Behörde für Schule und Berufsbildung

Prävention Fachtagung: Schulisches Gesundheitsmanagement verbessert die Arbeits- und Bildungsqualität

Fachvorträge und Workshops vermitteln grundlegende Aspekte zum Thema „Personalgesundheit“

Studien belegen, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen Lebensbedingungen, Gesundheit und Bildungserfolg besteht. Dieser Leitgedanke liegt der Empfehlung zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule zugrunde, die 2012 von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen wurde und auch in Hamburg umgesetzt wird.

Gesundheitsmanagement in der Schule

Gesundheitsförderung und Prävention gehören zum Kern eines jeden Schulentwicklungsprozesses. Die Qualität von Schule wird dabei wesentlich vom Schulklima und der Lernkultur bestimmt. Eine gesunde Schule ist eine Schule, die die Lern-, Arbeits- und Lebensbedingungen aller verbessert. Dies gilt für Schülerinnen und Schüler sowie für das pädagogische und das nicht-pädagogische Personal. Das Ziel des schulischen Gesundheitsmanagements muss demnach eine Förderung der Lebenskompetenzen des schulischen Personals, der Schulleitungen sowie der Schülerinnen und Schüler sein.

Insbesondere die psychische Gesundheit ist eine Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse in der Schule. Zunehmend werden psychische Auffälligkeiten und Probleme bei den Schülerinnen und Schülern, aber zugleich auch die psychischen Belastungen des pädagogischen Personals wahrgenommen.

Im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) fördert das Referat Gesundheit mit seinen psychologischen Unterstützungsangeboten soziale und personale Kompetenzen des pädagogischen Personals. Mit der Fachtagung „Schulisches Gesundheitsmanagement – Balance zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention“ am 3. November und am 4. November 2017 erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, grundlegende Aspekte von Personalgesundheit, Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und gesunder Schulentwicklung kennenzulernen und zu vertiefen. Die Besucherinnen und Besucher können sich einen Überblick zum Thema verschaffen: mithilfe von Vorträgen, durch aktive Teilnahme an Workshops sowie durch den Besuch eines Parcours, in dem Schulen ihren Prozess zur guten gesunden Schule darstellen sowie Kooperationspartner und -partnerinnen ihre Angebote vorstellen.

Für die Vorträge konnten folgende Experten gewonnen werden:

  • Herr Prof. Joachim Bauer, Universität Freiburg, in diesem Jahr emeritiert, aber weiter als Wissenschaftler und Arzt tätig; bekannt z.B. durch die Veröffentlichungen: „Arbeit – Warum unser Glück von ihr abhängt und wie sie uns krank macht“ ; „Der Lob der Schule“ und „Selbststeuerung – die Wiederentdeckung des freien Willens“.
  • Herr Prof. Stephan Ahrens, der Ärztliche Direktor des Fachzentrums für Stressmedizin in Hamburg.
  • Dr. Andreas Fischer aus Österreich; er hat gemeinsam mit Prof.(em) Dr. Uwe Schaarschmidt das Förderprogramm „Denkanstöße“ für Schulen entwickelt.
  • Dr. Axel Brintzinger; Experte in der Achtsamkeitsschulung für Schülerinnen und Schüler und für das pädagogische Personal.
  • Prof.(em) Dr. Bernhard Sieland, der seit Jahren als externer Experte für das Referat in der Schulberatung tätig ist.

Rückfragen der Medien

Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)
Barbara Tiesler, Leitung Referat Gesundheit
Telefon: 040 428842-370
E-Mail: barbara.tiesler@li-hamburg.de
Internet: li.hamburg.de