Behörde für Schule und Berufsbildung

Führungswechsel Dr. Martina Diedrich wird neue Direktorin des Instituts für Bildungsmonitoring (IfBQ)

Auswahlkommission entscheidet sich für promovierte Bildungsforscherin

Eine Auswahlkommission unter Vorsitz von Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack hat die derzeitige Abteilungsleiterin für Schulinspektion und Systemmonitoring Dr. Martina Diedrich (43) zum 1. Juni 2018 zur neuen Direktorin des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) berufen. Das IfBQ gehört zur Hamburger Schulbehörde und ist zuständig für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an Schulen mit aktuell rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Arbeit des IfBQ gilt inzwischen deutschlandweit als vorbildlich, unter anderem Bremen und Baden-Württemberg planen Institute nach Hamburger Muster. Der jetzige Direktor Norbert Maritzen wird Ende Mai 2018 in den Ruhestand treten. 

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Dr. Martina Diedrich

Bildungssenator Ties Rabe zeigte sich erfreut: "Mit Dr. Diedrich haben wir eine ausgesprochen qualifizierte Fachfrau gewinnen können, die über eine umfangreiche Expertise in Bildungsforschung, Verwaltung und Wissenschaft verfügt und außerdem Hamburg sehr gut kennt. Es freut mich sehr, dass die Findungskommission eine gute Wahl getroffen hat. Gleichzeitig danke ich dem scheidenden Direktor Norbert Maritzen für seine hervorragende Arbeit, insbesondere auch bei der seit 2012 erfolgten Zusammenführung des Instituts für Bildungsmonitoring (IfBM), der Abteilung LIQ des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), des Zentrums zur Unterstützung der wissenschaftlichen Begleitung und Erforschung schulischer Entwicklungsprozesse (ZUSE) und von Teilen des Referats Schulstatistik der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB). Auch auf Ebene der Kultusministerkonferenz und im bundesweiten Bildungswesen hat sich Norbert Maritzen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet."

Dr. Martina Diedrich: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe! Ich bin dankbar für die Möglichkeit, mit daran zu wirken, dass Hamburg gute Schulen hat und sich sein Schulsystem immer noch weiter verbessert. Dabei bündelt das IfBQ großartige Kompetenzen, um die datengestützte Schulentwicklung auf allen Ebenen weiter voran zu bringen – nicht nur, indem es Bildung auf breiter empirischer Basis erfasst, sondern auch, indem es Impulse zur weiteren Entwicklung gibt.“

Frau Dr. Diedrich ist Diplom-Psychologin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin,  durchlief ihre universitäre Ausbildung in Gießen, Mannheim und Frankfurt/Main. Ab 2002 war sie zunächst Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt/Main, bevor sie dort 2004 Vorstandsreferentin, 2007 Referatsleiterin Kommunikation wurde und über "Demokratische Schulkultur: Messung und Effekte" promovierte. 2009 erfolgte der Wechsel nach Hamburg, als Abteilungsleiterin Schulinspektion am damaligen Institut für Bildungsmonitoring (IfBM). 2012 wurde sie zur Abteilungsleiterin Schulinspektion und Systemmonitoring am Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) befördert. Diedrich vertritt seit 2016 die A-Länder der Kultusministerkonferenz (KMK) im PISA Governing Board der OECD. Seit 2017 ist sie außerdem Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der österreichischen Innovationsstiftung für Bildung.

Frau Dr. Diedrich (43) ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hamburg. 

Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ)

Das IfBQ erbringt wissenschaftliche Dienstleistungen für die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung selbstverantworteter Schulen und leistet auf der Grundlage empirischer und statistischer Verfahren einen Beitrag zur kontinuierlichen Beobachtung der Entwicklung der Schulen und des Schulwesens.

Die Tätigkeit des IfBQ umfasst folgende Schwerpunkte: Durchführung der Schulinspektionen einschließlich einer schulbezogenen und schulübergreifenden Berichterstattung, Koordination und Durchführung der Evaluation besonderer bildungspolitischer Maßnahmen, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Schulleistungstests (KERMIT 2, 3, 5, 7, 8 und 9) und Befragungen, regelmäßige Erstellung eines Bildungsberichts für Hamburg, regionale Analysen zum Schul- und Bildungswesen, Entwicklung des Sozialindex für Schulen, Implementierung und Auswertung von Verfahren der Schulleistungsmessung und der Diagnostik im Bereich der Sprachförderung, Steuerung und Auswertung der zentralen Prüfungen (Erster allgemeinbildender Schulabschluss, Mittlerer Schulabschluss, zentrale Überprüfungen Klasse 10, Abitur), Auswertungen und Berichte zur amtlichen Schulstatistik sowie Unterstützung der Schulen bei internen Evaluationsvorhaben mit dem Erhebungsinstrumentarium der Hamburger KESS-Untersuchung.

Das IfBQ wurde zum 1. Oktober 2012 im Rahmen einer Zusammenführung des Instituts für Bildungsmonitoring (IfBM), der Abteilung LIQ des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), des Zentrums zur Unterstützung der wissenschaftlichen Begleitung und Erforschung schulischer Entwicklungsprozesse (ZUSE) und von Teilen des Referats Schulstatistik der BSB gegründet.

In zweijährlichem Turnus schließt das IfBQ mit der Behördenleitung eine Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) ab, in denen die Jahresziele festgelegt und die jeweils anstehenden Aufgaben konkretisiert werden.

Weitere Informationen

IfBQ: www.hamburg.de/bsb/ifbq

Dr. Martina Diedrich: www.hamburg.de/bsb/mitarbeiter-innen/4392296/dr-martina-diedrich

Ein veröffentlichungsfähiges Foto von Frau Dr. Diedrich kann unter pressestelle@bsb.hamburg.de angefordert werden.