Wer sind die Auswanderer?
Zwischen 1850 und 1934 wandern über fünf Millionen Europäer nach Übersee aus. Es sind deutsche Bauern und Handwerker, später auch politisch Verfolgte und Auswanderer aus Osteuropa, darunter viele Juden.
Von 1846 bis 1857 wandern über eine Million Deutsche in die USA aus. Es sind vor allem Süddeutsche aus kleinbäuerlichen Verhältnissen, später auch Landarbeiter aus Ostdeutschland. Hauptgrund sind Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit mit der Politik.
Nach der gescheiterten Revolution von 1848 fliehen viele Demokraten und nicht wenige Intellektuelle aus Deutschland in die USA. Ihr Fortgehen bedeutet Verlust. Einer von ihnen ist Carl Schurz (1829 - 1906), der später in den USA Innenminister wird.
Seit 1870 befinden sich unter den Auswanderern immer mehr Handwerker und kleine Gewerbetreibende. Sie sehen für sich keine Zukunft mehr in der Heimat.
gegen Ende des Jahrhunderts wandern immer weniger Deutsche aus, da die Industrialisierung Arbeitsplätze schafft. Hingegen steigt die Zahl der osteuropäischen Auswanderer. Sie benutzen Hamburg als Transithafen.
Seit 1881 kommt es in Russland wiederholt zu Pogromen gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Jetzt dient Hamburg den flüchtenden russischen Juden und ihren Glaubensbrüder aus Galizien und Rumänien als sichere Zwischenstation auf dem Weg in die Neue Welt.
Die jüdischen Emigranten suchen in den USA eine Zukunft ohne Angst vor Verfolgung, eine Zukunft ohne Angst vor Verfolgung, eine Zukunft in Freiheit, Frieden und Wohlstand. Unter diesen Emigranten sind beispielsweise die Vorfahren von Kirk Douglas und Woody Allen.
Das "Deutsche Central-Komitee für die russischen Juden" unterstützt bedürftige auswanderungswillige russische Juden. Um aus anderen Ländern kommende Juden kümmert sich seit 1884 der Hamburger Daniel Wormser, Lehrer an der Talmund-Tora-Realschule.
Niemand verässt gerne sein zuhause. Die Gesichter der Frauen zeigen die Sorgen um die ungewisse Zukunft. Die Verhältnisse in der Heimat müssen sehr drückend sein, dass Menschen die Strapazen und die Gefahren einer oft monatelangen Reise auf sich nehmen.
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