Behörde für Kultur und Medien

Stadtteilkultur Wiedereröffnung des ella Kulturhauses in Langenhorn

  

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Wiedereröffnung des ella Kulturhauses in Langenhorn

Nach zehnmonatigem Umbau wird das ella Kulturhaus in Langenhorn heute im Beisein von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, wiedereröffnet. Die Erweiterung und barrierefreie Umgestaltung des ella Kulturhauses ist ein Schlüsselprojekt des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) im ehemaligen Fördergebiet Essener Straße im Bezirk Hamburg-Nord. In den vergangenen Monaten wurde ein zusätzlicher Multifunktionsraum geschaffen, der auch als Café genutzt werden kann, das Foyer neu gestaltet, ein kleiner Backstage-Bereich geschaffen und die Barrierefreiheit durch eine Rampe im Eingangsbereich des Hauses und den Umbau der Toilettenanlage hergestellt. Die Mittel für den Umbau in Höhe von insgesamt 750.000 Euro wurden bereitgestellt von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen aus RISE-Mitteln (460.000 Euro), vom Bezirksamt Hamburg-Nord (170.000 Euro), der SAGA Unternehmensgruppe (70.000 Euro) und der Behörde für Kultur und Medien (50.000 Euro). Die SAGA stellt das Gebäude darüber hinaus für 20 Jahre mietfrei zur Verfügung.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Stadtteilkultureinrichtungen gehören genauso zur Kulturstadt Hamburg wie Elbphilharmonie, Oper oder Kunsthalle. Sie tragen maßgeblich zur Lebensqualität in den Stadtteilen bei und definieren durch Kultur den Kern unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dazu braucht es Orte und Akteure, die Bezüge zu den Lebenswelten der Menschen in den Stadtteilen haben und die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in diesen Diskurs einbinden können. Das ella Kulturhaus ist für Langenhorn so ein Ort. Ich freue mich, dass wir mit dem Umbau gemeinsam die hervorragende Arbeit seines Teams unterstützen konnten.“ 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Das ella Kulturhaus ist ein Ankerpunkt für das kulturelle Leben des Stadtteils, den die Menschen in Langenhorn als identitätsstiftende Bereicherung des Quartiers sehr schätzen. Diese wichtige Einrichtung im ehemaligen Fördergebiet Essener Straße ist mit Mitteln aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung gefördert worden – das freut mich ganz besonders, weil das erweiterte und barrierefrei umgebaute ella Kulturhaus nun noch mehr Raum für kulturelle Veranstaltungen, Feiern und Angebote sozialer Träger bietet.“

Harald Rösler, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord: „ella hat Strahlkraft! Diese Strahlkraft wirkt weit über das Quartier Essener Straße hinaus, sogar über die Grenzen unseres großen Stadtteils Langenhorn in den ganzen Bezirk Hamburg-Nord und seine Nachbarschaft. ella-Veranstaltungen sind so bunt und vielfältig, dass sich verschiedenste Zielgruppen angesprochen und angezogen fühlen. Die jetzt vollzogene Erweiterung ermöglicht ella einen kraftvollen Neustart mit deutlich verbesserten Möglichkeiten.“

Wilfried Wendel, Vorstand der SAGA Unternehmensgruppe: „Seit der Unternehmensgründung fördert die SAGA Kunst und Kultur in den Quartieren, um die Kommunikation in den Nachbarschaften anzuregen und Bewohner unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen. Das ella Kulturhaus in Langenhorn ist dabei ein langjähriger Partner und leistet einen wertvollen Beitrag zur Quartiersentwicklung. Umso mehr freut es mich, dass das Engagement im Stadtteil durch die neuen, größeren Räumlichkeiten jetzt noch vielfältiger werden wird und dass durch den barrierefreien Ausbau des Gebäudes alle Nachbarinnen und Nachbarn in den Genuss von hochwertigen kulturellen Angeboten kommen können.“

Susanne Jung, Leiterin des ella Kulturhaus: „Die heutige Wiedereröffnung ist für uns ein wirklich großer Moment, auf den wir lange hingearbeitet haben. Durch die neuen Räumlichkeiten und die Schaffung zweier neuer Stellen haben wir endlich die Möglichkeit, neue Formate und Angebote zu entwickeln und zu etablieren. Wir bedanken uns bei allen Akteuren und Unterstützern und genießen den heutigen Tag gemeinsam.“

ella Kulturhaus Langenhorn

Das ella Kulturhaus Langenhorn wird vom Verein Mook wat e.V. betrieben. Das vorrangige Interesse des Kulturhauses ist es, gemeinsam mit den Bewohnern und Partnern für einen attraktiven Stadtteil zusammenzuarbeiten. Das ella Kulturhaus Langenhorn ist dabei Anlauf- und Vernetzungsstelle, sein Team engagiert sich nachhaltig in der Stadtteilentwicklung. Generationsübergreifende und interkulturelle Angebote sind ein besonderes Anliegen.

Als Veranstaltungszentrum stellt das ella gemeinsam mit den Menschen vor Ort ein attraktives Programm zusammen und bereichert das kulturelle Leben im Norden Hamburgs. Vielfältige Kulturangebote und gute Unterhaltung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gehören dazu.

Seit 2005 werden jährlich über 60 Veranstaltungen der unterschiedlichsten Sparten im ella durchgeführt. Das mobile Veranstaltungsformat „Das Rollende Sofa“ präsentiert Lesungen, Comedy, Varieté und Live-Musik an ungewöhnlichen Orten. Neben Veranstaltungen mit bekannten Künstlern ist gibt es Raum für Nachwuchskünstler und Gruppen, die sich ausprobieren möchten. Die Initiierung und Verstetigung von Beteiligungsprojekten wie „Der Bücherkoffer“ oder das „Buffet der Kulturen“ bilden einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit. Als verlässlicher Partner der Stadtteilentwicklung werden gemeinsam Projekte mit Schulen, Integrations- und Bildungseinrichtungen realisiert.

Das Programm des ella Kulturhauses in Langenhorn finden Sie hier: www.ella.mookwat.de.

Über RISE – Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung bildet in Hamburg das programmatische Dach für den Einsatz der Programme der Bund-Länder-Städtebauförderung, um Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf sozial und städtebaulich zu stabilisieren und aufzuwerten. Vernetztes Handeln aller Fachbehörden und Bezirke für eine gemeinsame Quartiersstrategie gehört zu den zentralen Erfolgsfaktoren dieses Programms und wird beim ella besonders gut sichtbar.

Vor allem in den Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf geht es um die gemeinsame Aufgabe, die soziale Infrastruktur zu stärken, um die Lebensbedingungen der Menschen und ihre Perspektiven im Hinblick auf Kultur, Bildung, Beschäftigung und Integration zu verbessern.

Das bedeutet insbesondere: Versorgungszentren zu stärken, Orte der Begegnung, Bildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote sowie Kultur- bzw. Stadtteilkultureinrichtungen zu schaffen oder zu modernisieren.