Behörde für Kultur und Medien

Ehrung Senator-Biermann-Ratjen-Medaille für Elke Dröscher

Hamburger Senat ehrt Sammlerin und Betreiberin des Puppenmuseums Falkenstein im Landhaus Michaelsen


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Senator-Biermann-Ratjen-Medaille für Elke Dröscher

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat Elke Dröscher, die Betreiberin des Puppenmuseums Falkenstein, mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet. Sie wird für „ihre Verdienste um den Denkmalschutz und das Puppenmuseum“ geehrt. Der Senator für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, hat Elke Dröscher die Medaille heute anlässlich des 125jährigen Geburtstages von Karl Schneider im Puppenmuseum Falkenstein überreicht. Es ist Elke Dröscher maßgeblich zu verdanken, dass die von Karl Schneider 1923 als Landhaus Michaelsen entworfene Villa, eines der wenigen Gebäude der Bauhausepoche, in Hamburg fach- und denkmalgerecht saniert wurde.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Elke Dröscher ist in mehrfacher Hinsicht ein leuchtendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Elke Dröscher hat in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt die architektonischen Besonderheiten und Details der bedeutenden Villa von Karl Schneider instandgesetzt und herausgearbeitet. Sie hat es ermöglicht, dass dieses Denkmal mit der Nutzung als Puppenmuseum Falkenstein auch der Öffentlichkeit und allen Architekturinteressierten zugängig gemacht worden ist. Das Ergebnis ihrer Bemühungen ist seit nun mehr 31 Jahren für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger sichtbar und erlebbar. Dafür gebührt Elke Dröscher der Dank der Stadt!“

Das im Sven-Simon Park gelegene Landhaus Michaelsen beherbergt neben einer Galerie für zeitgenössische Kunst seit 1986 die private Puppensammlung Elke Dröschers: Auf einer Fläche von 300 Quadratmetern werden dort mehr als 500 überwiegend europäische Puppen und etwa 60 Puppenstuben ausgestellt und veranschaulichen als Spiegelbild der Gesellschaft die Entwicklung der Mode und den Wandel des Schönheitsideals. Anhand der historischen Ausstellungsstücke wird die kulturgeschichtliche Veränderung nicht nur der „Puppenwelt“ der vergangenen zweihundert Jahre sichtbar und begreifbar. In einer aktuellen Sonderausstellung werden zudem teilweise noch nie der Öffentlichkeit gezeigte Dokumente aus den 20er und 30er Jahren zum Arbeiten und Leben Karl Schneiders ausgestellt. 

Die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille wurde 1978 vom Senat zum Gedenken an die Verdienste des Kultursenators Dr. Hans Harder Biermann-Ratjen (1901 – 1969) gestiftet. Mit der Medaille werden Personen, Personengruppen oder Institutionen geehrt, die sich mit ihren künstlerischen und kulturellen Leistungen um Hamburg verdient gemacht haben.


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