Behörde für Schule und Berufsbildung

Pilotprojekt Smart Classroom - Digitalisierung des Unterrichts

Bildungssenator Rabe übergibt Pilotschule Gymnasium Lerchenfeld Ausrüstung für digitale Experimente („Nucleus-Koffer“)

Die Digitalisierung wird nahezu alle Lebensbereiche verändern. Umso wichtiger wird die Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Schule. Die Bildungsbehörde legt daher gemeinsam mit den IT-Unternehmen Dataport, Capgemini und Microsoft ein Pilotprojekt „Digitalisierung macht Schule“ auf, in dem Schulen ein Ausrüstungsset für naturwissenschaftliche Experimente mit digitalen Daten erhalten. Bildungssenator Ties Rabe hat den ersten dieser so genannten Nucleus-Koffer an das Gymnasium Lerchenfeld übergeben und die dazugehörige Lernplattform freigegeben. Insgesamt nehmen sieben Hamburger Schulen an dem Pilotprojekt teil: Gymnasium Lerchenfeld (Uhlenhorst), Gymnasium Altona, Gymnasium Ohmoor (Niendorf), Gymnasium Osterbek (Bramfeld), Stadtteilschule Maretstraße (Harburg), Ilse-Löwenstein-Schule (Barmbek-Süd) und Stadtteilschule Oldenfelde

Smart Classroom - Digitalisierung des Unterrichts

Die Koffer enthalten neben einem Minicomputer und einer IP-Kamera Sensoren für das Erfassen von Temperatur, Bewegung, Licht und Strom sowie Heizungsthermostate. Die erfassten Sensorendaten werden per Minicomputer in die von Dataport bereitgestellte Cloud hochgeladen, wo sie über ein von Capgemini und Microsoft entwickeltes Portal (Lernplattform) ausgewertet werden können. Begleitend enthalten die Koffer einige beispielhafte Unterrichtseinheiten für Versuche, etwa zu den Auswirkungen von Dämmstoffen im Hausbau oder zu den Einflussfaktoren von Pflanzenwachstum. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler mit der Ausrüstung auch zu eigenen Versuchsreihen für ihre Schule und ihr Umfeld angeregt werden.

Bildungssenator Ties Rabe: „Das Lernen mit digitalen Bildungsmedien, der Zugriff mit schulischen Notebooks und auch mit eigenen Smartphones und Tablets, in der Schule und zu Hause, ein orts- und zeitunabhängiges Lernen und die Möglichkeit, die digitalen Lernangebote weiterzuentwickeln, das ist Strategie der Schulbehörde, so stellen wir uns das Lernen im digitalen Zeitalter vor.  Ein Lernen, mit dem die Schulbehörde mit diesem Projekt die Strategie der Digitalen Stadt Hamburg umsetzt, indem sie Grundlagen für eine Vernetzung des Lernens zwischen Schulen und den urbanen Daten der Stadt legt. Das Gymnasium Lerchenfeld und die anderen Stadtteilschulen und Gymnasien, die heute mit dem Sensorikkoffer starten, werden in diesem Schuljahr damit lernen und gemeinsam mit den Entwicklern weitere Einsatzmöglichkeiten erarbeiten.“

"Mit dem Programm wollen wir auch das Bewusstsein für die Bedeutung der digitalen Souveränität fördern. Wenn man im Experiment erlebt, was man aus der Verknüpfung von Daten alles folgern kann, stärkt das einen gesunden kritischen Umgang mit den eigenen Daten", sagte Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport.

Marc Reinhardt, Head of Public Sector bei Capgemini in Deutschland, betonte: "Die Schule ist das ideale „Spiel- und Experimentierfeld“ für Smart City und Digitalisierungskonzepte. Schüler sind neugierig, Technologie-affin und erkunden ihre Umgebung. Der Smart Classroom Koffer ermöglicht im Klassenraum erste Experimente mit Sensoren und baut so digitale Kompetenz durch grundlegendes IT-Wissen beim Nachwuchs auf."

Peter Hurnaus, Bereichsleiter Länder und Kommunen Microsoft Deutschland GmbH, sagte: "Die konkrete Umsetzung von digitaler Bildung und die Vermittlung von Medienkompetenz ist uns ein großes Anliegen. Mit unserer sicheren und leistungsfähigen Infrastruktur ermöglichen wir, dass digitale Daten jederzeit für alle Schüler zur Verfügung gestellt werden und der intelligente Umgang mit diesen geübt wird."

Hinweis:

Veröffentlichungsfähige Fotos können via E-Mail an pressestelle@bsb.hamburg.de angefordert werden.

Gymnasium Lerchenfeld: www.gyle.de