Pressemitteilung
Ausbreitung von Neophyten eindämmen
18. April 2013Aktuell läuft die Bekämpfung der Herkulesstaude und des drüsigen Springkrautes an.
Auf öffentlichen und privaten Flächen finden sich in den letzten Jahren vermehrt Neophyten. Neophyten sind in Europa ursprünglich nicht heimische Pflanzen, die sich zum Teil massiv ausbreiten und die heimische Pflanzenwelt verdrängen. Durch flächendeckende Massenvorkommen können Sie eine Gefahr für die heimische Lebensraum- und Artenvielfalt darstellen. Im Bezirk Eimsbüttel werden entlang der Gewässer seit 2009 zwei Neophytenarten gezielt bekämpft.
Das Drüsige Springkraut ist v.a. wegen der Erhöhung der Erosionsgefahr an Gewässerböschungen ein Problem und wird deswegen entfernt, indem die Pflanzen mit den Wurzeln herausgezogen werden. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober. Die rosafarbenen Blüten stehen in Trauben und tragen einen Sporn. Als Frucht bildet sich eine Kapsel, die bei Berührung aufspringt und bis zu 2000 Samen einige Meter hinausschleudert, daher auch der Name Springkraut.
Die sog. Herkulesstauden (Riesenbärenklau), die mit ihrer Höhe von bis zu vier Metern und den großen weißen Blütendolden beeindruckend aussieht, breitet sich immer stärker aus und sorgt aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen bundesweit für Probleme. Der direkte Hautkontakt mit Herkulesstauden sollte vermieden werden, da photosensiblisierende Substanzen in allen Pflanzenteilen in Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichts zu einer starken allergischen Reaktion der Haut und schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen führen, die nur langsam wieder verheilen.
Um einer Massenausbreitung und der von der Staude selbst ausgehenden Gefahr entgegenzutreten, werden die Pflanzen auf den öffentlichen Flächen entlang der Gewässer im Bezirk Eimsbüttel seit 2009 ausgegraben.
Um die Herkulesstaude konsequent zurückzudrängen, ist es notwendig, auch die Bestände auf Privatgrund zu bekämpfen, da sie sich sonst von da wieder ausbreiten können. Deshalb bittet das Bezirksamt Eimsbüttel um Mithilfe und appelliert an die Eigentümer von betroffenen Privatgrundstücken, die Herkulesstauden zu bekämpfen.
Ein Flyer mit Hinweisen zur Herkulesstaudenbekämpfung liegt im Foyer des Bezirksamtes, Grindelberg 66, aus oder ist beim Fachamt Management des öffentlichen Raumes, Wasserwirtschaft (vor Raum 915) erhältlich.
Wichtig: Die Beseitigung der Pflanzen sollte nur mit entsprechender Schutzkleidung (Arbeitshandschuhe, langärmlige Kleidung, etc.) durchgeführt werden. Die effektivste Methode ist das Ausgraben der oberen
15 cm der Wurzelrübe. Die Pflanzen sollten nicht auf den heimischen Komposthaufen, sondern in der grünen Biotonne der Stadtreinigung Hamburg umweltgerecht entsorgt werden. Eine Entsorgung in der grauen Restmülltonne ist nicht umweltgerecht und widerspricht dem Prinzip der Mülltrennung.
Für Rückfragen steht Ihnen Herr Schneider unter der Tel. +49 40 42801-3406 gerne zur Verfügung.
18. April 2013






