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Die Auswandererhallen auf der Veddel – ein Fortschritt?
Ab 1900 errichtet die HAPAG auf der Veddel die "Auswandererhallen". Mit dem Zug eintreffende Emigranten werden als Erstes in die Eingangshalle geschleust. Angestellte der HAPAG in Uniform oder Zivil führen die Aufsicht.
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Ab 1900 errichtet die HAPAG auf der Veddel die "Auswandererhallen". Weitab vom Stadtzentrum Hamburgs entsteht allmählich ein neues Quartier. Für Zeitgenossen ist diese Einrichtung ein Vorbild an Sauberkeit und Effektivität.
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Mit dem Zug eintreffende Emigranten werden als Erstes in die Eingangshalle geschleust. Angestellte der HAPAG in Uniform oder Zivil führen die Aufsicht.
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Jeder Ankömmling muss sich in der Eingangshalle einer Personalienkontrolle und einer ersten Gesundheitsuntersuchung unterwerfen. Nach Desinfektion und ärztlicher Untersuchung gelangt man auf die "reine" Seite.
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Um den Ausbruch von Krankheiten an Bord und das Einschleppen von Epidemien in die USA zu verhindern, müssen die Auswanderer in Hamburg bis zu 14 Tagen in Quarantäne bleiben.
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Die HAPAG lässt die renommierten Hamburger Fotographen Johann und Heinrich Hamann Werbefotos von den Auswandereranlagen machen. Damit soll im Osten geworben werden. Aufnahmen der Massenunterkünfte werden nicht gezeigt.
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Trotz der militärähnlichen Organisation - die Auswandererhallen sind eine klare Verbesserung zu den früheren zuständen. Da eine Großzahl der Auswanderer jüdischen Glaubens ist, gibt es auf der Veddel eine Synagoge und koschere Speisen.
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Die HAPAG sorgt dafür, dass mittellose Auswanderer nicht in die Stadt gelangen. Die künftigen Zwischendeckpassagiere leben in einem abgeschirmten Lager. So wird immerhin verhindert, dass den Emigranten überteuerte und unnütze Ware aufgeschwatzt wird.
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Für viele Emigranten ist Hamburg das tor zur Welt. Die Hamburger wissen wenig von den Auswanderern. Kaum einer weiß jedoch, dass durch das Wirken Albert Ballins vielen Menschen die Flucht vor Verfolgung und Armut erleichtert wurde.