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Bildergalerie: Historische Ansichten Hamburgs zur Franzosenzeit
Die Gebrüder Christoffer und Peter Suhr haben zwischen 1805 und 1860 unzählige Hamburg-Ansichten geschaffen. Die Bilder in dieser Galerie beschäftigen sich mit der französischen Besatzungszeit zwischen 1806 und 1814.
Christoffer und Peter Suhr
Verbrennung englischer Waren 1810. Die Franzosen besetzen aus strategischen Gründen 1806 das neutrale Hamburg und machen es 1811 sogar zum Departement. Wegen der Kontinentalsperre gegen England werden in Hamburg englische Waren verbrannt.
Napoleonische Soldaten 1810. Viele der in Hamburg stationierten französischen Soldaten kamen aus von Napeleon besetzten Ländern, vor allem aus Spanien und Portugal (Algarbien).
Gefecht auf der Veddel 1813. Die Niederlage Napoleons in Russland erhöht den Widerstand und führt am 12. März 1813 zum Rückzug der französischen Besatzungstruppen.
Verbrennung englischer Waren 1810. Die Franzosen besetzen aus strategischen Gründen 1806 das neutrale Hamburg und machen es 1811 sogar zum Departement. Wegen der Kontinentalsperre gegen England werden in Hamburg englische Waren verbrannt.
Gefecht bei Mustin 1813. Die Hamburger Bürgergarde und die Hanseatische Legion sind vor Einmarsch der Franzosen im Mai 1813 nach Mecklenburg ausgewichen. Einzelne Gefechte wie hier bei Mustin ändern nichts an der Überlegenheit der Franzosen.
Alsterflotte 1813. Die Gegend beim Dammtor wird aus strategischen Gründen "demoliert", also abgeholzt. Die französische Alsterflotte scheint allerdings heute eher als Parodie der Geschichte.
Brennendes Dammtor 1813. Hamburg wird ab August 1813 zur Festung ausgebaut. Die Gebiete vor den Wällen werden abgebrannt, um den Verteidigern freie Sicht zu ermöglichen.
Brookthor 1813. Für schnellen Truppennachzug haben die französischen Truppen eine Brücke durch das sumpfige Wilhelmsburg und über den ebenfalls sumpfigen Grasbrook gebaut (Bild 127). Norder- und Süderelbe werden mit Fähren überquert.
Jungfernstieg 1813. Um die Ernährung der belagerten Stadt zu gewährleisten, zwingt Gouverneur Davoust 10.000 Hamburg, die Stadt zu verlassen. Sie werden in Nachbardörfern aufgenommen, 1000 sterben.
Stintfang Winter 1813. Hamburg hat sich gegen mögliche Angriffe eingeigelt. Der Winter 1813/14 ist kalt und entbehrungsreich für Bevölkerung wie Besatzungssoldaten, die großenteils spanische und portugiesische Zwangsrekrutierte sind.
Brennender Hamburger Berg 1814. Im Januar 1814 werden als Vorsichtsmaßnahme auch Häuser in der Vorstadt St. Pauli abgebrannt, um freies Schussfeld zu haben. Hamburger Bürger werden zu Schanzarbeiten gezwungen.
Einzug hanseatische Legion 1814. Gouverneur Davoust verlässt Hamburg am 30.5.1814 mit 27.000 Mann und 5.000 Pferden. Am 30. Juni 1814 zieht die hanseatische Legion als Befreier in die Stadt ein.
Abmarsch freiwilliger Jäger 1815. Hamburger Freiwillige machen sich im Mai 1815 auf den Weg, um an der entscheidenden Schlacht der Belle Alliance gegen Napoleon bei Waterloo teilzunehmen.
Rückkehr freiwilliger Jäger 1815. Die freiwilligen Jäger kehren im Oktober verspätet, aber umjubelt nach Hamburg zurück. Die Stadt ist dabei, die schlimmen Spuren der zweijährigen Belagerungszeit von 1813/14 zu beseitigen.
Parade Domplatz 1815. Der Sieg über Napoleon wird gefeiert, die Schrecken der Belagerungszeit überdecken die Reformen in Politik und Justiz, die die "Franzosenzeit" Hamburg beschert hatte.
Die Meilenbrücke 1815. Die 1813 errichtete Meilenbrücke ist ein verkehrstechnisches Meisterwerk. Dennoch werden keine Mittel für ihren Unterhalt bereitgestellt und sie wird 1817 wegen Baufälligkeit abgerissen.