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Bildergalerie: Historische Ansichten vom Hamburger Großen Brand
Die Gebrüder Christoffer und Peter Suhr haben zwischen 1805 und 1860 unzählige Hamburg-Ansichten geschaffen. Die Bilder in dieser Galerie beschäftigen sich mit dem Großen Brand von 1842, der ein Drittel der Innenstadt zerstörte.
historic-maps.de
Brennende alte Börse 5.5.1842. Der Brand bricht am 5. Mai 1842 morgens um 1.00 Uhr in einem Speicher in der Deichstraße 44 aus. Die Behörden lehnen um 10.00 Uhr den Wunsch der Spritzenmeister ab, zur Eindämmung des Brandes Häuser zu sprengen.
Brand Nicolaikirche 5.5.1842 nachmittags. Der Brand breitet sich wegen vorhergehender Trockenheit, starken Südwestwindes und enger Bebauung der Altstadt rasend aus. Um 5.00 Uhr morgens brennt die Nicolai-Kirche, um 16.00 Uhr bricht der Turm zusammen.
Brand Nicolai-Kirche 5.5.1842 nachts. Die Nicolai-Kirche ist verloren, der Brand breitet sich in Richtung neuer Börse und Johannis-Markt (Rathaus-Markt) aus.
Brennendes Einbecksches Haus 6.5.1842. Die Flammen erreichen das alte Rathaus an der Trostbrücke. Es wird vergeblich gesprengt. Die Flammen wandern weiter Richtung Neuer Wall und Petri-Kirche.
Brand Kleine Alster 6.5.1842. Nun nähert sich das Feuer dem Jungfernstieg. Die halbe Altstadt steht in Flammen. Die Löschmannschaften sind völlig überfordert.
Sprengung Jungfernstieg 6.5.1842. Zur Sicherung des Gänsemarktes lässt der englische Ingenieur Lindley das Haus von Salomon Heine und Streits Hotel am Jungfernstieg sprengen. Der Brand kommt dort zum Erliegen.
Brennendes Hamburg 8.5.1842. Das ganze östliche Alsterufer steht in Flammen. Erst am 8.5.1842 wird das letzte brennende Haus kurz vor den nördlichen Festungsanlagen gelöscht. Deswegen heißt dort eine Straße heute Brandsende.
Kleine Alster 10.5.1842. Blickrichtung vom östlichen Jungfernstieg nach Süden auf die Börse. Über 4000 Wohnungen und Speicher sind zerstört, fast 20.000 Menschen sind obdachlos, das entspricht 10% der Bevölkerung.
Ruinen beim Rödingsmarkt 1842. Der Blick geht nach Osten auf die zerstörte Nicolai-Kirche. Das Fleet in der Mitte der Straße Rödingsmarkt hat die Flammen gestoppt. Aber sieben Kirchen sind zerstört, der Gesamtschaden beträgt 135 Mio Goldmark.
Ruine St. Petri. Die abgebrannte St. Petri-Kirche, die älteste Hamburger Kirche, wird von 1843-1849 nach Plänen von Alexis de Chateauneuf wieder aufgebaut.
Adolphsplatz nach Brand 11.5.1842. Die erst 1841 eingeweihte neue Börse hat den Flammen standgehalten. 10 zufällig anwesende Männer haben unter Leitung des Kaufmanns Th. Dill das Gebäude und damit das eigene Leben umgeben vom Flammeninferno gerettet.
Jungfernstieg September 1842. Behelfswohnungen für die sog. Abgebrannten entstehen. Der Bankier Heine übernimmt die Schuldverschreibungen der Kaufleute zu Vorbrandsbedingungen und rettet so vielen Kaufleuten die Existenz.
Karte des Brandes 1842. DerBrand zerstört etwa die Hälfte der Altstadt östlich des Neuen Walles. Die Neustadt war durch Alsterfleet und Herrengraben geschützt, am Jungfernstieg verhindert die Sprengung von Häusern das Übergreifen der Flammen.