Meine Vision ist die blühende regionale Bildungslandschaft
Wolfgang Kopitsch
(© Hamburg macht Schule)
Das System Regionaler Bildungskonferenzen (RBK) ist ein Strukturmodell für die Zusammenarbeit vieler Akteure in Sachen Bildung. Dabei geht es darum, über alle Ebenen der Stadt eine gemeinsame Verantwortlicheit auch für regionale Bildungsbelange zu entwickeln und zu leben. Wenn wir darin erfolgreich sind, und davon bin ich fest überzeugt, werden wir über das neue Zusammenspiel von Behörden, Verbänden, Schulen, Kitas, Jugendhilfe, Integrationseinrichtungen und vielen mehr eine effektive und qualitativ hochwertige Vernetzung, Abstimmung und Organisation von Bildungsangeboten vor Ort erreichen. Dabei geht es vor allem um bedarfsgerechte Angebote. Meine »Vision« ist natürlich die blühende regionale Bildungslandschaft, die Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg unabhängig von der Herkunft des Einzelnen ermöglicht. Der Weg dahin ist nicht einfach: Neue Formen der Zusammenarbeit müssen verinnerlicht, Verbindlichkeit gelebt und auch ganz praktische Fragen müssen bearbeitet werden. Weiterhin sind Ressourcenfragen zu klären und Ideen zur besseren Abstimmung von Förderkulissen bzw. neue Finanzierungsformen zu entwickeln. Erste Weichen sind aber gestellt und ganz besonders für die Sozialräume, in denen Menschen in sozial schwierigen Verhältnissen leben, ist es mir wichtig, dass wir diese Chance aktiv nutzen.
Zunächst müssen sich die Beteiligten im Rahmen der RBK kennenlernen und eine gemeinsame Sicht auf das Thema Bildung entwickeln. Es gilt ja, Bildung als lebenslangen Prozess zu begreifen und formale, non-formale und informelle Bildungskontexte in den Blick zu nehmen. Wichtig ist es auch, von vornherein den Nutzen dieses neuen Strukturmodells sichtbar zu machen und die Beteiligten zu motivieren, sich mit ihren Belangen und Potentialen einzubringen. Zunächst muss die RBK auf der bezirklichen Ebene eingerichtet werden und ihre Arbeit aufnehmen. Sie wird aus den verschiedenen Multiplikatoren zum Thema Bildung zusammengesetzt sein. Diese müssen mit Blick auf den Bezirk planen, wie die folgenden lokalen Konferenzen vor Ort ihre Arbeit aufnehmen sollen. Alle Teilnehmer müssen das Vorhaben auch bewerben und in ihre Institutionen hinein kommunizieren. Dann darf nicht viel Zeit vergehen und die praktischen The-men müssen »auf den Tisch«!
Bis 2013 ist die Aufbauphase im Gesamtsystem zu leisten. Ich hoffe, dass dieses ressortübergreifende Vorhaben schnell postive Ergebnisse zeigt und wir dann in unseren Regionen Folgendes feststellen:
Der Bildungsbegriff hat sich erweitert, der Begriff Lebenslanges Lernen bestimmt die Sicht und Haltung.
Die Akteure unterschiedlicher Angebote fühlen sich eingebunden, beteiligt und begegnen sich auf Augenhöhe.
Die Akteure wissen voneinander, es besteht Transparenz über Ziele und Angebote, neue Partner werden gewonnen
Neue Bildungsnetzwerke sind entstanden bzw. vorhandene werden eingebunden und gesichert.
Neue Bildungspotentiale werden entdeckt und entwickelt, Nutzerzahlen werden erhöht
Kooperationen entstehen und tragen Früchte (z. B. durch die Schließung von Angebotslücken, die bessere Abstimmung von Angeboten, Synergieeffekte, neue Qualitäten etc.)
Anliegen die lokal nicht bewegt werden können, werden in den nächsten Ebenen der Struktur bearbeitet; es gibt verbindliche Rückmeldungen.
Bildung ist integraler Bestandteil unserer sozialräumlichen Arbeit.

Mister Wong
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