Bezirk Bergedorf

Achtung! Staupe bei einem Fuchs nachgewiesen

Das Bezirksamt Bergedorf rät insbesondere Hundehaltern zu besonderer Vorsicht.

Staupe bei einem Fuchs nachgewiesen

Bei der routinemäßigen Untersuchung durch das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV), im Rahmen des Tiergesundheitsmonitorings für Wildtiere, wurde bei einem verendeten Fuchs aus Bergedorf/Oortkaten eine Infektion mit dem Staupe-Virus festgestellt.

Zuletzt wurden wiederholt Staupe-Infektionen bei Füchsen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen nachgewiesen. Die Durchseuchung beträgt in den angrenzenden Bundesländern bis zu 30 %.

Die Staupe ist eine für den Menschen ungefährliche, aber für Wildtiere wie Füchse, Dachse und Waschbären sowie Hunde hoch ansteckende und gefährliche Viruserkrankung die weltweit verbreitet ist. Auch Katzen können den Erreger aufnehmen, erkranken jedoch nicht. Die Infektion erfolgt über das Maul oder die Atemwege, zum Beispiel beim Kontakt mit erkrankten Tieren, deren Ausscheidungen oder Kadavern. Daher sollten weder tote noch lebende Wildtiere angefasst werden und Hundehalter möglichst den Kontakt ihres Hundes mit den oben genannten Tieren verhindern.

Die Staupe weist ein vielgestaltiges Krankheitsbild auf und führt häufig zum Tod der infizierten Tiere. Nach ersten Anzeichen wie hohem Fieber, Fressunlust und Mattigkeit entwickeln sich verschiedene Formen, die Lunge (Lungenstaupe), Magen-Darm-Trakt (Darmstaupe), zentrales Nervensystem (Nervenstaupe) oder Haut betreffen können und oft ineinander übergehen. Je nach Organ zeigt das erkrankte Tier Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe, blasigen Hautausschlag und/oder eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels. Überlebt das infizierte Tier die Krankheit, behält es in der Regel jedoch dauerhafte Schäden zurück.

Da eine Behandlung erkrankter Hunde schwierig und häufig nicht erfolgreich ist, wird ausdrücklich auf die Wichtigkeit der Schutzimpfung von Hunden hingewiesen. Diese besteht in einer ausreichenden Grundimmunisierung in der 8., 12. und 16. Lebenswoche und im Alter von 15 Monaten. Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes sind Folgeimpfungen im mind. 3-jährigen Abstand erforderlich. Es wird daher dringend allen Hundehaltern empfohlen den Impfstatus ihres Vierbeiners zu überprüfen und diesen gegebenenfalls nachimpfen zu lassen.