Nachweisen versehen wurden, zügig und abschließend bearbeitet werden können.

Eine Beratung zu allgemeinen Fragen des Unterhaltsrechts und der Unterhaltshöhe findet nicht statt. Hierzu siehe weiterführenden Link Beistandschaften.

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis
  • Meldebestätigung
  • Unterlagen über Unterhaltsregelungen
  • ggf. Scheidungsunterlagen.
Für die Unterhaltsberechtigten ist die Leistungsgewährung gebührenfrei.
Ermittlung der zuständigen Stelle
Bitte geben Sie die Meldeadresse des Kindes ein
Suchbegriffe: Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz, Neuanträge
Stand der Information: 23.05.2016