Erweiterung der Beregnungsteiche im Alten Land
Im Verbandsgebiet des Hauptentwässerungsverbandes der Dritten Meile Altenlandes (HEV) wurden als Sicherstellung für eine ausreichende Wasserversorgung für den Frostschutz der Obstbäume insgesamt 81 Beregnungsteiche erweitert und weitere 21 Neuanlagen geschaffen. Gleichzeitig wurden naturschutzfachliche Ziele verfolgt.
Durch eine naturnahe Gestaltung der neuen und erweiterten Beregnungsteiche sollten in Altenwerder verlorengegangene Gewässerlebensräume ausgeglichen werden.
Naturnahe Gestaltung für neue Lebensräume
Beregnungsteiche während der Blütezeit
(BSU)
Außerdem wurde umlaufend um die Teiche eine Uferberme angelegt. Dabei handelt es sich um eine Flachwasserzone, welche aufgrund ihrer muldenförmigen Gestalt auch bei sinkendem Wasserspiegel im Teich stets mit Wasser benetzt bleibt.
(BSU)
die Uferberme - kurz nach Abschluss der Bauarbeiten
Mit den Ufergehölzen werden Brut-, Rast- und Nahrungsplätze für heimische Vogelarten bereitgestellt. Die Teiche selbst bilden mit ihren Tiefen- und Flachwasserzonen und ihrem Pflanzenbewuchs vor allem für Fische, Wasserinsekten, Libellen und Amphibien einen attraktiven Lebensraum.
Wasser für die Bäume - Eispanzer als Frostschutz
Sinkt die Lufttemperatur nahe Null Grad Celsius ab, wird die Beregnungsanlage eingeschaltet. Der Wasserfilm, der sich um die Bäume legt, gefriert und setzt beim Übergang von Wasser zu Eis nach physikalischem Prinzip Erstarrungswärme frei. Dadurch werden die empfindlichen Obstblüten- und Knospen vor dem Erfrieren geschützt.
Die umgesetzte Erweiterung der Beregnungsteiche im Alten Land zeigt beispielhaft wie sich Nutzungsinteresse und Naturschutz gut in Einklang bringen lassen.

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