Wir sind Hamburg! Bist du dabei?
Fachinformationen über die Kampagne
Die hamburgische Verwaltung sucht verstärkt junge Menschen, die aus anderen Kulturkreisen kommen und zur besseren Verständigung zwischen den Behörden und den Bürgerinnen und Bürgern beitragen können. Kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft soll sich gerade auch in der Mitarbeiterschaft des öffentlichen Dienstes widerspiegeln. Kompetenzen wie z.B. Mehrsprachigkeit oder Erfahrungen aus anderen Kulturkreisen sind oft wertvoll und hilfreich im Kundengespräch.
(Personalamt)
Die Integration von Zuwanderern in unsere Gesellschaft ist eine der wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen unserer Zeit.
Neben Sprache und Bildung sind insbesondere Ausbildung und Erwerbstätigkeit, also die berufliche Integration in den Arbeitsmarkt, wesentliche Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Auszubildende mit einem Migrationshintergrund sind in der hamburgischen Verwaltung zurzeit noch unterrepräsentiert. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hatte deshalb am 31. Oktober 2006 ein Maßnahmenkonzept beschlossen, die Bewerbungs- und Ausbildungsanteile junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Ausbildungen der hamburgischen Verwaltung auf einen Zielwert von 20% zu erhöhen. Die Maßnahmen richten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler mit Realschulabschluss, Fachhochschulreife oder Abitur. Schülerinnen und Schüler mit einem Hauptschulabschluss haben die Möglichkeit, sich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung zu bewerben.
Jährlich bietet die hamburgische Verwaltung mehr als 600 Ausbildungs- und Studienplätze in den Berufen Allgemeine Verwaltung, Justiz und Steuerverwaltung, Polizei und Feuerwehr an; je nach Ausbildungsgang werden monatlich zwischen 734 € und 1.012 € gezahlt. Hierunter fallen die Beamtenausbildungen der Fachrichtung Allgemeine Dienste (ehemaliger mittlerer und gehobener Dienst), sowie ebenfalls vergleichbare bedarfsorientierte Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz (Verwaltungsfachangestellte und Justizfachangestellte). Dabei ist die deutsche Staatsangehörigkeit keine zwingende Voraussetzung, um Beamtin bzw. Beamter der hamburgischen Verwaltung zu werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss bestehen gute Übernahmechancen auf einen sicheren Arbeitsplatz.
Die ausbildenden Behörden (Personalamt/Zentrum für Aus- und Fortbildung, Behörde für Justiz und Gleichstellung, Behörde für Inneres und Sport, Finanzbehörde) setzen die Dachkampagne „Wir sind Hamburg! Bist Du dabei?“ unter der Federführung des Zentrums für Aus- und Fortbildung gemeinsam um.
Von den 550 eingestellten Auszubildenden haben 91 Personen einen Migrationshintergrund, dies entspricht einem Einstellungsanteil von 16,5%. Damit ist es uns gelungen, den positiven Trend der vergangenen Jahre konsequent fortzusetzen (2010: 15,0%; 2009: 14,7%; 2008: 12,4%; 2007: 10,9%; 2006: 5,2%). Die am stärksten vertretenen Herkunftsländer sind auch weiterhin Polen, die Türkei, Russland und Kasachstan.
Pressemitteilung vom 03.01.2012
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