Behörde für Schule und Berufsbildung

Informationskampagne Beginn der Anmelderunde für die 5. Klassen Schuljahr 2018/19

Informationsbedürfnis der Eltern: Schulbehörde startet Informationskampagne zu Stadtteilschulen

Schulsenator Ties Rabe hat die diesjährige Anmelderunde für Hamburgs weiterführende Schulen gestartet: In den nächsten drei Monaten haben rund 16.000 Viertklässler und ihre Eltern die Möglichkeit, sich umfassend und intensiv zu informieren, um sich dann Anfang Februar 2018 für die Schule(n) ihrer Wahl zu entscheiden. Hamburg bietet Eltern und Kindern die freie Wahl zwischen 58 staatlichen Stadtteilschulen, 61 Gymnasien, vier sechsjährigen Grundschulen, 13 speziellen Sonderschulen und 13 Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ).

Informationskampagne Stadtteilschulen

Senator Rabe appellierte an Hamburgs Eltern: "Bitte nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, sich in den nächsten Wochen und Monaten gut über die Schulformen und die konkreten Schulen zu informieren, denn Sie treffen für den Lebensweg Ihres Kindes eine wichtige Entscheidung. Die Empfehlungen der Grundschullehrkräfte, aber auch die Ergebnisse der Schülerleistungstests "Kermit" in Klasse 2 und 3 sind ein verlässlicher Gradmesser für die Leistungsfähigkeit Ihres Kindes beim Übergang auf eine weiterführende Schule. Die Erfahrung zeigt übrigens: Zu oft werden Kinder überschätzt. Nehmen Sie die Beratungsangebote sowohl ihrer Grundschule als auch der weiterführenden Schulen wahr, um die passende Schulform und Schule für Ihr Kind zu finden."

Wie können sich Eltern und Viertklässler informieren? Hamburgs weiterführende Schulen bieten ab jetzt eine Vielzahl von Veranstaltungen an, von schulformübergreifenden "Marktplätzen", Infoabenden und Tagen der offenen Tür bis zu Unterrichtshospitationen (für Schüler) und individuellen Beratungsgesprächen. Darüber hinaus kann man sich über Schul-Homepages, Flyer, Broschüren und die Berichte der Schulinspektion umfassend informieren. Am Wichtigsten aber ist es, vor Ort das persönliche Gespräch mit älteren Schülern, anderen Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen zu suchen.

Die Eltern können zwischen allen weiterführenden Schulen frei wählen. Drei Wunschschulen sollen in der entsprechenden Reihenfolge bei der Schulanmeldung angegeben werden. Hat eine Schule mehr Bewerbungen als freie Plätze, haben zunächst Härtefälle und Schüler mit einem Geschwisterkind an der Schule den Vortritt. Danach entscheidet die Wohnortnähe über den Schulplatz. In den meisten Fällen können jedoch die Erstwünsche erfüllt werden. Im letzten Schuljahr konnten über 95 Prozent der Fünftklässler an Stadtteilschulen und Gymnasien ihre Wunschschule bekommen.

Informationskampagne Stadtteilschule

Auch sieben Jahre nach Gründung der Stadtteilschulen gibt es in der Öffentlichkeit, insbesondere aber bei Eltern, ein ausgeprägtes Informationsbedürfnis im Hinblick auf Hamburgs jüngste Schulform. Schulleitungen und Lehrkräfte berichten immer wieder, dass die typischen Merkmale der Stadtteilschulen (alle Schulabschlüsse bis zum Abitur, ein Jahr länger lernen, kleinere Klassen und mehr Pädagogen) zu wenig bekannt sind.

Zudem verlassen sehr viele Schülerinnen und Schüler bereits in den ersten beiden Schuljahren das Gymnasium. Ihre Zahl hat sich zwischen 2010/11 und 2016/17 von 455 auf 865 pro Schuljahr nahezu verdoppelt. Daher stellt die Schulbehörde in dieser Anmelderunde die Stadtteilschulen in den Fokus und startet eine umfangreiche Informations-Kampagne, die in den letzten Monaten gemeinsam mit Schulleitungen entwickelt wurde. Schulsenator Rabe: "Bessere Informationen werden sicher dazu führen, dass mehr Schülerinnen und Schüler von Anfang an die für sie richtige Schulform und den passenden Bildungsweg wählen."

„Für alle, die mehr wollen – die Stadtteilschulen“

vergrößern Logo mit Text: Für alle die mehr wollen. (Bild: Behörde für Schule und Berufsbildung) Um besser über Stadtteilschulen und ihre besonderen Angebote zu informieren, startet die Schulbehörde unter anderem eine stadtweite Plakatierung  (Stadtinformationsanlagen SIA), hat einen YouTube-Clip gedreht, ein gemeinsames Logo mit einem übergreifenden „Claim“ entwickelt, ein Internet-Infoportal online gestellt, Informations-Flyer und –Broschüren aktualisiert, und lässt ein klar strukturiertes, gut verständliches Erklärvideo sowie für die Einzelschulen Plakate und YouTube-Clips herstellen.

Hamburgs Stadtteilschulen waren 2010 unter schwierigen Voraussetzungen an den Start gegangen: Die neue Schulform entstand im Windschatten der damaligen Primarschulreform aus den früheren Haupt- und Realschulen, Aufbaugymnasien sowie Kooperativen und Integrierten Gesamtschulen, mancherorts zudem verteilt auf bis zu vier Standorte und in sanierungsbedürftigen Gebäuden. Vier Stadtteilschulen entstanden in der Zwischenzeit ganz neu, eine wurde aufgrund dauerhaft zu geringer Anmeldezahlen geschlossen. Trotz lebhafter öffentlicher Diskussionen sind den meisten Eltern die besonderen Merkmale der Stadtteilschulen wenig bekannt:

  • Stadtteilschulen haben die beste Personalausstattung der allgemeinen Schulen, ein Pädagoge betreut hier durchschnittlich nur 10,8 Schülerinnen und Schüler.
  • Kleine Klassen:  Stadtteilschulen haben in den Klassenstufen 5 bis 10 im Schnitt nur 23,4 Schülerinnen und Schüler pro Klasse.
  • Stadtteilschulen bieten alle Schulabschlüsse bis zum Abitur.
  • Alle Stadtteilschulen verfügen entweder über eine eigene gymnasiale Oberstufe oder kooperieren mit benachbarten Oberstufen. An 16 Stadtteilschulen wurden seit 2010 neue Oberstufen eingerichtet. Im Schnitt schaffen rund 40 Prozent der Stadtteilschüler eines 10. Jahrgangs den Übergang in die Oberstufe, obwohl nur sehr wenige von ihnen am Ende von Klasse 4 eine entsprechende Prognose erhalten hatten.
  • Die Anzahl der Abiturientinnen und Abiturienten an Stadtteilschulen hat von 1.845 (Schuljahr 2010/11) auf 2.912 (Schuljahr 2016/17) um 58 Prozent zugenommen.
  • An Stadtteilschulen haben Schülerinnen und Schüler ein Jahr länger Schulzeit bis zum Abitur (G9).
  • Alle Stadtteilschulen haben Ganztagsangebote.
  • Zwischen 2013 und Juni 2017 wurden an Stadtteilschulen fast 300 Millionen Euro in die Schulgebäude investiert, davon rund 140 Millionen Euro in Neubauten, rund 100 Millionen Euro in Sanierungen und rund 54 Millionen Euro in Instandhaltung von Schulgebäuden.
  • Schulkantinen: Zwischen 2013 und Juni 2017 sind 43 neue Schulkantinen an Stadtteilschulen eingerichtet worden.
  • Mehr Unterricht: Zukünftig sollen an Stadtteilschulen zusätzliche Unterrichtsstunden zur Vertiefung und Übung in Deutsch und Mathematik gegeben werden. So sollen in den Klassenstufen 5 bis 10 künftig mindestens 26 Wochenstunden Deutsch (bisher mindestens 22) und mindestens 26 Wochenstunden Mathematik (bisher mindestens 24 Stunden) erteilt werden. Die Schulbehörde rechnet mit Mehrkosten von rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr und einem zusätzlichen Bedarf von rund 52 vollen Lehrerstellen.
  • In der Anlage: Aktuelle Baumaßnahmen an Stadtteilschulen

Übersicht Hamburgs staatliche weiterführende Schulen

Kartenübersicht der weiterführenden Schulen in Hamburgs Stadtteilen (Bild: BSB)

vergrößerte Kartenansicht

Elemente der Informationskampagne Stadtteilschule

 

Logo der Stadtteilschulen mit Schriftzug: Für alle, die mehr wollen. (Bild: BSB)

  Gruppenbild-Stadtteilschulen-KampagneYouTube-Spot: Für alle, die mehr wollen

vergrößern Screenshot der Seite der Stadtteilschulen in Hamburg (Bild: BSB) Zentrales Internet-Infoportal der Stadtteilschulen

Plakate der Kampagne

Plakataktion der Stadtteilschulen zur besseren Aufklärung über diese Schulform

vergrößern Titelbild der Broschüre: Den richtigen Weg wählen - Hamburgs weiterführende Schulen (Bild: BSB)

Wegweiser Hamburgs weiterführende Schulen:

„Den richtigen Weg wählen“

Übersicht schulische Informationsveranstaltungen:

„ Die Marktplätze“

Schulinspektionsberichte

Termine Anmelderunde 5. Klassen

Anmelderunde für die 5. Klassen 2018/19November 2017 bis Januar 2018
„Marktplätze“ (schulformübergreifende2. bis  30. November 2017
regionale Informationsveranstaltungen)
Winterferien22. Dezember 2017 – 7. Januar 2018
Ausgabe Halbjahreszeugnisse Donnerstag, 1. Februar 2018
unterrichtsfreier BrückentagFreitag, 2. Februar 2018
Anmeldewoche 5. KlassenMontag, 5. bis Freitag, 9. Februar 2018

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