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Chronik

Die Meilensteine des Netzaufbaus für den BOS-Digitalfunk in Hamburg haben wir hier für Sie dokumentiert:

Dezember 2009: Anschluss der Basisstationen an die eigene Vermittlungsstelle

Das fast vollständig aufgebaute Zugangsnetz des Netzabschnittes Hamburg wird von der Referenzplattform Anfang Dezember auf die dafür vorgesehene und nunmehr fertig gestellte Vermittlungsstelle in Hamburg geschwenkt. Die Anbindung der Leitstellen erfolgt im Anschluss, so dass nach der notwendigen Feineinstellung des Netzes im April 2010 der sogenannte  "erweiterte Probebetrieb "  für den Netzabschnitt Hamburg beginnen kann. Planmäßig soll das Netz im Herbst 2010 in den Regelbetrieb, genannt „Wirkbetrieb“, übergehen.

November 2009: Erfolgreicher Abschluss der Ausschreibung der Digitalen Funkgeräte

An der Davidwache auf St. Pauli, Hamburgs wohl bekanntester Polizeikommissariat, nahm Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus symbolisch die ersten von rund 10.000 digitalen Funkgeräten für Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und Verfassungsschutz aus den Händen von Hendrik Pieper, Geschäftsführer der Firma Selectric Nachrichten-Systeme GmbH in Empfang.
Die Firma Selectric aus Münster erhielt nach einer europaweiten Ausschreibung, die von Vertretern aller BOS in Hamburg (Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz, Verfassungsschutz) gemeinsam erstellt wurde, den Zuschlag für die Lieferung der Geräte, mit denen Hamburgs Sicherheitsbehörden in Zukunft  digital funken werden.
Anfang 2010 wird mit der Auslieferung der Geräte begonnen. Rechtzeitig zum  Start des „erweiterten Probebetriebs“ sollen im April 2010 die mehr als 1000 Geräte ausgeliefert sein.

Mai 2009: Mitte Mai 2009 ist der Netzaufbau weitgehend abgeschlossen

Die für Hamburg geplanten Basisstationen sind – bis auf eine Station – errichtet und laufen über die temporär in Berlin eingerichtete Referenzplattform. Ca. 600 bereits mit Digitalfunkgeräten ausgestattete Einsatzkräfte testen die Funktionalität des Netzes und zeigen sich mit der guten bis sehr guten Funkversorgung sehr zufrieden.

August 2008:  Deichverteidigungskräfte mit Digitalfunkgeräten ausgestattet

Am 14.08.2008 übergibt Innensenator Christoph Ahlhaus den  Hamburger Deichfachkräften rechtzeitig zur bevorstehenden Sturmflutsaison 127 Digitalfunkgeräte. Damit wird die Deichverteidigung als erste Hamburger Katastrophenschutzeinheit vollständig mit Digitalfunk ausgestattet.
Als Teil des Katastrophenschutzes setzten die Deichfachkräfte bisher analoge Geräte mit hoher Reparaturanfälligkeit ein. Sie werden durch 110 Handsprechgeräte und 17 in Fahrzeugen oder Befehlsstellen eingebaute digitale Geräte ersetzt. Die GPS-Positionsmelder der Geräte können zukünftig die Lagemeldungen von den Deichen noch präziser übermitteln.

Juni 2007: Hamburg startet mit den Betrieb im Referenznetz

Am 20.06.2007 wurde durch den Bundesinnenminister Schäuble ein Referenznetz für das digitale Funknetz offiziell in Betrieb genommen. Dieses Netz mit seinem Zentrum und weiteren Anlagen in Berlin sowie Anlagen in Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern ermöglicht erstmalig eine deutschlandweite Funkkommunikation. Für das Referenznetz werden in Hamburg insgesamt 5 Basisstationen in Betrieb genommen.  Mit ihnen, 80 Handsprechgeräten und 20 Fahrzeuggeräten sollen praktische, technische und organisatorische Erfahrungen mit der neuen Technologie gesammelt werden. Die fünf Stationen sollen in der ersten Hälfte 2008 in das dann in Hamburg flächendeckend aufgebaute digitale Funknetz überführt werden.

Juni 2007: Innenminister und –senatoren unterzeichnen Verwaltungsabkommen

Das Verwaltungsabkommen über die Zusammenarbeit von Bund und Ländern beim Betrieb und Aufbau des Digitalfunks der BOS wurde am 01.06.2007 auf der Innenministerkonferenz unterzeichnet. Die Bundesanstalt für den Digitalfunk hatte am 02.04.2007 die Aufgabe übernommen, den Digitalfunk für den Bund einzuführen. Mit der Unterzeichnung des Abkommens nimmt die BDBOS diese Aufgabe nun auch für die Länder wahr. Es regelt außerdem die Finanzierung und die Beteiligung der Länder an der Arbeit der BDBOS.  

April 2007: Bundesanstalt für den Digitalfunk (BDBOS) formell eingerichtet

Am 02.04.2007 wurde die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) formell eingerichtet. Sie hat die Aufgabe, den BOS-Digitalfunk aufzubauen, zu betreiben und seine Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Weitere Aufgaben sind die ständigen Koordinierungen zwischen Bund und Ländern in allen strategischen Fragen des Betriebs und der Weiterentwicklung des BOS-Digitalfunks.

März 2007: Phasenkonzept beschlossen

Am 14.03.2007 hat der Lenkungsausschuss das sogenannte „Phasenkonzept“ beschlossen. Das Konzept unterscheidet zwischen der Aufbauphase und der Phase nach Inbetriebnahme des Gesamtnetzes. In der Aufbauphase werden die Aufgaben von der Bundesanstalt (BDBOS), dem Systemlieferanten EADS sowie Bund und Ländern wahrgenommen. Die Federführung übernimmt die BDBOS. Nach Abschluss der Aufbauphase wird die weitere Betriebsleistung im Wettbewerb vergeben.

Dezember 2006: Alternatives Vorgehensmodell beschlossen

Am 13.12.2006 lehnt der Lenkungsausschuss (Staatssekretäre/Staatsräte des Bundes und der Länder) nach eineinhalbjähriger Verhandlung mit der DB Telematik deren Angebot zum Betrieb des BOS-Digitalfunknetzes ab. Stattdessen soll ein vom BMI vorgelegtes "Alternatives Modell" umgehend inhaltlich und kostenmäßig weiter entwickelt werden. Ende März 2007 soll eine abschließende Entscheidung von Bund und Ländern getroffen werden.
Außerdem nimmt der Lenkungsausschuss die Absicht des BMI zustimmend zur Kenntnis, umgehend mit dem Aufbau einer Referenzplattform zu beginnen. Damit soll Aufbau und Betrieb des Digitalfunknetzes in begrenztem Rahmen erprobt werden. Neben Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern ist auch Hamburg daran beteiligt. In Hamburg werden für das Referenznetz 5 Basisstationen errichtet und 100 Endgeräte beschafft. Die Basisstationen sollen nach Ablauf der Testphase in das bundesweite Netz überführt werden.

August 2006: Zuschlag für Systemlieferung geht an EADS Secure Networks

Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Inneren erteilt am 28. August 2006. den Zuschlag im Vergabeverfahren zur Beschaffung der Systemtechnik für den BOS-Digitalfunk an die EADS Secure Networks. Im April 2005 war dafür ein europaweites Vergabeverfahren (nicht offenes Verfahren) über die Lieferung von Systemtechnik und sonstigen Leistungen bezüglich eines digitalen Sprech- und Datenfunksystems für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in der Bundesrepublik Deutschland bekannt gemacht worden.

August 2008: Hamburg beschließt dem Verwaltungsabkommen beizutreten

Am 24.08.2006 beschließt Hamburg dem Verwaltungsabkommen beizutreten. Das Verwaltungsabkommen regelt die Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Errichtung und dem Betrieb des gemeinsamen Digitalfunks für Polizei, Feuerwehr, Verfassungsschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

März 2004: Bund und Ländern unterzeichnen Dachvereinbarung

Bis zum 15. März 2004 wurde eine Dachvereinbarung von allen Bundesländern und dem Bund unterzeichnet. In der Dachvereinbarung wurde beschlossen, dass die bund- und länderübergreifende Projektorganisation „netzwerk BOS“ mit der Aufgabe, das Vergabeverfahren zur Einführung des Gesamtnetzes vorzubereiten und durchzuführen, betraut wird. Ziel ist es, bis zum 31.12.2010 ein bundesweit einheitliches Gesamtnetz zu errichten. Erste Teilnetze sollen im Jahre 2006 in Betrieb genommen werden.

Oktober 2002: Abschlussbericht der Expertengruppe (GAN) vorgelegt

Am 23.10.2002 erscheint der Abschlussbericht der Expertengruppe aus Bund und Ländern Gruppe „Anforderungen an das Netz“ (GAN) über die Leistungsmerkmale eines Mindeststandards und über die Bewertung der technischen Lösungen. Das GAN-Papier. Seit dem spricht man vom GAN-Standard.

Juli 2001: Beginn Großversuch in Aachen

Am 2. Juli 2001 wird der Großversuch in Aachen gestartet und läuft unter Betriebsbedingungen.Der Pilotversuch endete planmäßig am 30.06.2003.

November 2000:  Innenminister einig: Digitalfunk ist erforderlich

Die Innenministerkonferenz ist der Auffassung, dass die Einrichtung eines bundeseinheitlich geplanten und betriebenen digitalen Sprech- und Datenfunknetzes für die Belange aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) erforderlich ist.

2000: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Das BSI erstellt ein Lastenheft für ein Verschlüsselungssystem für digitale BOS-Funksysteme.

1997: Schengener Mitgliedsstaaten formulieren Anforderungen an Endgeräte

Die Schengener Mitgliedstaaten formulieren die Anforderungen an die Endgeräte und deren Bedienoberfläche.

1994: Schengener Mitgliedsstaaten streben einheitliches digitales Funknetz an

1994 wurde die konkrete Planung zur Einführung eines digitalisierten Funknetzes beschlossen. Alle beteiligten Länder sollten sich auf die Installation eines einheitlichen Netzes verständigen, um länderübergreifend eine Zusammenarbeit der BOS zu ermöglichen. Dies sollte sowohl den Bereich der Strafverfolgung als auch den übergreifenden Katastrophendienst einschließen. Bereits im Juni 1992 wurden von den Schengener Mitgliedstaaten die Definitionen und Anforderungen an das künftige Funksystem der Polizei/ Zolldienste beschrieben.

1990: Schengener Mitgliedsstaaten fordern kompatible Kommunikationssysteme

Bereits 1990 einigten sich die Schengener Mitgliedstaaten darauf, dass im Zuge des Wegfalls der innereuropäischen Grenzkontrollen eine länderübergreifende Kommunikation erforderlich ist, um diesen Wegfall zu kompensieren. Die Forderung zur Einführung eines gemeinsamen genormten und kompatiblen Kommunikationssystems aller europäischen Zoll- und Strafverfolgungsbehörden wurde im Schengener Durchführungsabkommen festgeschrieben.

Lesen Sie auch:

  • Sachstand
    Der aktuelle Stand des Projekts BOS-Digitalfunk

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(Innenbehörde)

Die Innenbehörde im Internet: www.hamburg.de/innenbehoerde